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Wanderers Kleinschüler (U12), Bayreuth 03.02.2018

11.02.2018 um 16:49 Uhr von Andreas
Nach zwei Wochen machten sich die Kleinschüler der Wanderers erneut auf den weiten Weg nach Bayreuth. In der Qualifikationsrunde somit das letzte Spiel gegen die Oberfranken. Erneut sollte die Busfahrt zum "Tigerkäfig" um 6:30 Uhr beginnen. Diesmal starteten wir allerdings mit über 30 Minuten Verspätung weil unser Trainer verschlafen hatte. Dennoch erreichten wir pünktlich Dank einer günstigen Verkehrslage unser Ziel.

Beide Teams lieferten sich in den ersten Minuten einen Schlagabtausch. Die erste gefährliche Situation für Bayreuth ' s Torhüter war in der fünften Spielminute durch einen schnellen Konter der Wanderers. Im Gegenangriff hatte man Mühe, konnte den Anlauf aber vereiteln. In der siebten und achten Minute hielten Germerings Spieler die Scheibe lange im Angriffsdrittel. Der EHC Bayreuth bekam keine Kontrolle, der Puck war permanent spielbar und dennoch gelang den Wanderers kein Treffer. Das Überzahlspiel in der 10./11. Minute konnten Germerings Reihen nicht nutzen. Es war sogar so, dass Bayreuth in Unterzahl die gefährlichere Mannschaft war und gleich zweimal unserem Keeper ordentlich Arbeit bescherte. Bei 10:20 auf der Uhr nutzten die Wanderers im Gegenangriff ihren Geschwindigkeitsüberschuss aus. Der Abpraller von der Torhüterschiene konnte im Nachgang über die Torlinie gearbeitet werden (1:0). Weiterhin erarbeiteten sich beide Teams gute Torchancen, hielten ihre Positionen und boten sehenswertes Eishockey. Es blieb beim 1:0 bis zur ersten Pause.

Voll motiviert starteten die Mannschaften in den zweiten Spielabschnitt. Nach Bullygewinn erarbeiteten sich Germerings Reihen gleich zwei tolle Torchancen und machten dem oberfränkischen Goalie Druck. Dieser hielt jedoch sein Team im Spiel. Erst zwei Minuten später punktete Germering erneut. Der Stürmer fand keine Anspielposition und lupfte daher selbst die Scheibe aus kurzer Distanz ins Netz zum 2:0. Der EHC Bayreuth hatte sichtlich Probleme ins Spiel zu kommen, verlor oft Zweikämpfe und konnte nur wenige Angriffe zu Ende fahren. Der Trainer auf der gegnerischen Spielerbank versuchte lautstark sein Team anzuleiten, mehr Spielanteile hatten jedoch die Kleinschüler aus Germering. In der 25. Minute packten die Wanderers wieder ein paar tolle Tricks aus. Bei einem sehenswerten Angriff hielt man den Puck sehr lang im Angriffsdrittel. Leider kamen nur wenige Pässe an und so nahm man sich selbst sehr gute Chancen. Drei Minuten später hätten die Hausherren beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Die Scheibe rutschte dem Germeringer Schlussmann unten durch, blieb aber vor der Torlinie liegen. Zum Nachstochern waren die Oberfranken zu weit weg und auch der Unparteiische sah die Scheibe nicht frei und pfiff zum Bully ab. Erst Glück bei einem Bayreuther Angriff und dann ein schneller Konter eine halbe Minute später bescherte den Wanderers das 3:0. Zur Mitte des Spiels schickten die Wanderers einen Mitspieler mit einem guten Paß vor das gegnerische Tor. Leider traf dieser die Hartgummischeibe nicht richtig und konnte nicht punkten. Der Wanderers - Zug nahm in dieser Spielphase immer mehr an Fahrt auf und man verlor kaum die Scheibe. In der 32. Minute schoss man unglaubliche acht Mal auf das Gehäuse des EHC Bayreuth bis der Puck endlich den Weg am Torhüter vorbei fand. Vor dem 4:0 hatten die mitgereisten Fans förmlich Herzrasen nachdem unzählige Schüsse nicht zum Erfolg führten. Ein fataler Wechselfehler in der 45. Minute sorgte für unnötige Spannung. Völlig allein stürmte ein Gegenspieler auf das Tor zu. Glücklicherweise versprang ihm die Scheibe und er geriet hinter das Gehäuse. Gerade noch rechtzeitig waren die Wanderers dann doch noch zur Stelle um ihren Torwart zu unterstützen. Aus dem blitzschnellen Gegenangriff resultierte das 5:0. Aus dem Gefühl von Sicherheit heraus verlor man den Puck und ließ den Gastgebern zu viel Raum. Die Strafe folgte knapp eine Minute später mit einem schnellen Paß vor das Tor und einem erfolgreichen Abschluß (5:1). Anderthalb Minuten später kam die Antwort. Mit einem Kraftakt holten sich die Wanderers die Scheibe zurück und erzielten im zweiten Anlauf das 6:1. Bei 18:21 auf der Uhr verkürzte der EHC Bayreuth auf 6:2. Ein Rebound erwischte den Germeringer Goalie eiskalt in einer Seitwärtsbewegung nachdem er den ersten Schuß noch erfolgreich entschärfte. Mit dem 4-Tore-Vorsprung ging es in die letzte Pause.

Die Gastgeber kamen mit mehr Schwung aus der Kabine. Die Wanderers dagegen leisteten sich zu Beginn des letzten Spielabschnitts zu viele ungenaue Pässe und bescherten den Gegnern somit mehrere Angriffsmöglichkeiten. Im Konter ließ man sich sogar überlaufen und die Oberfranken verkürzten in der 46. Minute auf 6:3. Der vermutlich sicher geglaubte Sieg war aber alles andere als sicher. Es dauerte fast zwei Minuten bis Germering wieder konzentriert zu Werke ging und das 7:3 erzielte. Den Konter vereitelte unser Keeper mit einem tollen, zu diesem Zeitpunkt enorm wichtigen Safe. Kurz darauf überquerte im Gegenzug der Puck die Bayreuther Torlinie nicht vollständig, was aus Sicht der Wanderers sehr ärgerlich war. Noch ärgerlicher war jedoch, daß man den Gastgebern zu viel Platz für ihr Spiel ließ. Mit einem schnellen Zuspiel brachten sie sich in eine optimale Schußposition und verkürzten auf 7:4. In der 51. Minute hatten die Hausherren die nächste gefährliche Torchance. Es war sehr viel Unruhe im Spiel der Wanderers. Selbst als der EHC Bayreuth in Unterzahl spielen musste schienen sie einen Tick gefährlicher zu sein. Jetzt war extrem viel Spannung im Spiel. Beide Seiten kämpften mit vollem Einsatz und sorgten bei den Zuschauern für erhöhten Blutdruck. In der vorletzten Spielminute pfiff der Schiedsrichter zu allem Überfluss noch ein Icing, obwohl der Germeringer Stürmer eindeutig vor der roten Linie schneller am Puck war. Den Bully konnte Bayreuth jedoch nicht für sich nutzen. In den letzten Sekunden feuerten die Wanderers noch einmal auf den gegnerischen Kasten. Der Torhüter fischte jedoch mit einer guten Parade den Puck heraus. Nach dem Schlußsignal fielen sich die Wanderers in die Arme und ließen ihren Schlußmann Luca hoch leben. Die mitgereisten Fans feierten Ihre Mannschaft ordentlich.

Ein herzliches Dankeschön an den EHC Bayreuth und seine Helfer für die Gastfreundschaft.
(af)