Die ersten Punkte werden angepeilt

12.12.2016 um 19:12 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Nachholspiel am Freitag in Passau

Wochen, gar Monate mussten die Wanderers Germering warten, bis man endlich wieder positive Nachrichten vermelden kann. Und nein, das Team um Wanderers Coach Florian Winhart hat nicht die ersten Punkte eingefahren. Grund zur Freude ist eine ganz besondere Personalie. US-Boy und Publikumsliebling J.C. Cangelosi kehrt zum Jahreswechsel nach Germering zurück und möchte beim Ziel Klassenerhalt mithelfen und seine letztjährigen Mannschaftskameraden bei diesem Vorhaben unterstützen. Dass der 25-jährige Stürmer aus Florida nicht im Alleingang alles besser und die schlechte Vorrunde vergessen macht, ist jedem im schwarz-gelben Lager klar. Man möchte mit der Wiederverpflichtung ein Zeichen setzen, dass man sich nicht kampflos geschlagen gibt, zumal man erst vor Kurzem mit Benedikt May einen sehr schmerzhaften Abgang verkraften musste. Darüber hinaus gibt man den wenigen, aber treuen Fans etwas zurück. Die Rufe nach ihrem "verlorenen Sohn" wurden erhört.
Trotz aller Vorfreude muss sich das Winhart-Team nun in den nächsten Spielen noch ohne Cangelosi auf die anstehende Abstiegsrunde vorbereiten. Am vergangenen Freitag begrüßten die Wanderers den Tabellenführer aus Miesbach im Germeringer Polariom. Ganz nach dem Motto "Das Pferd springt nicht höher, als es muss" gewann der TEV am Ende mit 7:2, trotz eines zwischenzeitlichen 0:0 nach dem ersten Spieldrittel. So nah an den ersten Zählern wie gestern in Moosburg, war man bisher in der Saison noch nicht. Mehr Spielanteile und die besseren Einschussmöglichkeiten hatten Koch und Co. vorzuweisen, doch am Ende reichte es wieder nicht. Am Ende stand ein 3:1 für die Dreirosenstädter auf der Anzeigentafel und auf Germeringer Seite weiß keiner so recht, wie man dieses Spiel nicht gewinnen konnte. Lamentieren hilft nichts, nächstes Wochenende besteht die nächste Möglichkeit den Fluch zu besiegen.

Während der Rest der Liga pausiert, absolvieren die Wanderers am kommenden Freitag das Nachholspiel in Passau. Das ursprünglich am 13. November angesetzte Spiel musste wegen einer defekten Eismaschine verschoben werden. In den letzten beiden Wochen drehte sich das Spielerkarussell bei den Black Hawks regelrecht. David Vokaty, Jürgen Lederer und Michael Dorfner verließen die Dreiflüsse Städter, da kommt Anton Pertl als Neuzugang aus der DEL2 genau zum richtigen Zeitpunkt. Pertl ist gelernter Stürmer und kommt aus dem Nachwuchs der Starbulls Rosenheim. Gemeinsam mit Oliver Wawrotzki (mit 17 Scorerpunkten punktstärkster Passauer Angreifer) und Co. werden sie der schwarz-gelben Defensive ordentlich Dampf machen. Auf Germeringer Seite ist Verteidiger Matthias Dosch auf Grund einer Spieldauerstrafe aus dem letzten Spiel gesperrt.

Am Sonntag gastiert dann der EV Pegnitz im Germeringer Polariom. Gleichermaßen wie der Freitagsgegner Passau sind die Ice Dogs noch im Kampf um den begehrten achten Tabellenplatz. Allein auf Grund dieser Tatsache wird die Mannschaft um EVP-Trainer Knut Pleger alles daran setzen, in der Münchner Vorstadt zu gewinnen. Das Ur-Gestein Markus Schwindl führt die teaminterne Statistik vor dem lettischen Kontingentspieler Aleksandrs Kercs und Sergej Hausauer an. Das Hinspiel in Oberfranken gewann Pegnitz denkbar knapp mit 3:1. Sollten die ersten Punkte in Passau nicht gelingen, so will der EVG unbedingt das Heimspiel gegen Pegnitz für sich entscheiden.

Die Wanderers wollen sich in den kommenden Partien auf die drohende Abstiegsrunde vorbereiten. Mit Ausnahme Dorfen geht es ausschließlich gegen Mannschaften, auf die man auch nach Ende der Vorrunde im Kampf um den Klassenerhalt treffen wird. Dem entsprechend ist volle Konzentration und Leistungsbereitschaft gefragt, um sich zum einen Selbstvertrauen zu holen und zum anderen, um den Gegner zu zeigen, dass mit Germering im Saisonendspurt zu rechnen ist.