EVG siegt in der Ferne und festigt Tabellenführung

EVG siegt in der Ferne und festigt Tabellenführung

Foto: Steffen Overath

Mit 14+2 Spielern trat Schwarz-Gelb am vergangenen Sonntag die Fahrt in den Bayerischen Wald an, wo man am Abend auf den Tabellenvierten ESV Waldkirchen traf. Beide Teams begannen verhalten. Im Laufe des ersten Drittels sicherte sich Germering mehr Spielanteile und ließ in der eigenen Zone wenig zu. Folgerichtig führte man nach 13 Minuten mit 0:2. Man blieb souverän und konnte noch vor dem ersten Pausentee das 0:3 durch Manuel Winkler erzielen. Auch der Start in den Mittelabschnitt gehörte der Winhart-Truppe, die ihr Powerplay mit zwei weiteren Treffern abschlossen. Direkt im Anschluss schafften es die Hausherren das erste Mal auf der Anzeigetafel zu erscheinen. Die „Karoli Crocodiles“ nutzten ihr Momentum und kamen in der 30. Minute sogar zum 2:5, doch wenige Angriffe später netzte erneut Manuel Winkler für die Münchner Vorstädter ein. Doch Waldkirchen ließ sich davon nicht beeindrucken und agierte weiter mutig nach vorne. EVG-Goalie Christoph Müller musste einige Glanzparaden zeigen um den Vorsprung in die zweite Unterbrechung zu retten. Der Auftakt in die letzten 20 Minuten gehörte ebenfalls den Hausherren, die ein 5 gegen 3 Überzahlspiel zum 3:6 verwandelten. Mittlerweile stand Raphael Holub im Germeringer Gehäuse, da sich Christoph Müller an der Leiste verletzte. Die Drangphase vom ESV überstanden die Wanderers und so kam man in der Folge in Person von Michael Fischer und Manuel Winkler zu zwei weiteren Torerfolgen. Auch die Niederbayern durften noch zweimal jubeln, doch zur Schlusssirene stand ein verdienter 5:8 Auswärtssieg des Tabellenführers auf der Anzeigetafel, den man ausgelassen mit seinen zahlreich mitgereisten Fans feierte.

Vilshofen und Haßfurt heißen die nächsten Gegner

Am Freitag geht es für die Wanderers in heimischer Halle gegen den ESC Vilshofen. Es gibt wohl kaum einen anderen Verein in Bayern, der länger in Bayerns zweithöchster Eishockeyliga im Einsatz ist als die Donaustädter. Der ESC bringt es mit der laufenden Spielzeit auf 22 Jahre. Das verdient Anerkennung und Respekt. Das letzte Mal in einem Pflichtspiel gegenüber standen sich beide Teams in der Aufstiegssaison der Germeringer 2009/2010, wo die Münchner Vorstädter beim 7:2 und 3:4 jeweils die Oberhand behielten. Nach über zehn Jahren kreuzen sich die Schläger nun wieder. Die „Wölfe“ haben mit Kimberlay Jay Collins einen sehr prominenten Übungsleiter verpflichtet. Der 60-jährige Kanadier war schon in der DEL, DEL2, EBEL und zuletzt in der Alps Hockey League als Coach tätig. Er hat während seiner Trainerlaufbahn von Klassenerhalt bis Meisterschaft mit unterschiedlichen Klubs in unterschiedlichen Ländern schon alles erlebt und passt damit perfekt nach Vilshofen. Auch hier weiß man noch nicht, wohin am Ende die Reise geht. Der Stamm des Kaders ist über viele Jahre hinweg gleichgeblieben. Auch heuer hat man sich wieder punktuell mit zwei Kontingentspielern verstärkt. Lukas Matys und Miroslav Tejko haben das Toreschießen in ihrem Heimatland Tschechien lange bewiesen und sollen da bei den Niederbayern weitermachen. Unterstützt werden sie von den Führungsspielern und Topscorern Patrick Geiger, Philipp Müller und Jan-Ferdinand Stern.

Zum zweiten Heimauftritt am kommenden Wochenende begrüßt die Winhart-Truppe am Sonntag den ESC Haßfurt im Polariom. In der letztjährigen Saison haben die „Hawks“ den ersehnten Aufstieg in die Bayernliga zum wiederholten Male verpasst. Im dritten und entscheidenden Playoff-Halbfinale musste man sich dem SC Reichersbeuern geschlagen geben. Auch wenn Frust und Enttäuschung noch lange anhielten, ging es nach ein paar Wochen wieder mit vollem Einsatz und Fokus an die Planungen für die laufende Spielzeit 22/23. Man ist nicht blauäugig und weiß, dass die diesjährige Gruppe stärker einzuschätzen ist und so ist der Einzug in die Aufstiegsrunde das primäre Ziel, bevor man weiterdenken kann. Die Geschicke bei den Unterfranken leitet in diesem Jahr der Tscheche Petr Sikora, der aus seiner aktiven Zeit als Spieler in Deutschland namhafte Stationen wie Peiting, Dresden, Riessersee, Kaufbeuren, Kassel, Sonthofen und Memmingen vorweisen kann. Spielertechnisch vertraut man großteils auf das Personal des Vorjahres. Neu beim ESC sind Jonas Manger (94 Bayernliga-Partien), Benjamin Rakonic und Lukas Gref, die mit ihrem Potential die Mannschaft in der Tiefe besser machen können. Tabellarisch gesehen ist man am Main aktuell zu 100% im Soll. Bei den Wanderers freut man sich auf das Wiedersehen mit Louis Britsch, der es seiner Zeit vom Germeringer Nachwuchs bis ins Seniorenteam schaffte und sich wegen seines Studiums in Bamberg den „Hawks“ anschloss.