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Wanderers Kleinschüler (U12), Bayreuth 20.01.2018

21.01.2018 um 17:42 Uhr von Andreas
Samstag, der 20.01.2018. Germering, 6:30 Uhr Abfahrt am Polariom in Richtung Bayreuth. Mehrfach standen wir während der Fahrt auf der Autobahn A9 im Stau. Der kurze Wintereinbruch der letzten Nacht und der damit verbundene Schnee sorgte für Irritationen bei einigen Verkehrsteilnehmern. Als wir kurz vor Bayreuth erneut in einen Stau gerieten, sorgte dies für Nervosität, da man befürchtete nicht pünktlich anzukommen.
Glücklicherweise löste sich die Behinderung schnell auf und unser Bus kam pünktlich, knapp eine Stunde vor Spielbeginn (11:00 Uhr) am Bayreuther Eisstadion an.

Zu Beginn der Partie agierten beide Teams noch zurückhaltend, tasteten sich langsam ab und versuchten ins Spiel zu kommen. Es dauerte fast vier Minuten bis die Kleinschüler aus Germering das erste Mal mit Nachdruck in Richtung des Bayreuther Tores feuerten. In der Anfangsphase leisteten sich die Wanderers zu viele unerlaubte Weitschüsse und verhagelten sich jede Möglichkeit auf einen Angriff bzw. eine Torchance. In der 13. Minute reichte dem EHC Bayreuth ein schneller Anlauf um mit 0:1 in Führung zu gehen. In Minute 18 aus einer Überzahlsituation heraus erhöhten die Gastgeber auf 0:2, eine Minute später sogar auf 0:3 (zugleich auch Zwischenstand nach dem ersten Spielabschnitt). Im Nachhinein hatten die Hausherren in der zweiten Hälfte des ersten Drittels deutlich mehr Spielanteile, die Wanderers kamen einfach nicht ins Spiel.

Eine Minute nach Beginn des Mitteldrittels schossen die Kleinschüler aus Germering nicht konsequent genug auf den gegnerischen Kasten und verspielten ihre Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer. In der 23. Spielminute erhöhten die Oberfranken mit einem kräftigen Schuss von der blauen Linie auf 0:4. Etwa bei Halbzeit (27 Min.) gelang den Wanderers der langersehnte Anschlusstreffer (1:4). Nach einem Konter und zwei schnellen Pässen platzierten die Wanderers die Scheibe im gegnerischen Netz. Nur fünf Minuten später spielte sich der EHCB im Germeringer Drittel fest und kontrollierte die Scheibe. Die Verteidiger waren kurzzeitig überfordert. Vom Schlussmann der Wanderers wurden im Sekundentakt schnelle Reaktionen abverlangt. Zwei schnelle Schüssen hintereinander waren schließlich zu viel. Germerings Goalie konnte aus der Seitwärtsbewegung heraus nicht mehr reagieren und musste hinter sich greifen (1:5).
Wie im ersten Drittel leisteten sich die Germeringer zu viele Fehlpässe und unerlaubte Weitschüsse. Dies eröffnete den Hausherren viele Möglichkeiten um einen Angriff zu starten. In der 38 Minute verletzte sich ein Germeringer Spieler nach Foul durch einen heftigen Einschlag in der Bande. Nach Stabilisierung des Nackenbereichs wurde der Verletzte vom Eis transportiert und mit dem Rettungswagen ins nächste Krankenhaus gefahren. Der gegnerischer Spieler wurde mit 5 Minuten plus Spieldauer bestraft. Die Drittelpause wurde bedingt durch die längere Spielunterbrechung vorgezogen.

Weitergespielt wurde bei einer Anzeige von 37:45 Minuten auf der Uhr. Die Wanderers begannen ihr fünfminütiges Überzahlspiel. Nach knapp einer gespielten Minute verkürzten die Germeringer Kleinschüler auf 2:5. Mit einem unnötigen Icing, wie schon so oft zuvor in dieser Begegnung, schienen bereits wieder alle Chancen im Keim erstickt zu sein. Überraschenderweise erzielte man doch noch mit einem blitzschnellen Angriff das 3:5 in der letzten Sekunde vor Ablauf der zweiten Drittelzeit.

Wenige Sekunden später wurde der Bully zum Beginn des letzten Spielabschnitts ausgeführt. Die Wanderers bissen die Zähne zusammen und mobilisierten alle Kräfte. Der EHC Bayreuth leistete sich individuelle Verteidigungsfehler und Germering nahm dankend an. Mehrfach brachte man die Scheibe in Richtung des gegnerischen Kastens und verkürzte schließlich in der 43. Minute auf 4:5. Das Überzahlspiel wurde optimal genutzt, es war viel Bewegung im Spiel und damit auch auf den Zuschauerrängen. Die Chance zum Ausgleich schien zum Greifen nah. Teilweise wildes Gestochere vor dem Tor reichte aber nicht aus um den Puck über die Torlinie zu arbeiten. Es wurde richtig spannend. Gute Leistung und viel Glück waren nötig um sich der Vielzahl von Torchancen zu erwehren. In der 51. Minute trafen die Bayreuther glücklicherweise nur den Pfosten. In den folgenden Minuten war deutlich mehr Unruhe im Spiel der Gastgeber und diese leisteten sich plötzlich sehr viele Fehlpässe und unerlaubte Weitschüsse. Die Wanderers taten sich schwer die Scheibe in Richtung des oberfränkischen Tores zu bringen. Der EHCB begann in der 57 Minute einen weiteren Fehler und wurde postwendend mit dem Ausgleich zum 5:5 bestraft. Jetzt brachen alle Dämme. Beide Teams gaben Alles. Die Torhüter beider Seiten waren nun gefordert. Jeder Puckverlust hätte über Sieg oder Niederlage entscheiden können. In der letzten Minute endete ein Angriff mit einem Pfostenschuss am Bayreuther Gestänge. Das Publikum hielt es sprichwörtlich nicht mehr auf den Sitzen. Das Schlußsignal beendete schließlich alle Bemühungen und beide Mannschaften schienen erleichtert mit jeweils einem Punkt die Partie beenden zu können. Die Wanderers waren völlig aus dem Häuschen, nach dem deutlichen Rückstand mit einem Unentschieden aus dem Wettstreit gekommen zu sein.

Nach einem längeren Zwischenstopp am Bayreuther Krankenhaus, bis zum Eintreffen eines Elternteils des verletzten Wanderers Spielers, trat man schließlich verspätet die Heimreise an. Nach der Diagnose, glücklicherweise nur Prellungen und Gehirnerschütterung, musste der Mitspieler in der Ferne zurückgelassen werden. Auf diesem Wege vom gesamten Team und allen Eltern nochmal gute Besserung!
(af)