Ein ereignisreiches Eishockey-Jahrzehnt geht zu Ende

Ein ereignisreiches Eishockey-Jahrzehnt geht zu Ende

Foto: Richard Langnickel

Am vergangenen Wochenende beendeten die Wanderers Germering mit den Spielen gegen die SG Schliersee 1b / Miesbach 1c und den ERC Regen das Eishockeyjahr 2019. Jetzt dürfen Mannschaft und Trainer erstmal in Ruhe Silvester feiern und das neue Jahr begießen. Am kommenden Freitag und Samstag geht es dann schon wieder mit zwei Auswärtsspielen weiter. Auch wenn das Jahr wechselt, das Ziel von Schwarz-Gelb bleibt das gleiche: Aufstieg in die Landesliga. Der Weg dahin ist noch lange und durchaus noch schwer. Aber gemeinsam möchte man den Traum nicht nur leben, sondern ihn auch am Ende verwirklichen.

SG Schliersee 1b / Miesbach 1c erwies sich lange als harter Brocken

Reichlich Mühe hatten die Germeringer am letzten Freitag beim Auswärtsspiel gegen die SG Schliersee 1b / Miesbach 1c. Über 40 Minuten bissen sich Reichel und Co. die Zähne vor dem Tor der Hausherren aus. Das lag nicht nur daran, dass die Rot-Weißen immer nah bei ihren Gegenleuten standen, die SG kam auch immer wieder mit Tempo aus der eigenen Zone mit Zug auf das Tor von EVG-Goalie Severin Dürr. Die knappe 0:2 Führung für Germering zum zweiten Pausentee war daher absolut leistungsgerecht. Im Schlussabschnitt schwanden allmählich die Kräfte beim Team von Ivan Horak, so konnten die Wanderers ihren Vorsprung innerhalb von sieben Minuten auf 0:6 ausbauen. Unter den Torschützen fand man an diesem Abend auch Stürmer Marcus Mooseder wieder, der nach gut sechswöchiger Verletzungspause in die Mannschaft zurückkehrte.

Bezirksliga-Viertelfinale: Spiel 1 geht an die Wanderers

Es dauerte zwar fast zehn Minuten im Spiel gegen den ERC Regen, doch spätestens von dem Zeitpunkt an war klar, dass sich Germering an diesem Abend nur selbst hätte schlagen können. Auch wenn das Vorisek-Team die ersten drei Spielminuten komplett verschlief und die Gäste aus dem Bayerischen Wald mit 0:1 in Führung gingen, konnten die „Red Dragons“ über die komplette Spiellänge gesehen das Tempo der Hausherren nicht mitgehen. Auch die spielerische Hoheit lag klar bei den Schwarz-Gelben. Gerade im zweiten Drittel erspielte man sich Chance um Chance, leider aber ohne Erfolg. So kam es schließlich wie es kommen musste. Einmal in der Defensive die Ordnung verloren und Regen traf zum zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich. Das war womöglich eine Initialzündung für den EVG, denn nur 13 bzw. 36 Sekunden später brachten Nico Rossi und Simon Bogner die Heimmannschaft mit einem Doppelschlag wieder in Front. In den letzten 20 Minuten sahen die rund 300 Zuschauer im Germeringer Polariom das gewohnte Bild. Die Wanderers am Drücker, aber bis zur 53. Minute ohne Nennenswertes für den Spielberichtsbogen. Beim ERC war die Luft mittlerweile raus und so schraubten die Münchner Vorstädter das Ergebnis noch mit sehenswert herausgespielten Toren zum 8:2 Endstand in die Höhe.
Am kommenden Freitag kommt es in der idyllischen Kreisstadt im Bayerischen Wald bereits zum Rückspiel. Das Vorisek-Team wird beim angestrebten Ziel Bayernkrug-Halbfinale von einem Fanbus unterstützt (Verbindliche Anmeldungen werden unter Angabe des Vor- und Nachnamens unter fanbus@wanderers-germering.de entgegengenommen). Abfahrt ist um 17 Uhr am Polariom, Kurzentschlossene können am besagten Freitag auch noch kurzfristig zum Bus kommen. Für das Team um Wanderers-Kapitän Quirin Reichel wird es wichtig sein, effizienter die Chance zu verwerten und die Scheibe schneller und geradliniger aus der eigenen Zone zu spielen, so dass individuelle und leichtsinnige Fehler minimiert werden. Denn eins ist nach dem Hinspiel klar. Wenn man die „Red Dragons“ spielen lässt, dann sind sie immer gefährlich. Sie warten regelrecht auf die Fehler des Gegners.

Nur einen Tag später sind die Wanderers erneut auswärts im Einsatz. Gegner ist der Münchner EK und gespielt wird im Eis- & Funsportzentrum West (Agnes-Bernauer-Straße 241, 81241 München). Vor heimischem Publikum haben „Die Luchse“ im bisherigen Saisonverlauf eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen. Zwei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften vor knapp einem Monat hat gezeigt, dass man u.a. auf Lukas Voit, Dominik Meierl, Nico Wischnewsky und Nikolas Schünemann ein besonderes Augenmerk legen sollte. Alle vier Akteure erweisen sich in der laufenden Bezirksliga-Saison besonders torgefährlich. Zudem dürfen sich die Münchner Vorstädter wieder auf einen körperbetonten und kämpferisch stark eingestellten Gegner einstellen.

Die Spiele gegen den ERC Regen haben eine besondere Brisanz. Germering und Regen sind nicht nur die vermeintlich stärksten Teams im Bayernkrug-Wettbewerb, der Modus um die Bayerische Meisterschaft bzw. den Aufstieg in die Landesliga lässt vermuten, dass es alles andere als unmöglich ist, dass beide Vereine im Playoff-Halbfinale wieder aufeinandertreffen und untereinander einen der insgesamt zwei Aufsteiger ausspielen.