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Wanderers eröffnen Eishockeyjahr 2018

01.01.2018 um 17:40 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Pegnitz und Erding sind die ersten Gegner

Im Heimspiel gen die Höchstadt Alligators verloren die Münchner Vorstädter mit 4:7. Wer das Sagen haben würde, machte Höchstadt schnell deutlich, auch wenn Nico Rossi in der Anfangsphase eine 1:0 Führung der Gäste zwischenzeitlich zum Gleichstand egalisieren konnte. Der HEC diktierte das Geschehen, selbst in Überzahl strahlte Germering kaum Gefahr aus. Der Spielstand geht letzten Endes in der Höhe in Ordnung.

Am Freitag sind die Wanderers zu Gast im Freiluftstadion des EV Pegnitz. Die Ice Dogs ohne Markus Schwindl war über Jahrzehnte nicht vorstellbar. Jetzt hat der Torjäger mit 42 Jahren wegen zunehmender Knie- und Rückenprobleme seine einzigartige Karriere beendet. Darüber hinaus hat sich im Kader der Ice Dogs im vergangenen Sommer einiges getan, zehn neue Spieler nahm man unter Vertrag. Wie eine Bombe hat der Wechsel von Daniel Sikorski eingeschlagen, war dieser doch 14 Jahre lang das Gesicht und der Kapitän des Höchstadter EC. 2014 zum besten Verteidiger der Bayernliga gewählt, soll der 39-Jährige mit seiner Oberliga-Erfahrung die durch den Abgang von Simon Bogner (Amberg), Robert Fritsche und Florian Müller (EHC Bayreuth) sowie Sven Rothemund (Bad Aibling) dezimierte Abwehr stabilisieren. Mithelfen soll der kurzfristig nachverpflichtete 33-jährige Daniel Sevo vom Oberligisten Blue Devils Weiden, ein gebürtiger Bayreuther, der unter anderem in Nürnberg und Hamburg DEL-Erfahrung gesammelt hat. Obwohl neben Schwindl auch Oleg Seibel (Höchstadt) nicht mehr zur Verfügung steht, gibt es im EVP-Sturm sehr viel Potential. Vom Letten Kercs, dem vorjährigen Top-Scorer, erwartet er einen weiteren Leistungsschub. Helfen soll ihm dabei der 31-jährige Pierre Kracht von den Crocodiles Hamburg (Oberliga Nord), der in fast allen deutschen Ligen Erfahrung gesammelt und in der Saison 2006/2007 für die Iserlohn Roosters sechs Partien in der DEL bestritten hat. Das Hinspiel gewannen die Schwarz-Gelben deutlich mit 8:4.

Derbytime heißt es dann zwei Tage später im Germeringer Polariom. Das Feilmeier-Team empfängt die Erding Gladiators in eigener Halle. In der vergangenen Saison schloss die Mannschaft von Erdings Coach Thomas Vogl die Vorrunde als Tabellenzweiter ab, verfehlten dann aber als Vierter der Gruppe B in der Verzahnungsrunde die Playoffs. Die Gladiators bauen im Großen und Ganzen auf den Kader des Vorjahres. Die wenigen Abgänge wurden durch erfahrene Akteure wie Alexander Rauscher (Dorfen), Stephan Hiendlmayer (Höchstadt), Philipp Michl (Landshut) oder der in der Vorsaison für Germering stürmende Dominik Retzer ersetzt. Auf die Besetzung der Ausländerpositionen wurde bisher bewusst verzichtet, nachdem der letztjährige Torjäger der Gladiators, der Tscheche David Michel nach Moosburg gewechselt war. Dennoch verfügen die Gladiators gerade im Sturm noch über enorm viel Potential wie Topscorer Daniel Krzizok oder auch die beiden Ex- Pfaffenhofener Philipp Spindler und Marco Deubler. Allerdings hat Erdings Coach Thomas Vogl immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen, sicherlich mit ein Grund dafür, dass sein Team noch nicht richtig in Schwung gekommen ist. Darauf reagierten die Verantwortlichen vor gut zwei Wochen, indem sie Mathias Jeske und Lukas Krämmer vom Ligakonkurrenten Moosburg verpflichteten. Die Gladiators zählen zu den fairsten Teams der Liga und haben bisher die wenigsten Strafzeiten aller Vereine hinnehmen müssen. Die Wanderers wollen das Derby vor heimischen Publikum unbedingt gewinnen.

Während die lange Auswärtsfahrt am Freitag nach Franken wohl nicht jeder treue Fan auf sich nimmt, verspricht das Derby gegen Erding eine packende Kulisse mit zahlreichen und lautstarken Gästefans. Hier heißt es nicht nur Paroli zu bieten, sondern klar zu machen, wer Herr im Haus ist und das Spiel mehr gewinnen will.