Wanderers-Kader ist komplett: Zwei Rückkehrer, ein Neuzugang und eine Verlängerung runden das Aufgebot für die Saison 2019/2020 ab

Wanderers-Kader ist komplett: Zwei Rückkehrer, ein Neuzugang und eine Verlängerung runden das Aufgebot für die Saison 2019/2020 ab

Fotos: Scale vision • Matthias Paintner

Mit den letzten vier Personalien ist die Kaderplanung der Wanderers Germering für die bevorstehende Bezirksliga-Saison abgeschlossen. Für das schwarze-gelbe Publikum sind mitunter bekannte Gesichter dabei, die bei dem Projekt Aufstieg in die Landesliga mithelfen möchten. Neben drei Stürmern können die Verantwortlichen auch eine weitere Verstärkung für die Verteidigung präsentieren.

Edgars Opulskis, Marcus Mooseder und Michael Dorfner sollen dem Angriff in der Breite weitere Qualität verleihen

Knapp drei Jahre nach seinem ersten Engagement in Germering kehrt Edgars Opulskis in die Münchner Vorstadt zurück. Der 24-jährige Lette spielte bereits im Kindesalter für einige Jahre in Deutschland, unter anderem im Nachwuchsbereich des ESC Geretsried. Auch sein Vater Juris war über mehrere Spielzeiten in Geretsried aktiv, außerdem für Selb, Füssen und Nordhorn. Opulskis Familie kehrte 2009 schließlich in die Heimat zurück, hier durchlief der Angreifer die Talentschmiede des Prizma Riga und stand zwei Spielzeiten in der höchsten lettischen Nachwuchsliga auf dem Eis. In der Saison 2013/2014 wurde der neue Mann der Wanderers sogar für die lettische U20 Nationalmannschaft nominiert. Zwei Jahre später zog es den Angreifer wieder zurück nach Deutschland, wo er sich der zweiten Garde des EHC Freiburg anschloss. In den vergangenen beiden Jahren ging Opulskis für die 1b-Mannschaft des ESC Geretsried auf Torejagd und wusste dort als punktstarker Stürmer zu überzeugen.

Ein Altbekannter ist auch Marcus Mooseder. Der mittlerweile 38-Jährige stammt aus dem Nachwuchs des EC Pfaffenhofen, wo er als damals erst 17-Jähriger seine ersten Spiele in der zweithöchsten deutschen Eishockeyliga absolvierte. 2001 ging es für Mooseder zu seinem ersten Engagement bei der SE Freising, dessen Trikot er fast zehn Jahre lang überstreifte. Über mannschaftsinterne Kontakte wechselte er zur Spielzeit 2010/2011 nach Germering, wo er in 25 Bayernliga-Partien für Schwarz-Gelb stürmte. Nach diesem einen Jahr entschloss sich der gebürtige Allershausener aus arbeits- und wohnungsbedingten Gründen für eine Rückkehr nach Freising, bei denen er bis zuletzt unter Vertrag stand. Insgesamt bringt Mooseder die Erfahrung aus vier Einsätzen in der 2. Liga, knapp 130 Einsätzen in der Landesliga und 36 Einsätzen in der Bayernliga mit. Er zählt darüber hinaus zu den wenigen Spielern der Black Bears, die beide Aufstiege der Vereinsgeschichte miterlebt haben. Mit dem EVG möchte er jetzt Nummer drei folgen lassen.

Den letzten Platz im Angriff haben die Verantwortlichen an Michael Dorfner vergeben. Der junge Passauer durchlief sämtliche Nachwuchsmannschaften der Black Hawks, für die er seit dem vierten Lebensjahr aktiv war. 2015 wurde er erstmals ins Landesliga-Team der Dreiflüssestädter berufen, wo er in 32 Spielen auf dem Eis stand. Auch nach dem Aufstieg in die Bayernliga durfte der mittlerweile 20-Jährige für die 1. Mannschaft auflaufen. In neun Partien gelang ihm auch sein erstes Tor in der vierthöchsten deutschen Eishockeyliga. 2017 verließ Dorfner den EHF Passau in Richtung Eppelheim. Bedingt durch sein duales Studium spielte der junge Stürmer die letzten beiden Jahre für die Eisbären, für die er jeweils, bis zu seinem Wechsel in die Praxisphasen in Bayern, aktiv war. Aber auch in diesen Bildungsabschnitten schnürte der Passauer seine Schlittschuhe. Die Vilshofener Wölfe boten ihm die Möglichkeit Landesliga zu spielen, im Vorjahr ging es dann sogar bis in die Relegation für die Bayernliga. Trotz seines jungen Alters kann Dorfner bereits auf 57 Spiele in der Landesliga und 44 Spiele in der Bayernliga zurückblicken. Die Verantwortlichen wünschen Michael Dorfner eine schnelle Eingewöhnung im neuen Team und der neuen Liga.

Marco Berger trägt weiter das schwarz-gelbe Trikot

In Person von Marco Berger bleibt den Münchner Vorstädtern der zweitbeste Scorer der letztjährigen Bezirksliga-Playoffs erhalten. Der gebürtige Augsburger arbeitet bereits sehr hart während der Sommerpause, voll fokussiert auf den Aufstieg mit den Wanderers. Der 25-Jährige ist flexibel als Verteidiger und Stürmer einsetzbar, was ihn auch für die U23 Meister-Mannschaft in der Saison 2016/2017 unwahrscheinlich wertvoll machte. Seine Ausbildung genoss er im Nachwuchs des Augsburger EV, wo er Schüler- und Jugend-Bundesliga spielte. Seit seinem Wechsel vor sieben Jahren nach Germering stand Berger in insgesamt 46 Bayernliga-Spielen für Schwarz-Gelb auf dem Eis.

Schwarz-Gelb stattet zwei Youngster mit Doppel-Spiellizenz aus

Die beiden Juniorenspieler Dominik Hnat und Louis Britsch werden in den Kader der Seniorenmannschaft der Wanderers berufen. Damit sind beide in der kommenden Spielzeit sowohl für die U20 als auch für die 1. Mannschaft spielberechtigt. Beiden Nachwuchstalenten traut die Vereinsführung über kurz oder lang den Sprung zu, ein fester Bestandteil der Herrenmannschaft zu werden.

Danke Jungs! Wanderers verabschieden 11 Spieler

Nicht mehr in der nächsten Saison für Germering auflaufen werden Simon Klopstock, Matthias Schiller, Kilian Weidinger, Benedikt Aigner, Benedikt Pfeil, Sascha Günzel, Patrick Smolik, Marc Wudenigg, Tim Trappmann, Daniel Berthe, und Jonas Rimann. Allen Spielern dankt der Verein für ihre erbrachten Leistungen und wünscht ihnen für ihre sportliche und persönliche Zukunft alles erdenklich Gute.

Der finale Kader der Wanderers Germering für die Saison 2019/2020

Tor: Daniel Schmidt, Severin Dürr, Fabio Misof, Jerome Marmorstein
Verteidigung: Stefan Sohr, Michael Schmidbauer, Simon Langnickel, Georg Critharellis, Christian Köllner, Simon Bogner, Marco Berger, Dominik Hnat
Sturm: Quirin Reichel, Nico Rossi, Ludwig Schmidbauer, Manuel Winkler, Louis Kolb, Daniel Simm, Thomas Köppl, Konstantin Kolb, J.C. Cangelosi, Edgars Opulskis, Marcus Mooseder, Michael Dorfner, Louis Britsch

Trainer: Petr Vorisek