Fünf Auswärtstreffer reichen den Wanderers nicht aus

Fünf Auswärtstreffer reichen den Wanderers nicht aus

Zu viele Zeitstrafen werden den Wanderers Germering am Ende zum Verhängnis. Sie verlieren ihr Auswärtsspiel in Pfronten knapp mit 5:6.

Die Wanderes Germering haben beim Tabellendritten EV Pfronten mit 5:6 (2:2, 2:1, 1:3) die zweite Saisonniederlage einstecken müssen. Treffer von Marco Göttle (2) sowie Markus Mair, Daniel Menge und Kapitän Quirin Reichel reichten nicht aus, um aus dem Allgäu etwas Zählbares mitzunehmen. Die Allgäuer nahmen damit erfolgreich Revanche für die 3:5-Niederlage von Ende Oktober in Germering.

Wie damals hatten sich beide Teams eine enge Partie geliefert, in der sie leistungsmäßig auf einer Stufe standen. Dennoch blieb das Stimmungsthermometer von Trainer Markus Ratberger auf Durchschnittstemperatur. „Wenn man auswärts fünf Treffer erzielt, sollte das normalerweise für einen Sieg reichen.“ Zumal seine Truppe gut in die Partie gekommen und bereits nach vier Minuten in Führung gegangen war.

Doch da setzte bereits die nächste Kritik des erfahrenen Mannes an der Germeringer Bande an. Man habe das Momentum, wenn es sich auf die Seite der Wanderers gedreht hatte, nicht ausreichend nutzen und nachsetzen können. Das galt insbesondere ab dem Mitteldrittel. Denn die Wanderers hatten den 2:3-Rückstand schnell und vor allem innerhalb von knapp drei Minuten drehen können.

Allerdings nahm die Zahl der Zeitstrafen dann zu – und das sollte sich im Schlussabschnitt als entscheidend erweisen. Blieb man im ersten Drittel mit nur zwei Zwei-Minuten der Strafbank noch weitgehend fern, bekamen die Wanderers in den beiden nächsten Dritteln jeweils fünf Zeitstrafen aufgebrummt, teilweise innerhalb weniger Sekunden.

Für Coach Ratberger war das eine ungute Entwicklung. „Wir haben uns mal weniger und mal mehr von hitzigen Spielsituationen anstecken lassen.“ Die Strafzeiten hätten zudem dem eigenen Spielrhythmus gar nicht gut getan. „Da haben wir uns nicht clever genug verhalten“, bilanzierte Wandererscoach Ratbergerger. Daher wollte er auch nichts beschönigen. „Der Sieg des EV Pfronten war nicht glücklich.“ Ratberger ließ bei seiner Kritik auch durchblicken, dass sich Wanderers die Niederlage in einem ausgeglichenen Spiel letztendlich haben selbst zuschreiben müssen.

Quelle: Merkur.de
Autor: Hans Kürzl
Bild: Walter Weiss