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Überraschendes 6-Punkte-Wochenende sorgt für freudige Gesichter im Wanderers-Lager

06.01.2014 um 13:40 Uhr von Markus Degenhardt

Viel besser kann man in das neue Jahr 2014 wohl nicht starten. Nach der kleinen Überraschung am Freitag folgte in Dorfen die Nächste. Und was für eine! Trotz der drei schwerwiegenden Ausfälle von Daniel Rossi, Christian Czaika sowie Harald Nuss, wodurch die komplette erste Reihe ausfiel, gewann man vollkommen unerwartet und vor allem in der Höhe völlig überraschend mit 6:2 beim ESC.

Rund 40 Germeringer Fans machten sich auf den Weg nach Dorfen, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Immer wieder schrien sie ihre Mannschaft nach vorne und glaubten auch nach einem Rückstand noch an ihre Mannschaft. Pech hatten die Mannen um Trainer Sebastian Wanner gleich zu Beginn. Das Torgehäuse scheint es den Wanderers an diesem Wochenende besonders angetan zu haben und so ertönte nach gerade einmal zwei gespielten Minuten, nach einem Schuss von US-Boy Ryan Smith, die Latte. Eine unnötige Strafzeit kurze Zeit später sollte früh bestraft werden. Eispiraten-Verteidiger Rauscher brachte seine Farben nach nur fünf Minuten in Führung. Mit diesem Rückstand ging man schließlich in die Pause und Erinnerungen an das Freitagspiel wurden wach. Auch da lag man zum ersten Pausentee mit 0:1 zurück und kam eindrucksvoll zurück in die Partie – so auch diesmal. Nur drei Minuten dauerte es, bis Sven Goblirsch auf Zuspiel von Ryan Smith und Michel Feike den Ausgleich markieren konnte.  Danach ging es Schlag auf Schlag: Lediglich zwei Minuten später lief Geburtstagskind Martin Dürr auf Torhüter Andreas Tanzer zu. Den ersten Schuss konnte der ESC-Schlussmann noch mit dem Schoner parieren, jedoch geriet der Abpraller erneut vor Dürr, der ihm beim zweiten Versuch keine Chance ließ. Doch die erstmalige Führung in der Partie hielt nicht lange. Auch das zweite Unterzahlspiel der Wanderers nutzte der Gastgeber gnadenlos aus. Wieder war es ein Verteidiger, der Dorfen zurück in die Partie brachte. Was die Anderen können, können wir auch, dachten sich Frederik Hoffmann und Ryan Smith und nutzten noch im selben Spielabschnitt zwei Strafzeiten der Eispiraten rigoros aus. Ein Tor für die Galerie erzielte dabei Frederik Hoffmann zum so wichtigen erneuten Führungstreffer. Aus der Luft nahm er die Hartgummischeibe an, verlagerte Tanzer auf die falsche Seite und verwandelte eiskalt im Kreuzeck zum Jubel der mitgereisten Wanderers-Fans. Luftanhalten hieß es jedoch kurz vor dem Ertönen der zweiten Pausensirene. Trotz einem Mann mehr auf dem Eis schafften es die Eispiraten, gleich mit zwei Spielern alleine vor Daniel Klein aufzutauchen und trafen im Konterversuch zum Glück der Gäste nur den Pfosten. Ausgleichende Gerechtigkeit könnte man meinen, denn auch die Wanderers trafen bereits zweimal an diesem Abend den Torrahmen. Somit ging man schließlich mit einer zwei-Tore-Führung in den Schlussabschnitt und hatte weiterhin mehr vom Spiel. „Germering hat uns heute gezeigt, wie man kämpft“, äußerte sich Spielertrainer Thomas Vogl auf der Pressekonferenz. Dass sie den Dorfnern dadurch die Lust am Spiel nahmen, zeigte sich vor allem in den letzten 20 Minuten. Nur noch wenig Gegenwehr bekamen die Wanderers zu spüren, was sich auch im Ergebnis niederschlug. Eine abgelaufene Strafzeit machte sich Martin Dürr zu Nutze und stürmte von der Kühlbox schnurstracks Richtung Tanzer, der chancenlos blieb. Spätestens jetzt witterte man im Wanderers-Lager die Sensation und spielte konzentriert bis zum Ende weiter. Einmal sollte die tolle Leistung dann doch nochmal belohnt werden: Benedikt May stellte mit seinem dritten Treffer an diesem Wochenende den 6:2 Endstand her.

Sichtlich stolz äußerte sich Trainer Sebastian Wanner zum Spiel: „Ich kann mich bei meiner Mannschaft nur nochmal bedanken. Trotz der schwerwiegenden Ausfälle, die mir vor der Partie durchaus Kopfschmerzen bereitet haben, haben sie 60 Minuten lang gefightet und sich schließlich dafür belohnt.“