Wanderers möchten keine Geschenke verteilen

19.12.2016 um 07:46 Uhr von Markus Degenhardt

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Aktionsheimspiel gegen Schongau am Freitag

Wieder einmal gelang es der Mannschaft von Trainer Florian Winhart am vergangenen Wochenende nicht, längst überfällige Punkte einzufahren. Nur mit einem Rumpfkader konnte der Bayernligist am Freitagabend in Passau antreten und musste sich am Ende trotz einer kämpferischen Leistung mit 2:5 geschlagen geben. An mangelnder Einsatzbereitschaft lag es zwei Tage später zuhause gegen den EV Pegnitz ebenso nicht. Trotz ununterbrochenen Kampfeswillen und einer ersten Drittelführung, reichte es am Ende nicht, den Knoten endlich platzen zu lassen. Das fehlende Quäntchen Glück im Torabschluss war dagegen den Gästen aus Franken gegeben, die einmal mehr die Hartgummischeibe hinter den glänzend aufgelegenen Severin Dürr positionieren konnten und mit einem 2:3 die Heimreise antraten. Der EVP ging höchst effizient mit seinen Chancen um, weshalb Gästetrainer Marco Zimmer von einem „glücklichen Sieg“ auf der anschließenden Pressekonferenz sprach.

Im schwarz-gelben Fanlager herrscht nach der zwanzigsten Niederlage in Folge Ernüchterung. Gerne hätte die Mannschaft am vergangenen Wochenende gemeinsam mit ihren Zuschauern die ersten Punkte gefeiert. Den Kopf in den Sand stecken wird in Germering jedoch niemand. Vielmehr möchte man sich für die bedingungslose Treue von Herzen bedanken, weshalb die Verantwortlichen für den kommenden Freitag ein Aktionsheimspiel ins Leben gerufen haben. Einen Tag vor Weihnachten gibt es deshalb für alle Zuschauer einen besonderen Aktionseintritt. Statt den regulären Preisen zahlen Erwachsene gerade einmal nur fünf Euro, Kinder kommen für einen Euro in das Polariom. Außerdem präsentiert die Eiskunstlaufabteilung passend zur Adventszeit ihre neue Choreographie „Weihnachtsmedley“. Weihnachtsgeschenke soll es an diesem Abend ausschließlich für den schwarz-gelben Anhang geben. Denn auch diesmal wird die Winhart-Truppe alles daran setzen, die Punkte im Polariom zu belassen und damit sich und allen Fans einen Tag vor Heiligabend zu bescheren. Der Freitagsgegner Schongau steht aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz und ist ebenfalls im unteren Tabellendrittel angesiedelt. Die gefährlichsten Akteure auf Seiten des Aufsteigers sind momentan die Angreifer Milian Kopecký (20 Punkte), Florian Höfler (16 Punkte) und Florian Imminger (16 Punkte). In der Defensive gelang es dem EAS im Sommer Matthias Schuster zurück zu seinem Heimatverein zu holen. Der 28-Jährige spielte einige Jahre in Pfaffenhofen und gehört mit 108 kg auf 189 cm zu den kräftigsten Verteidigern der Bayernliga. Im Tor vertrauen die Weilheimer hauptsächlich Niklas Marschall, der seit Jahren ein konstanter Faktor im Team von Trainer Reiner Lohr darstellt. Spielbeginn gegen die „Mammuts“ ist wie gewohnt um 20:00 Uhr.

Am traditionellen Weihnachtsfeiertag-Spieltag geht es für die Wanderers in das nicht weit entfernte Buchloe. Gegen die Piraten setzte es am siebten Spieltag eine knappe Niederlage vor heimischen Publikum und man hielt lange Zeit gut mit. Das Team um Trainer Topias Dollhofer hatte im Sommer einen großen Umbruch zu verkraften. Neben seiner Personalie gab es insgesamt acht weitere Neuzugänge, denen zehn Abgänge gegenüberstehen. Trotzdem übertreffen die Ostallgäuer alle Erwartungen und sind momentan auf dem siebten Tabellenplatz wiederzufinden. Ebenso haben sie einen komfortableren Neun-Punkte-Abstand auf den unbeliebten neunten Platz und können schon fast sicher für die Zwischenrunde planen. Großen Anteil an diesem Erfolg hat vor allem Alexander Krafczyk, der aus Memmingen kam und bereits 31 Punkte beisteuern konnte. Mit Marc Weigant (26 Punkte), Markus Vaitl (25 Punkte) oder den 41-jährigen Verteidiger Pavel Vit hat der ESV jedoch noch zahlreiche andere erfahrene Spieler in ihren Reihen. Die Wanderers reisen damit als absoluter Außenseiter nach Buchloe und möchten trotz allem die Punkte nicht kampflos überlassen.

Im Wanderers-Lager wird man auch in der kommenden Woche in drei Trainingseinheiten hart arbeiten und sich bestmöglich auf beide Gegner vorbereiten. Trotz des Misserfolgs hofft die Mannschaft erneut auf die Unterstützung ihrer Fans, mit denen gemeinsam endlich der Knoten platzen soll.



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