Nach der Hinrunde ist vor der Rückrunde

21.11.2016 um 18:37 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Wanderers treffen ein zweites Mal auf Peißenberg und Erding

Das erste Spielwochenende der Rückrunde steht schon an, dabei ist bei einigen Teams noch die Hinrunde im Kopf! Doch nicht so bei der Mannschaft von Wanderers Coach Florian Winhart. Man schaut nicht zurück, sondern richtet das Augenmerk einzig und allein auf die am kommenden Wochenende startende Rückserie. Dabei will man ein anderes Gesicht zeigen und unter Beweis stellen, dass mehr Qualität in jedem Einzelnen steckt.
Dass bei den Schwarz-Gelben noch Leben ist, war bereits am letzten Spielwochenende zu sehen.
Im Heimspiel gegen den klar favorisierten ESC Dorfen war man lange Zeit am Drücker, konnte aber ein schwaches erstes Drittel am Ende ergebnistechnisch nicht mehr umbiegen. Die Eispiraten gingen nach 60 Minuten mit 6:3 als Sieger vom Eis. Am Sonntag in Pfaffenhofen sahen die schwarz-gelben Mitgereisten unter der Regie der Freaky Family Germering über 30 Minuten tapfer kämpfende Wanderers, ehe man letztlich durch vermeidbare Zeitstrafen das Spiel aus der Hand gab. Auch drei unmittelbar aufeinanderfolgende Überzahlspiele im letzten Drittel konnten die 4:6 Niederlage nicht mehr verhindern.

Am nächsten Freitag beginnt für den EVG mit dem Heimspiel gegen den TSV Peißenberg die Rückrunde. Die Eishackler kommen als Tabellenfünfter ins Germeringer Polariom und nehmen die vor der Saison erwartete Favoritenposition auf die Bayernliga Meisterschaft ein. Mit vier Siegen bei drei Niederlagen hat der TSV eine ausgeglichene Auswärtsstatistik vorzuweisen. Der kanadische Kontingentspieler Tyler Wiseman (18 Punkte) führt die teaminterne Scorerstatistik vor Manfred Eichberger (13 Punkte) und Maximilian Barth (10 Punkte) an. Darüber hinaus hat man mit dem Trio um Felix Barth, Martin Resch und Jakob Goll immer einen sicheren Rückhalt im Tor stehen. Daher kommt es auch nicht von ungefähr, dass Peißenberg mit die wenigsten Gegentore kassiert hat.
Das Hinspiel gewannen die Eishackler vor heimischen Publikum mit 6:1. Doch man zeigte eine aufopferungsvolle Leistung und gelangte erst in den letzten zehn Spielminuten auf die Verliererstraße.

Nicht viel einfacher wird die Aufgabe am darauffolgenden Sonntag in Erding. Die Gladiators sind der vorhergesagte starke Aufsteiger und haben direkten Anschluss an die Top 5 der Tabelle. Das hat man mitunter dem bärenstarken Angriff zu verdanken. Gleich fünf Spieler haben bereits die Marke von 20 Scorerpunkten geknackt. Daniel Krzizok (35), der Tscheche David Michel (24), Christian Poetzel (22), Florian Zimmermann (21) und Timo Borrmann (21) werden der schwarz-gelben Defensive ordentlich Kopfzerbrechen bereiten. Mit dem 39-jährigen Thomas Vogl haben die Erdinger seit kurzem einen neuen Trainer. Vogl war bereits als Spielertrainer in Dorfen, Dingolfing und Vilshofen aktiv, ehe er jetzt zu den Gladiators gewechselt ist. Der gebürtiger Landshuter startete seine Laufbahn als Verteidiger beim heimischen EVL, spielte dort bis hinauf zur DEL und war U18- sowie U20-Nationalspieler. Mit Spielern wie Philipp Spindler, Alexander Gantschnig, Timo Borrmann, Christian Mitternacht, Christian Poetzel und Ferdinand Zink hat er in den letzten Jahren zusammengespielt.
In Erding wartet auf das Team von Wanderers Coach Florian Winhart eine beeindruckende Kulisse. Der TSV Erding hat die viertmeisten Zuschauer bei Heimspielen und lautstarke Anhänger, die ihr Team von der ersten bis zur letzten Minute unterstützen.

Für die Wanderers geht es darum, zusammenzurücken und sich in kleinen Schritten wieder Selbstvertrauen zu holen. In der Trainingswoche wird man intensiv arbeiten und den Teamgeist heraufbeschwören. Dass es ohne Fans nicht geht, ist bekannt. Daher hofft man sowohl im Heimspiel gegen Peißenberg als auch beim Derby in Erding auf seine treuen Fans. Nur gemeinsam kann man die Wende schaffen und diese schwere Zeit überstehen.