Der Tabellenführer gastiert im Polariom

05.12.2016 um 11:38 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Am 3. Adventswochenende geht es gegen Miesbach und Moosburg

Sowohl Landsberg als auch Memmingen wurden ihrer Favoritenrolle am vergangenen Wochenende gerecht. Dabei sah es für das Team um Wanderers Coach Florian Winhart im Freitagsspiel am Lech lange Zeit sehr gut aus. Die mitgereisten Germeringer Fans sahen die beste Saisonleistung ihrer Schwarz-Gelben. Gerade im ersten Drittel war man klar tonangebend und konnte die ersten 20 Minuten nach Toren von Benedikt Pfeil und Dominik Retzer (2x) verdienter Maßen mit 3:1 für sich entscheiden. Im zweiten Spielabschnitt schalteten die Riverkings einen Gang höher und konnten nach Toren ausgleichen. Ein unmittelbar darauffolgendes Powerplay konnten die Wanderers nicht für sich nutzen, so kam es, wie es kommen musste. Die Heimmannschaft ging durch ein Tor von Marcel Juhasz erstmals an diesem Abend mit 4:3 in Führung. In den verbleibenden 20 Spielminuten versuchten Markus Koch & Co. nochmal alles, der Ausgleich blieb den Germeringer jedoch verwährt. Dass der HCL noch zwei Treffer gegen den an diesem Abend gut aufgelegten Severin Dürr erzielen konnte, war letztlich nur Ergebniskosmetik. Auf Seiten des EVG sah man viel positives, Einsatz und Kampf haben gestimmt und man hat bewiesen, dass man das Eishockeyspielen trotz der andauernden Niederlagenserie nicht verlernt hat.
Vergleichbar mit dem Sonntagsspiel der Vorwoche in Erding lief das Spiel gegen den ECDC Memmingen am gestrigen 2. Advent. Indians Coach Waldemar Dietrich konnte das erste Mal in der Saison nahezu aus dem Vollen schöpfen und das sah man auf dem Eis auch. Die Wanderers verloren entscheidende Zweikämpfe vor dem eigenen Tor und nahmen zu viele Strafzeiten, die die routinierte Memminger Mannschaft effizient für sich zu nutzen wusste. Darüber hinaus ließ man die neutrale Zone zu offen, so dass die gegnerischen Verteidiger oft mit einem Pass die Stürmer ins Angriffsdrittel brachten und so oft nummerische Überzahl für die Angreifer des ECDC bestand. Den einzigen Ehrentreffer bei der 1:8 Niederlage erzielte der wiedergenesene Dominik Retzer zum zwischenzeitlichen 1:2 Anschluss.

Am nächsten Freitag kommt mit dem TEV Miesbach der aktuelle Tabellenführer nach Germering. Vor heimischen Publikum ist das Team um Trainer Simon Steiner eine Macht, in der Ferne hat man jedoch eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen. Trotz des schmerzhaften Verlusts der Torhüterduos um Kai Klimesch und Anian Geratsdorfer im Sommer, stellt der TEV aktuell mit Franziska Albl und dem Ex-Germeringer Timon Ewert das stärkste Torhütergespann der Liga. Vor dem gegnerischen Tor sorgen u.a. Tom-Patric Kimmel (27), Jan Trojan (23) und Youngster Stefano Rizzo (19) für reichlich Wirbel. Ob bei Miesbach bis Freitag personell noch etwas passiert, ist nicht abzusehen. „In der Hinsicht ist immer etwas im Busch“, sagt Sportlicher Leiter Stefan Moser am letzten Wochenende.

Zwei Tage später ist das Winhart-Team zu Gast beim EV Moosburg. Die Dreirosenstädter haben derzeit den achten Tabellenplatz inne, der die Qualifikation für die Zwischenrunde bedeutet. Dem entsprechend wird ein Sieg gegen Germering für den Neu-Trainer Dimitri Startschew Pflicht sein. Da die Chemie zwischen Coach und Team nicht mehr gestimmt hat, nahm man den Wechsel auf der Trainerposition kurz vor dem letzten Spielwochenende vor. Startschew ersetzt Petr Kankovsky, der im Nachwuchsbereich weiterhin für Moosburg arbeiten wird. Die teaminterne Scorerstatistik führen Daniel Möhle, Patrice Dlugos und Alexander Feistl an. Der EVM nimmt in der laufenden Bayernligasaison die wenigsten Strafzeiten, ist jedoch in der Defensive anfällig. Nach Pfaffenhofen und Germering haben sie bisher die meisten Gegentore kassiert.

Auf die Wanderers wartet mit dem TEV Miesbach am Freitag noch einmal ein harter Brocken. Danach kommen die Spiele, in denen man sich konzentriert auf die bevorstehende Abstiegsrunde vorbereiten will. Mit der Rückkehr von Dominik Retzer hat Florian Winhart wieder eine Option mehr im Angriff. Dass er für den EVG noch ein ganz wichtiger Faktor werden kann, hat er am letzten Wochenende gezeigt. Man muss hoffen, dass er nun längerfristig von Verletzungen verschont bleibt. Die Freaky Family Germering gibt mit Ihrem Anfeuerungsruf  "Daran glauben, dafür kämpfen" die Marschrichtung für die nächsten Spiele vor.