Trotz Fehlstart ist noch nichts verloren

30.01.2017 um 18:33 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Wanderers nach drei absolvierten Spielen bereits unter Druck

Wie ein Déjà-vu fühlt es sich für die Schwarz-Gelben nach drei gespielten Partien in der Abstiegsrunde an. Einstellung, Kampfbereitschaft und Spiellust sind da und doch bleibt der verdiente Lohn ein ums andere Mal aus. Im Freitagsspiel sahen die Zuschauer im Germeringer Polariom einen offenen Schlagabtausch über weite Strecken des Spiels. Doch die zahlreichen, nicht genutzten Torchancen gerade im zweiten Drittel und ein unglückliches Gegentor kurz vor Spielende, waren letztlich ausschlaggebend für die 2:3 Heimniederlage gegen den ESC Geretsried. Zwei Tage später in Pfaffenhofen begann das Team um Wanderers Coach Florian Winhart ähnlich engagiert. Doch nach dem 0:1 Rückstand in der 12. Spielminute ging es im ersten Spielabschnitt dahin und die Ordnung im Spiel ging verloren. So führten die IceHogs schließlich mit 3:0 zum ersten Pausentee. Ab dem zweiten Abschnitt bis zum Spielende sammelten sich Markus Koch und Co. wieder und versuchten nochmal das Ergebnis umzubiegen, aber man war vor dem gegnerischen Tor nicht zwingend genug. So gelang Germering lediglich der 1:3 Treffer durch US-Boy J.C. Cangelosi.
Am kommenden Wochenende trifft das Winhart-Team nun auf den EHF Passau und den EV Moosburg. Ziel dürfte klar sein, die ersten Punkte einzufahren.

In der Partie am Freitag begrüßen die Wanderers die Blackhawks aus der Drei-Flüsse-Stadt im heimischen Polariom. Das Team um Trainer Ivan Horak hat aktuell drei Punkte auf dem Konto. Durch einen 5:3 Heimsieg gegen EC Pfaffenhofen ist man derzeit einen Platz vor den Wanderers. Zu welchen Leistungen Passau in der Lage ist, mussten die Schwarz-Gelben am Heiligedreikönigstag spüren. In diesem Spiel ließ der EHF über die vollen 60 Minuten keine Zweifel offen, wer am Ende das Spiel gewinnen würde. Der 8:2 Sieg über Germering war in der Höhe vollkommen verdient, hätte sogar noch höher ausfallen können. Dass aber auch die Blackhawks nicht unverwundbar sind, ist spätestens seit der 1:7 Niederlage zum Auftakt in die Abstiegsrunde beim ESC Geretsried zu konstatieren. Alle Eishockeybegeisterten können sich also auf ein spannendes Aufeinandertreffen freuen. Ein gehöriges Augenmerk sollte die Wanderers Defensive dabei auf das Vierergespann Frantisek Mrazek, Oliver Wawrotzki, Vladimir Gomov und Waldemar Detterer haben. Diese Akteure waren nicht nur die punktstärksten Passauer in der Vorrunde, sondern gehen auch in der Abstiegsrunde als die effektivsten Scorer hervor.

Am darauffolgenden Sonntag ist der EVG beim EV Moosburg zu Gast. Die Moosburger führen zusammen mit Geretsried die Tabelle der Abstiegsrunde an. Lediglich einen Punktverlust mussten sie beim 7:6 Sieg nach Penaltyschiessen in Pfaffenhofen abgeben. Dass das Team um EVM-Trainer Dimitri Startschew überhaupt um den Klassenerhalt spielen muss, geht einer unglücklichen Vorgeschichte voraus. Da sich der EV Pegnitz im letzten Vorrundenspiel im heimischen Stadion gegen Dorfen in der Overtime den Zusatzpunkt holte, gab das bessere Torverhältnis den Ausschlag für die Franken und nicht für Moosburg. In der Dreirosenstadt hofft man nun auf den Trotzeffekt, das Ziel ist Rang eins oder zwei in den Playdowns. Beide Partien zwischen Germering und Moosburg in der Vorrunde waren denkbar knapp, zwei Mal gewann der EVM lediglich mit zwei Toren Unterschied. Auch wenn Startschew und Co. aktuell in einer guten Verfassung sind, müssen die 60 Minuten gegen das Winhart-Team erst einmal gespielt werden. Kampflos geschlagen geben werden sich die Schwarz-Gelben jedenfalls nicht.

Trotz der unerwartet schlechten Ausgangssituation ist für die Wanderers noch alles möglich. Der Abstand zu Passau und Schongau beträgt gerade einmal drei Punkte. Grund genug optimistisch ins nächste Spielwochenende zu gehen und weiter an den Klassenerhalt zu glauben. Abgerechnet wird bekanntlich erst am Schluss. In diesen schweren Zeiten ist es für die Mannschaft wichtiger denn je, dass sie die Unterstützung ihrer wenigen aber treuen Fans spürt. Daher der Appell an Germering und Umgebung, am kommenden Freitag den Weg ins Polariom zu finden.