Das nötige Quäntchen Glück erzwungen

11.12.2017 um 18:52 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Am Sonntag steigt das Keller-Duell im Germeringer Polariom

In einer stark umkämpften und vom Niveau her aber sehr überschaubaren Freitagspartie, ging das Team um Wanderers Coach Heinz Feilmeier verdient mit einem 5:3 Sieg vom Eis. Die lediglich mit 13 Feldspielern angereisten Pfaffenhofener boten Germering lange Zeit einen harten Kampf, jedoch erwiesen sich die Münchner Vorstädter effektiver in der Chancenverwertung und brachten letztendlich den knappen Vorsprung ins Ziel. Im Vergleich zu den Vorwochen hatte der EVG dieses Mal das Scheibenglück auf seiner Seite, so war der 5:3 Siegtreffer durch Trainersohn Tobias Feilmeier das Resultat eines eigentlich verunglückten Passes in die neutrale Zone. Am vergangenen Sonntag jedoch musste sich Schwarz-Gelb den Riverrats im Geretsrieder Freiluftstadion deutlich mit 5:1 zu schlagen geben. Doch einfach machten es die Gäste dem Tabellenachten nicht. Die Wanderers erwiesen sich aber als hartnäckiger Widersacher und hatten mehrmals Chancen zurück ins Spiel oder gar zum Ausgleich zu kommen. Doch mit andauernder Spielzeit spielte der ESC abgeklärter und kam u.a. durch den Dreierpack des erst 20-jährigen Jonas Köhler zum verdienten Heimerfolg.

Am kommenden Wochenende ist das Feilmeier-Team nur am Sonntag im Einsatz. Gegner ist vor heimischen Publikum der EV Moosburg. Nach einem sehr schwachen Saisonstart berappelte sich das Team um EVM-Coach Dimitri Startschew und brachte sich durch Siege gegen Buchloe, Passau, Pfaffenhofen und Geretsried wieder in Schlagdistanz. Aktuell haben die Dreirosenstädter einen Punkt mehr auf dem Konto wie die Wanderers. Etliche Veränderungen gab es im Kader der Moosburger im zurückliegenden Sommer. Neben Christian Birk (Pfaffenhofen) verließen mit Rudi Lorenz (Erding), Alexander Feistl (Karriereende), Dominik Schindlbeck (Passau) und Christian Seidlmayer (Dorfen) wichtige Leistungsträger den Verein. Gefüllt wurden diese Lücken überwiegend mit jungen Talenten. Bekanntester und sicherlich auch wertvollster Neuzugang ist der Tscheche David Michel, der letzte Saison mit 50 Punkten in 25 Spielen für Erding einer der Topscorer der Liga war. Nach eineinhalb Jahren beim Oberligisten EHC Waldkraiburg kehrt Torhüter Thomas Hingel zu den Grün-Gelben zurück. Auf Grund des Masterstudiums in Landshut wollte Hingel in der Region Eishockey spielen und beim EVM kann er nur eine wichtige Schlüsselfigur werden. Nachdem er bislang in verschiedenen Trikots anderer Vereine immer gegen den EV Moosburg spielte, schlüpft er im Alter von 30 Jahren erstmals in das Trikot der Dreirosenstädter: Die Rede ist von Abwehrmann Marc Lenczyk. Der Burgkirchener kommt von Liga-Konkurrent ESC Dorfen, wo er in der abgelaufenen Spielzeit vier Tore selber schoss und fünf vorbereitete. Zudem verpflichteten die Verantwortlichen jüngst zum 01.12. Stürmer Max Retzer vom EV Landshut. Der 20-Jährige stand rund 50 Mal im des EVL, hat den Sprung in die Oberliga aber nicht geschafft. Mit seinem Wechsel nach Moosburg setzt der Landshuter eine Familientradition fort: Sein Vater Benno Retzer hat in den 90er Jahren für den EVM gespielt, seine beiden Onkel Gerd und Rudi bereits in den 70er Jahren.

Auch wenn die Wanderers auf wiedererstarkte Moosburger treffen, sind drei Punkte vor heimischen Publikum fest eingeplant. Dabei bedarf es einer konzentrierten und aufopferungsvollen Leistung, ein Selbstläufer wird es auf keinem Fall. Mit der Unterstützung ihrer treuen Anhänger sollen die Punkte in Germeringer bleiben.