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Wanderers bleiben die Nummer 1 im Landkreis

05.02.2018 um 12:45 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Heimspiel gegen Bad Wörishofen beendet die Hinserie der Verzahnungsrunde

Ersatzgeschwächt trat die Mannschaft um Wanderers Coach Heinz Feilmeier am vergangenen Freitag bei der EA Schongau an. Nach einem verschlafenen ersten Drittel und einem 0:3 Rückstand zur ersten Pausensirene, drehten die Münchner Vorstädter in den zweiten 20 Minuten auf, trafen aber das Tor nicht, stattdessen nutzten die Mammuts ihr einzigen beiden Abschlüsse auf den Kasten von Goalie Martin Hauser zu einem Torerfolg. Im Schlussdrittel passierte nicht mehr viel, so stand am Ende eine 0:5 Niederlage auf der Anzeigentafel, mit welcher der Germeringer Fan nicht wirklich gerechnet hätte.

Am darauffolgenden Sonntag stand ein echtes Highlight für alle Eishockeyfreunde im Terminkalender. Im Landkreis ist das Duell zwischen Germering und Fürstenfeldbruck die Mutter aller Derbys. Zehn Jahre haben beide Fanlager sehnsüchtig auf eine Neuauflage des Revierderbys gewartet. Bereits in der Vergangenheit waren diese Aufeinandertreffen von vielen Emotionen geprägt und boten dem gesamten Landkreis ein unvergessliches Eishockeyerlebnis. So auch beim diesjährigen Aufeinandertreffen. Rund 800 Zuschauer fanden den Weg ins Germeringer Eisstadion und boten dem einmaligen Spektakel eine gebührende Kulisse. Das Spiel zeigte  alles, was man sich im vornherein erhofft hatte: schöne Tore, rassige Zweikämpfe, Spannung und Emotionen.
Fürstenfeldbruck war der erwartet schwere Gegner und so konnten die Schwarz-Gelben erst zum Ende des ersten Drittels die erstmalige Führung erzielen. Der zweite Spielabschnitt war geprägt von vielen Nickligkeiten und damit verbundenen Strafzeiten, die Fürstenfeldbruck eindrucksvoll zum zwischenzeitlichen Ausgleich für sich zu nutzen wusste. Als der Gästespieler Sven Mönch nach einem Stockstich eine Spieldauerstrafe gegen sich ausgesprochen bekam, beschleunigten die Wanderers schlagartig wieder das Tempo und wurden effektiv. Tore von Florian Fischer und Christian Czaika stellten den alten 2-Tore-Vorsprung aus dem ersten 20 Minuten wieder her. Das 5:2 durch Christian Birk beendete letztlich den zweiten Spielabschnitt. Im letzten Drittel behielten die Münchner Vorstädter durchgehend die Kontrolle, schossen zwei Tore und ließen die Landkreisnachbarn aber noch einmal jubeln. Am Ende stand jedoch ein alles in allem verdienter 7:3 Derbysieg zu Buche, den das Team um Wanderers Kapitän Daniel Kreß ausgiebig und lautstark mit ihren Anhängern feiern konnte.

Zum Abschluss der Hinserie in der Verzahnungsrunden-Gruppe D sind die Germeringer nur einmal im Einsatz. Am kommenden Freitag gastieren die Wölfe vom EV Bad Wörishofen im Polariom. Alles andere als ein Sieg gegen die Mannschaft aus dem Thermenort wäre eine faustdicke Überraschung. Lediglich ein Sieg aus sechs Spielen hat man erspielen können, doch die Wanderers sollten gewarnt sein. Das Team um Trainer Andreas Schweinberger erweist sich trotz dem vorletzten Tabellenplatz in der Abstiegsrunden-Gruppe als unangenehm zu bespielende Mannschaft. Fürstenfeldbruck, Pegnitz und Kempten bot man lange Zeit die Stirn und stellte die Gegner immer wieder vor Probleme. Ein Selbstläufer wird es für den EVG demnach bestimmt nicht, trotz der Favoritenrolle. Die torgefährlichsten Akteure sind der Tscheche Michal Telesz, Patrick Münch und Jakob Schwarzfischer.

Für die Wanderers beginnt die heiße Phase und der entscheidende Kampf um Platz 2 oder 3 in der Verzahnungsrunden-Gruppe. Platz eins wird dem EHC Klostersee bei deren Konstanz wohl nicht mehr zu nehmen sein. Bedeutet, dass die Entscheidungen zwischen Pegnitz, Schongau, Kempten und Germering fallen. Daher dürfen sich die Schwarz-Gelben keine Blöße mehr geben. Mit dem Schwung aus dem Derbysieg hofft man, dass der ein oder andere neue Zuschauer am Freitag wieder den Weg ins Polariom findet.