Germering hofft weiter auf den Klassenerhalt

06.03.2017 um 17:41 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Wanderers treffen in der Relegation auf Bad Kissingen

Die Mannschaft um Wanderers Coach Florian Winhart darf weiter vom Klassenerhalt in der Bayernliga träumen. Nach einem 4:1 Sieg am Freitagabend gegen den EV Moosburg im heimischen Polariom, spielt man nun in der Relegation gegen den EC Bad Kissingen. Die Unterfranken verloren am vergangenen Wochenende das Landesliga Playoff-Finale gegen den EV Füssen in zwei Spielen (4:8 und 1:3). Dass Germering in letzter Sekunde den Sprung auf Platz 5 der Abstiegsrunde geschafft hat, war das Ergebnis einer disziplinierten und hoch konzentrierten Leistung. Das Team um Kapitän Markus Koch hat es auf eindrucksvolle Weise geschafft, eine gute und großteils dominierende Performance aufs Eis zu bringen. Lediglich die Chancenauswertung war wie so oft in dieser Spielzeit ausbaufähig und Grund dafür, dass man nicht noch ein paar Tore mehr geschossen hat. Nun geht der Blick nach vorne auf die anstehenden Relegationsspiele gegen die Wölfe aus Bad Kissingen.

Spiel eins in der Best-of-3-Serie findet am nächsten Sonntag (12. März) in der rund 325 Kilometer entfernten Kurstadt statt. Die Mannschaft um Spielertrainer Mikhail Nemirovsky spielt die sechste Saison in Folge in der Landesliga. Bereits im Vorjahr spielte man in den Landesliga Playoffs, scheiterten aber im Viertelfinale. Den diesjährigen Finaleinzug kann man demnach zum bisher größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte zählen. Als Sieger der Zwischenrunden Gruppe A ging es für Kissingen über Pfronten und Königsbrunn ins Finale gegen den EV Füssen. Dort unterlag man in zwei Spielen und hofft nun trotzdem noch auf den Aufstieg in de Bayernliga über einen Seriensieg gegen die Wanderers Germering. Die Wölfe profitieren von einer neuen Regelung des Bayrischen Eissportverbandes und verpflichteten einige Verstärkungen für ihr Team. So stehen aktuell bis zu sechs Ausländer in den Reihen der Unterfranken. Kopf der Mannschaft ist der deutsch-russische Stürmer Mikhail Nemirovsky. Der 42-Jährige hat in seiner Vita Spiele in den nordamerikanischen Profiligen AHL und ECHL, der ersten russischen Liga und der DEL stehen. Seit nunmehr drei Spielzeiten geht er für die Bad Kissinger auf Torjagd. Die beiden Finnen Niko Grönstrand und Rami Heikkilä verkörpern das Bollwerk in der Defensive. Mit dem ehemaligen Peitinger Simon Eirenschmalz und Marc Hemmerich, der in den letzten 14 Jahren für 20 verschiedene Mannschaften aktiv war, stehen weitere gestandene Spieler in der Abwehr. Im Sturm ist neben Nemirovsky der ehemalige lettische Nationalspieler Romans Nikitins eine große Stütze, dazu kommt mit dem kanadischen Sturmtank Chad Evans ein weiterer Spieler mit internationalem Flair. Evans spielt bereits seit 2012 in Deutschland Eishockey und kam Mitte Dezember vom Herforder EV in die Kurstadt. Mit dem litauischen Goalie Donatas Zukovas hat man ein vielversprechendes Talent in die Saalestadt gelotst. Neben Einsätzen in der zweiten weißrussischen Liga, hat er auch Spiele in der ersten litauischen Liga bestreiten dürfen. Er möchte nun in Deutschland den nächsten Schritt machen.
Auf Grund einer Spieldauer-Disziplinarstrafe im Sonntagsspiel gegen den EV Füssen fehlt den Unterfranken der Rechtsaußen-Stürmer Christian Masel.

Auf die Wanderers wartet eine routinierte Mannschaft, deren Finaleinzug sicherlich kein Zufall war, und die versuchen wird, die Serie gegen Germering für sich zu entscheiden. Das Winhart-Team will gleichermaßen dem Gegner ihr Spiel aufzwingen und ähnlich dominierend auftreten, wie im abschließenden Abstiegsrundenspiel gegen Moosburg. Dabei möchte man in den Trainingseinheiten während der Woche weiter am Torabschluss arbeiten.
Die Zuschauer dürfen sich auf hochklassige und spannende Relegationsspiele freuen.