Showdown um den Klassenerhalt

27.02.2017 um 10:04 Uhr von Markus Degenhardt

© Sergey Nivens - Fotolia.com

Aktionsheimspiel: „Schultag“ im Polariom Germering
 
Nach einem spielfreien Wochenende brennen die Wanderers auf das wohl wichtigste Spiel der Saison. Mit dem jüngsten Erfolg in Passau haben es Wanderers-Kapitän Markus Koch und Co. zunächst einmal geschafft, die Abstiegsentscheidung bis zum letzten Spieltag hinauszuzögern. Aber jetzt hilft nur noch ein weiterer Sieg zum direkten Klassenerhalt bzw. zur Relegation. Um dem emotionalen Event einen gebührenden Rahmen zu verleihen, haben sich die Verantwortlichen eine besondere Aktion einfallen lassen. Gemäß dem Motto "Schultag", erhalten alle Schüler an diesem Abend bei Vorlage eines gültigen Schülerausweises freien Eintritt zum letzten Abstiegsrundenspiel. Schülern bis einschließlich 12 Jahren wird ebenfalls auch ohne Schülerausweis kostenfreier Eintritt gewährt. Darüber hinaus hat man in der vergangenen Woche sämtliche Schulen in Germering und Umgebung angeschrieben, um möglichst viele Zuschauer ins Germeringer Eisstadion zu locken.

Im Fernduell mit Schongau und Passau, die direkt aufeinandertreffen, geht es für das Team um Wanderers Coach Florian Winhart gegen den EV Moosburg. Für die Dreirosenstädter geht es wie für Geretsried und Pfaffenhofen um nichts mehr. Doch Moosburg wird nochmal 60 Minuten Eishockey spielen und die Partie sicher nicht mutwillig verlieren wollen. Zudem stehen die Schwarz-Gelben als aktueller Tabellenletzter mit einem Punkt Rückstand auf jeweils Schongau und Passau in der Pflicht. Man muss punkten, um nicht direkt in die Landesliga abzusteigen. Mit einem Sieg in der regulären Spielzeit hat man Platz 5 sicher, der die Relegation bedeuten würde. In dieser müssten sie gegen den Verlierer des Finales der bayerischen Landesligen ran. Hier stehen sich ab kommenden Wochenende der EV Füssen und der EC Bad Kissingen in einer Best-of-3 Serie gegenüber. Würde Passau gleichzeitig nach Verlängerung oder Penaltyschiessen in Schongau gewinnen, hätte man mit Platz 4 sogar den direkten Klassenerhalt geschafft. Welche Konsequenzen andere Spielausgänge für den Eissportverein haben, möchte man bewusst nicht im Detail erörtern. Der Fokus liegt klar auf drei Punkte, alles andere ist eine Lotterie.
Auf Moosburger Seite gibt der 31-jährige Stürmer Alexander Feistl sein Abschiedsspiel. Er beendet nach dem Spiel in Germering seine Schuhe an den Nagel hängen. In über 500 Spielen im Seniorenbereich, davon 271 in der damaligen 2. Bundesliga und 87 in der Oberliga, gelangen dem gebürtigen Landshuter beachtliche 571 Scorerpunkte. Eine beeindruckende Karriere geht für ihn damit zu Ende.

Genug der vielen Worte, die Wahrheit liegt nun auf dem Eis. Kämpfen, kratzen, beißen bis zum umfallen. So lautet die Devise. Dass man in der laufenden Spielzeit alle Spiele gegen Moosburg verloren hat, spielt keine Rolle mehr. Für einen Abend ist die gesamte Kreisstadt Germering im Eishockeyfieber. Mannschaft und Trainer freuen sich über eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung bei diesem einzigartigen Herzschlagfinale. Spielbeginn ist wie gewohnt um 20:00 Uhr. Die Abendkasse öffnet bereits rund eine Stunde früher.

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