Germering nimmt erste Hürde: Gruppensieg macht Playoff-Einzug perfekt

Germering nimmt erste Hürde: Gruppensieg macht Playoff-Einzug perfekt

Foto: Richard Langnickel

Mit einem standesgemäßen 9:0 Heimsieg gegen den ERSC Ottobrunn sicherten sich die Wanderers am vergangenen Freitag nicht nur vorzeitig den ersten Tabellenplatz in der Bezirksliga-Gruppe 3, sondern damit gleichzeitig auch den Einzug in die Playoffs. Dabei verlief das erste Drittel noch sehr holprig und erarbeitete sich erst spät die 2:0 Pausenführung. Man merkte dem Vorisek-Team nicht nur die einwöchige Spielpause an, man musste zudem zwei der drei Sturmreihen umstellen, da in Konstantin Kolb, Edgars Opulskis und Manuel Winkler (gesperrt) drei Offensivkräfte nicht zur Verfügung standen. Im zweiten Spielabschnitt wurde der Spielrhythmus der Schwarz-Gelben flüssiger und man konnte das Ergebnis auf 6:0 hochschrauben. Auch in den letzten 20 Minuten ließen die Münchner Vorstädter nicht locker und waren insgesamt noch dreimal erfolgreich. Sein Premierentor im Seniorenbereich durfte an diesem Abend der 19-jährige Louis Britsch bejubeln. Die Mannschaft dankte nach Schlusspfiff seinen Fans für ihre Unterstützung und ließ sich lautstark feiern.

EVG spielt Pokal-Halbfinale gegen Topteam aus Gruppe 2 aus

Am kommenden Freitag steigt im Germeringer Polariom das Hinspiel des Bayernkrug-Halbfinals zwischen den Wanderers und dem DEC Inzell-Frillensee. Der Verein ist durch seine Eisschnelllaufwettbewerbe bekannt geworden, so ist u.a. eine gewisse Anni Friesinger Mitglied des DEC. Der größte Erfolg der Klubgeschichte war im Jahr 1975 der Gewinn der Regionalligameisterschaft gegen den RSC Bremerhaven und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga, in der man schließlich drei Jahre im Einsatz gewesen ist. Seit nunmehr vier Jahren ist Inzell in der Bezirksliga-Gruppe 2 beheimatet. Im vergangenen Sportjahr zog man als Tabellenzweiter in die Playoffs ein und musste sich in drei Spielen dem späteren Finalisten und Aufsteiger in die Landesliga EHC Bayreuth 1b geschlagen geben. Nachdem man im letztjährigen Sommer das magische Quintett um Michael Eberlein, Thomas Scheck, Sebastian Schwabl und Kresimir Schildhabel weiterverpflichten konnte, spielt man auch heuer wieder eine starke Saison und steht vor dem erneuten Einzug in die Aufstiegsrunde.Verstärkt hat man sich mit dem langjährigen Landesliga-Angreifer Florian Wehle von den Trostberg „Chiefs“. In der entscheidenden Phase der Saison hat der DEC mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Man will sich trotzdem so teuer wie möglich verkaufen. Die Fans beider Lager dürfen sich auf eine spannende Partie mit zwei ambitionierten Mannschaften freuen.

Wanderers-Tross reist in die schöne Alpenwelt Karwendel

Nur einen halben Tag nach dem Pokalspiel sitzt das Vorisek-Team bereits wieder im Bus mit dem Ziel Mittenwald. In Mittenwald lässt es sich tief durchatmen. Mit 923 Metern über dem Meeresspiegel ist das Alpenstädtchen der höchstgelegene Luftkurort in Deutschland. Doch viel Zeit, die ausgezeichnete Bergluft zu inhalieren, bleibt den Schwarz-Gelben nicht. Um 19:30 Uhr ist bereits Bully im Mittenwalder Eisstadion. Der EVM muss sich im Kampf um den zweiten Playoffplatz der SG Bayersoien/Peiting 1b wohl geschlagen geben, hat man doch das direkte Duell in Peiting mit 4:1 verloren. Das Hinspiel zwischen Germering und Mittenwald endete Ende Oktober letzten Jahres mit 7:1 für die Münchner Vorstädter. Jedoch wurde damals die Partie nach dem ersten Drittel abgebrochen, das sich der einzig anwesende Gästegoalie verletzte und nicht weiterspielen konnte. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams stellt keinen Gradmesser dar, zumal der EVM vor eigenem Publikum bisher nur einmal verloren hat und das beim knappen 4:5 gegen den gefühlt ständigen Rivalen in dieser Saison Bayersoien.

Unabhängig davon, dass Wanderers-Kapitän Quirin Reichel und seine Mannschaft an beiden Tagen Topleistungen zeigen will, ist das Ergebnis im Bayernkrug-Match zweitrangig, solange gewonnen wird. Im Ligaspiel gegen Mittenwald gilt das Gleiche. Auch wenn man Platz 1 sicher hat, sollte der EVG die verbleibenden Spiele gewinnen, um sich für die Playoffs das Heimrecht zu sichern.