Heinz Feilmeier neuer Bayernliga-Trainer

06.05.2017 um 06:16 Uhr von Markus Degenhardt

Der neue Wanderers-Coach Heinz Feilmeier (links) neben Andreas Daschner (FFB Tagblatt) und Florian Winhart (rechts) auf der diesjährigen Pressekonferenz.

Wanderers stehen offiziell als Nachrücker fest

Rund sieben Wochen sind seit dem letzten Relegationsspiel in Bad Kissingen vergangen. Gerne hätte man in Germering eine von Misserfolg geprägte Saison versöhnlich beendet. Stattdessen machten die Unterfranken den Wanderers einen Strich durch die Rechnung und sorgten dafür, dass der Traditionsverein vor den Türen der Landeshauptstadt nach sieben Jahren Bayernligazugehörigkeit in Folge als sportlicher Absteiger in die Landesliga feststand.

Recht schnell wurde in Fankreisen und diversen Medien über einen möglichen Klassenverbleib am grünen Tisch spekuliert. Grundlage dafür war der sportliche Abstieg des sächsischen Vereins EHV Schönheide 09 aus der Oberliga Süd. Denn die Sachsen sind im Falle eines Abstiegs nicht in der Bayernliga, sondern in der Regionalliga West beheimatet. Seit wenigen Tagen herrscht für die Verantwortlichen Gewissheit. Wie der bayerische Eissportverband mit einem Schreiben offiziell bestätigte, sind die Wanderers auch in der Saison 2017/18 für die Bayernliga qualifiziert und stehen damit als Nachrücker fest.

Unabhängig von der Ligazugehörigkeit haben die Verantwortlichen nach einer kurzen Verschnaufpause bereits mit den Planungen für die neue Spielzeit begonnen. Auf eigenen Wunsch hat Florian Winhart, der zur Mitte der letzten Saison das Amt von Alfred Weindl übernommen hatte, den Trainerposten verlassen und wird sich künftig anderen Aufgaben im Verein widmen. Sein Fachwissen kommt zukünftig der Koordination des Nachwuchskonzeptes zugute. Der Vorstand bedankt sich bei Florian recht herzlich für seine geleistete Arbeit und ist glücklich, seine Kompetenz auch weiterhin in den eigenen Reihen zu haben.

Damit begann früh nach der Saison die Suche nach einem neuen Coach. Fündig wurde man nun in Person von Heinz Feilmeier, der nicht nur das Amt des Trainers, sondern auch des sportlichen Leiters übernehmen wird. Lange Zeit war diese Position nicht besetzt und wurde zusätzlich zum operativen Geschäft durch den Vorstand übernommen. Ab sofort wird die sportliche Führungsrolle in neue Hände übergeben. Mit frischen Impulsen soll ein neuer Weg eingeschlagen werden, um die Wanderers sportlich wieder in ruhigere Fahrwasser zu manövrieren.

Der neue Mann an der Bande bringt viel Erfahrung mit in die Münchner Vorstadt. Der Familienvater aus der Nähe von Germering trainierte zu Beginn seiner Trainerlaufbahn über zehn Jahre den Nachwuchs von Landsberg und Augsburg, bevor er in Sonthofen seine erste Seniorenstation vorweisen konnte. Anschließend ging es für den 49-Jährigen für zwei Spielzeiten nach Pfaffenhofen, wo er in seinem ersten Jahr gleich Platz drei der Bayernliga-Vorrunde einfahren konnte. Mit zwei Zwischenstopps in Lindau und Nürnberg landete Feilmeier schließlich in Dorfen. Dort führte er die Mannschaft 2015/16 auf den zweiten Platz und machte mit dem Einzug in die PlayOffs eine Überraschungssaison perfekt. Dass dieser Erfolg nicht durch Zufall, sondern durch harte Arbeit zustande kam, bewiesen er und seine Mannschaft dieses Frühjahr mit dem Einzug in das Bayernliga-Viertelfinale.

Feilmeier selbst äußerte sich wie folgt zu seinem Wechsel in die Münchner Vorstadt: „Die Herausforderung in Germering reizt mich sehr. Ich freue mich darauf, als ein Teil vom Ganzen den Wanderers mit meiner Erfahrung und meinen Ideen mehr Leben zu verleihen und ihnen zu einem Aufschwung zu verhelfen. Den Verein beobachte ich aufgrund meiner wohnlichen Nähe und den vielen gemeinsamen Jahren in der Bayernliga schon sehr lange. Außerdem kenne ich einige Personen aus dem Umfeld, mit denen immer ein freundschaftlicher und herzlicher Austausch stattfand. Ich bin davon überzeugt, dass man in Germering trotz der letzten beiden schwierigen Jahre Schritt für Schritt etwas bewegen kann. Potential dazu ist vorhanden, wenn dafür alle gemeinsam an einen Strang ziehen. Wichtig ist mir eine gute Mischung aus einheimischen und leistungsstarken fremden Spielern, durch die ein gesunder Konkurrenzkampf gefördert wird und der Spaß am Eishockey zurückkommt. Auch aus dem Nachwuchs können junge und ehrgeizige Spieler an die Bayernliga-Mannschaft herangeführt werden. Denn der Verein leistet gute Nachwuchsförderung, was gut zu meiner Philosophie passt.“

Aktuell werden bereits erste Gespräche mit Spielern geführt und es ist in den kommenden Tagen und Wochen mit ersten Erfolgen zu rechnen.