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Wanderers wahren Minimalchance auf den Ligaverbleib

05.03.2018 um 09:27 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Schongau auf der Pole Position vor dem letzten Spielwochenende

Die Chancen auf den Klassenerhalt in der höchsten bayerischen Eishockeyliga sind für das Feilmeier-Team nach den vergangenen beiden Spielen auf das minimalste gesunken. Mit einer 2:5 Niederlage beim EHC Klostersee und einem 4:3 Heimsieg am Sonntag gegen den EV Pegnitz haben nun die Mammuts von der EA Schongau die besten Karten auf den Ligaverbleib. Aktuell haben die Wanderers zwar noch den 3. Tabellenplatz in der Verzahnungsrunden-Gruppe D inne mit drei Punkten Vorsprung auf Schongau, jedoch hat das Team von Trainer Roman Mucha ein Spiel weniger absolviert. Selbst bei Punktgleichheit würde am Ende die EAS, dank des besseren Torverhältnisses und des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Münchner Vorstädter, der glückliche Gewinner des brisanten Kopf-an-Kopf-Rennens sein. Germering hofft auf Schützenhilfe aus Reichersbeuern und Fürstenfeldbruck, ein eigener Sieg am nächsten Sonntag in Bad Wörishofen vorausgesetzt. Man hat es nicht mehr in der eigenen Hand, die Entscheidung aber bis zum letzten Spieltag vertagen können.

Auf der Pressekonferenz nach dem letzten Heimspiel der Saison 2017/2018 ließ Wanderers-Trainer Heinz Feilmeier die abgelaufene Spielzeit Revue passieren. Er blickt auf eine sehr schwierige Saison in Germering zurück. Aus seiner Sicht fehlte bei manchen Spielern über den kompletten Saisonverlauf  die Bereitschaft, Bayernliga spielen zu wollen. Ausschlaggebend für das nicht zufriedenstellende Eishockeyjahr war sicher auch die fehlende Tiefe im Kader, gefolgt von einer schlechten Trainingsbeteiligung. Als Trainer war es ihm nicht wirklich möglich, Automatismen zu entwickeln, Spielaufbau und Überzahl einzustudieren. Den unbedingten Willen, den massiven Umbruch innerhalb der Mannschaft mitzugehen und das Neue anzunehmen, daran hat es ihm im Kollektiv ebenfalls gefehlt. Phasenweise attestierte er seinem Team aber auch ansprechende Leistungen und gute Spiele, die Lust auf mehr gemacht haben. Für die Gegner war man letztlich durch die Abhängigkeit von wenigen Leistungsträgern zu ausrechenbar. An dieser Stelle hätte er sich von der gesamten Mannschaft mehr Verantwortungsbewusstsein und Kampfbereitschaft  gewünscht. Eine mannschaftliche Geschlossenheit war nie wirklich erkennbar. Er wird jedoch nochmal alle Kräfte mobilisieren und Möglichkeiten ausschöpfen, um den Klassenerhalt in der Bayernliga zu realisieren.

Nach dem spielfreien Freitag (Schongau spielt in Reichersbeuern) geht es für Germering am Sonntag zum Saisonfinale nach Bad Wörishofen. Die Wölfe sind abgeschlagener Tabellenletzter in der Verzahnungsrunde, man will aber den Fans im letzten Heimspiel der Saison  noch einmal eine gute Leistung zeigen. Den einzigen Sieg in der Abstiegsrunde feierten die Unterallgäuer Anfang Februar beim 12:6 gegen den SC Reichersbeuern. Die erfolgreichsten Scorer sind Michael Telesz, Patrick Münch und Jakob Schwarzfischer. Für das  Team um Wanderers Kapitän Daniel Kreß zählt nur ein Sieg, will man noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt haben. Mit einem Auge schaut man dabei immer auf den direkten Konkurrenten aus Schongau, der am Sonntag in heimischem Stadion auf den EV Fürstenfeldbruck trifft.  

Germering wäre nicht Germering, wenn sie ihre Fans nicht, wie so oft,  bis zum Schluss vor Spannung leiden lassen würden. Mit einem Pflichtsieg gegen Bad Wörishofen heißt es hoffen und bangen, was parallel in Schongau passiert. Wird am Ende ausgerechnet der ewige Landkreis-Rivale Fürstenfeldbruck zum alles entscheidenden Faktor für die Wanderers werden? Vor dem Eishockeysommer freuen sich Mannschaft und Trainer noch einmal über zahlreiche und lautstarke Unterstützung in der Ferne.