Germering gewinnt in Ottobrunn trotz vier fehlender Stammkräfte. Torhüter Kipfelsberger glänzt mit starken Paraden beim klaren Auswärtssieg.
Mit einem unaufgeregten, aber letztlich souveränen Auftritt verteidigten die Wanderers aus Germering am Freitagabend in Ottobrunn ihre Tabellenführung in der Landesliga erfolgreich. Am Ende der 60-minütigen Spielzeit leuchtete ein 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)-Sieg der Mannschaft von Germerings Coach Markus Ratberger von der Anzeigetafel.
Fegten die Wanderers vor knapp einem Monat den Tabellenfünften aus Ottobrunn im Hinspiel noch mit einem 9:0 aus dem Polariom, so hielt sich die stärkste Offensive der Liga vor gerade einmal 62 Zuschauern im Eisstadion Ottobrunn diesmal beim Toreschießen zurück. Dennoch hatte der neutrale Zuschauer nie das Gefühl, der Tabellenführer könnte das Spiel in irgendeiner Phase der Begegnung aus der Hand geben.
Das Fazit der Partie von Germerings Trainer Markus Ratberger fiel dagegen schon etwas abgeklärter aus. Er hatte seine Spieler gut vorbereitet auf den Gegner, den man im Hinspiel so hoch besiegt hatte. Ottobrunn hatte zuletzt mit einem Sieg über den Tabellendritten Pfronten aufhorchen lassen, während die Wanderers in Pfronten dagegen mit 5:6 die zweite Saisonniederlage kassiert hatten.
Für die knappe Führung durch Louis Kolb zur ersten Drittelpause konnte sich Germering aber auch bei Goalie Mathias Kipfelsberger bedanken, der doch einige Chancen der Ottobrunner zunichtemachte. Im Mittelabschnitt sei sein Team einfach effektiver gewesen, berichtete der Germeringer Coach. „Wir haben einfach zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore gemacht.“ Den knappen Vorsprung bauten Dennis Sturm und Leopold Inselkammer auf 3:0 aus.
Und als zu Beginn des Schlussdrittels ein abgefälschter Schuss von Maximilian Rass den Weg ins Ottobrunner Tor zum 4:0 fand, war eigentlich die Entscheidung gefallen. „Der Treffer hat uns letztlich in die Karten gespielt“, so Kipfelsberger.
„Alles in allem war es ein verdienter Sieg“, stellte auch Germerings Abteilungsleiter Albert Bittl fest. aus Mit Manuel Winkler, Daniel Menge, Konstantin Kolb und Marco Berger hatten die Wanderers auf vier Stammkräfte krankheitsbedingt verzichten müssen. Das habe das Kollektiv gut kompensieren können, so Bittl. „Die Begegnung war fair, und unser Goalie Matthias Kipfelsberger hat super gehalten“, stellte Bittl die Leistung des 20-jährigen Germeringer Torhüters noch besonders heraus.
Quelle: Merkur.de
Bild: Hans Kürzl
Text: Dieter Metzler


