Es waren zwei äußerst torreiche Spiele, wenn auch einseitig verteilt. Am 2. Oktober ertönte die Schlusssirene bei einem Spielstand von 15:1, eine Woche später verabschiedete sich der ESV Türkheim mit einer 10:1 Niederlage im Gepäck. Damit schließen die Wanderers ihre Vorbereitungsphase mit zwei Erfolgserlebnissen ab und blicken nun voller Zuversicht auf den Saisonstart am kommenden Freitag.
7:19 Minuten brauchten die Germeringer um in Person von Oscar Valentin Haerty das erste Tor gegen den MEK zu erzielen. Nur rund eineinhalb Minuten später folgte das 2:0 durch Lennart Guttenthaler. Kurz darauf schoss Yehor Vinniytski den kurzzeitigen 2:1 Anschlusstreffer und es schien kurzzeitig spannend zu werden. Doch es sollte bei diesem einen Torerfolg an diesem Abend für den MEK bleiben. Es folgte ein weiteres Tor von Lennard Guttenthaler, Marco Göttle, ein weiteres von Haerty und und Michi Dorfner.
Wer gedacht hatte, dass die Wanderers es nach fünf Toren im ersten Drittel ruhig angehen lassen würden, hatte sich gründlich getäuscht. Die Jungs kamen voller Energie zurück aufs Eis und ließen im Schnitt fast alle drei Minuten die Torsirene ertönen. Es traf zweimal Quirin Reichel, erneut Oscar Valentin Haerty, Manuel Winkler, Michael Fischer, und erneut Lennard Guttenthaler und Marco Göttle. Nach 40 Minuten stand es 12:1.
Im letzten Drittel schalteten die Gastgeber etwas zurück und ließen es ruhiger angehen. Die letzten drei Tore erzielten Markus Kerber, Michael Fischer und Nico Rossi.
Exakt eine Woche später gastierte der Landesliga-Aufsteiger ESV Türkheim im Polarium. Das erste Drittel zeichnete sich durch ein ausgeglichenes Spiel und gleichmäßig verteilte Chancen aus. Allerdings war die Chancenverwertung beider Teams eher mangelhaft. Erst nach 14 Minuten konnte Kapitän Quirin Reichel nach einem Schuss von Michi Dorfner den Rebound verwerten und seine Mannschaft so mit einer 1:0 Führung in die Kabine führen.
Nach dem Pausentee ging es so weiter, wie es davor aufgehört hatte- Chancen auf beiden Seiten und den ein oder anderen Check auch. Nach einem Bandencheck von Haerty, mit dem ein Türkheimer nicht allzu glücklich war, fasste Schuster nach und begann eine kleine Rangelei, die jedoch nicht bestraft wurde. Nach fast zehn gespielten Minuten im Mitteldrittel kamen die Gäste durch einen Überzahltreffer in Person von Maximillian Döring zurück ins Spiel. Die Assists kamen von Sascha Vogler und Fabian Guggemoos. Vielleicht war dieser Gegentreffer der Weckruf, den die Mannschaft von Kapitän Quirin Reichel gebraucht hatte, denn rund sechs Minuten später bediente dieser mit einem sehenswerten Pass seinen Teamkollegen Nico Rossi vor dem Tor, der mit einem Direktschuss ESV-Schlussmann Michael Bernthaler überwand. Keine zwei Minuten später ergab sich eine fast identische Spielsituation auf der anderen Seite des Angriffsdrittels. Nach einer schnellen Passkombination von Dennis Sturm und Manuel Winkler erhöhte Daniel Menge ebenfalls mit einem Direktschuss auf 3:1. Mit diesem Spielstand ging es nach vierzig gespielten Minuten in die zweite Drittelpause.
Als Zuschauer fragte man sich, was für eine Kabinenansprache Markus Ratberger gehalten haben musste oder welche Elektrolyte die Germeringer zu sich nahmen, denn im Schlussabschnitt starteten die Jungs von Markus Ratberger ein Torfeuerwerk. Grade einmal 18 Sekunden nach dem die Offiziellen die Partie wieder freigegeben hatten, fuhr Dennis Sturm aufs Tor zu, holte aus und donnerte einen sagenhaften Schlagschuss ins obere Kreuzeck. Der Puck wurde zurück zum Bullypunkt getragen, vom Unparteiischen fallen gelassen und es ging wieder ab nach vorn. Nur sechs Sekunden nach dem letzten Tor verwandelte Lennard Guttenthaler ein Zuspiel von Louis Kolb zum 5:1. Und so ging es weiter. Drei Minuten später spielte Sturm einen Querpass auf die Kelle von Michael Fischer, der in die ungedeckte Seite des Tores einnetzte. Das völlig überrumpelte Türkheim nahm daraufhin eine Auszeit. Doch Germering ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen, nur 18 Sekunden später spielte Kolb einen Diagonalpass auf Guttenthaler, der auf 7:1 erhöhte. Nur wenige Sekunden später spielte Alexander Henrici die Scheibe auf Michi Dorfner, der sich durch die Türkheimer Abwehr tankte und und das Spielgerät rechts oben im Ziel versenkte. Danach zeigten die torfreudigen Germeringer auch mal ihre Defensivqualitäten, als sie eine doppelte Unterzahl unbeschadet überstanden. Zwei Minuten vor Schluss schlug der Kapitän Quirin Reichel nochmal aus extrem spitzem Winkel zu. 32 Sekunden vor Schluss machte Sturm nach einem Querpass den Spielstand zweistellig. 10:1 lautete das Endergebnis.
„Am Anfang haben wir uns bissl schwer getan, trotzdem dann souverän das 1:0 gemacht. Das zweite Drittel war zerfahren, wir haben zu wenig aufs Tor geschossen und zu viele Konter zugelassen aber im letzten Drittel nochmal alles rausgelassen und so können wir ganz gut in die Saison starten“, sagte Michael Dorfner nach dem Spiel. Im Hinblick auf Ravensburg ist Dorfner vorsichtig optimistisch: „Nächste Woche wird unangenehm. Letztes Jahr haben wir uns dreimal sehr schwergetan gegen Ravensburg. Sie haben viele junge, schnelle Spieler. Wir müssen unser Spiel machen, die Scheibe laufen lassen. Wir haben vier starke, ausgeglichene Reihen und müssen einfach Vollgas geben. Das Training läuft gut, alle sind hochmotiviert. Wir sind bereit“.
34 Tore konnten die Wanderers in vier Spielen erzielen. Dem stehen nur zehn Gegentreffer gegenüber. Doch kommenden Freitag wird es Ernst und alles ist auf Null gesetzt. Die Ergebnisse der Vorbereitung zählen nichts mehr und es geht um Punkte. Erster Gegner ist der EV Ravensburg. Bully im Polarium ist um 20 Uhr.


