Klassenerhalt steht auf Messers Schneide

21.02.2016 um 21:09 Uhr von Markus Degenhardt

Der Wille war da, aber leider hat es wieder einmal auf fremden Eis nicht gereicht (Foto: Richard Langnickel)

Es hätte doch alles so schön sein können. Ein Sieg der Wanderers in Pfaffenhofen sowie eine Geretsrieder Niederlage gegen Pegnitz im Parallelspiel und die Mannschaft von Trainer Alfred Weindl hätte kommenden Freitag zu Hause das große Finale um den Klassenerhalt ausgetragen. Da nur der letzte Teil eintraf, blicken Kapitän Matthias Dosch und sein Team nun großen Herausforderungen entgegen.

Durch die bittere 2:5 Niederlage in Pfaffenhofen stehen die Wanderers nun punktgleich mit Pegnitz auf den dritten Tabellenplatz und können nur noch durch einen Gang in die Relegation den Klassenerhalt einfahren. Um den Relegationsplatz nicht zu gefährden, muss die Germeringer Eishockeyabteilung kommenden Freitag gegen Geretsried mindestens genauso viele Punkte einfahren wie der Kontrahent aus Pegnitz. Ein Sieg in regulärer Spielzeit würde unnötige Spannung vermeiden. Denn auch wenn beide Mannschaften drei Punkte einfahren, setzen sich die schwarz-gelben Farben aufgrund des gewonnen direkten Vergleichs durch.

Denkbar ungünstig begann die Partie am Sonntagabend in Pfaffenhofen. Bereits in der zweiten Spielminute gelang es dem Gastgeber, durch einen Schlenzer früh in Führung zu gehen. In Folge waren die Wanderers bemüht, dagegen zuhalten, taten sich jedoch saisontypisch gegen das körperbetonte Spiel der Hausherren schwer. Im Mitteldrittel erkämpfte sich die Weindl-Truppe, die jederzeit gewillt war, die Partie zu drehen, immer mehr Spielanteile. Dennoch ging die Offensiv-Abteilung der Gäste fahrlässig mit ihren erarbeiteten Torchancen um, sodass erst durch die Hilfe des Hauptschiedsrichters der längst fällige Ausgleich fallen sollte. Ein Pass von Tizian Ravensberg prallte an seinem Schlittschuh  ab und fiel Moritz Lieb vor die Füße, der in einer Eins-gegen-Eins-Situation mit dem ECP-Schlussmann die Nerven behielt und die Hartgummischeibe im Tor versenkte. Die Freude hielt nicht lange. Nur wenige Minuten später spielten die „IceHogs“ die erneute Führung sauber heraus und ließen Timon Ewert keine Chance. Den erneuten Rückstand relativieren sollte zwei Minuten vor dem Pausentee Sven Schittenhelm, der ein Zuspiel von Markus Koch zu nutzen wusste. Zum Ärger der mitgereisten Wanderers-Fans hatte auch diesmal der Ausgleich nur kurze Zeit Bestand. Kaum weitergespielt, war es ausgerechnet Ex-Germeringer Mathias Jeske, der einen Abpraller hinter die Torlinie drückte. Trotz des erneuten Rückstandes spürte man in den letzten 20 Minuten den Willen, eine Kehrtwende einzuleiten. In einer Druckphase der Wanderers sprangen genug Möglichkeiten heraus, die Partie ein weiteres Mal auf null zu setzen. Doch immer wieder scheiterten die Wanderers am gut aufgelegten ECP-Goalie Andreas Banzer oder schließlich an sich selbst. Bestraft wurde die mangelnde Chancenverwertung in der 55. Spielminute. Nach einer vergebenen Chance von Martin Pfohmann gelang es Pfaffenhofen, einen Konter einzuleiten, der die Partie letzten Endes vorentschied. Auch eine Auszeit konnte in den letzten fünf Minuten keine Aufholjagd einleiten. Stattdessen setzte Mathias Jeske mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den 5:2 Schlusspunkt der Partie.

Im Wanderers-Lager tut man nun gut daran, die Nerven zu bewahren und gemeinsam die schwierige Phase der Saison zu bewältigen. Vor heimischer Kulisse haben es Kapitän Matthias Dosch und sein Team kommenden Freitag nun in eigener Hand, dem direkten Abstieg zu entgehen. In der eventuellen Relegation wartet der Verlierer des Landesliga-Finales. Hier duellieren sich die hochfavorisierten Erding Gladiators gegen die „BackHawks“ aus Passau. Spielbeginn zu Hause gegen Geretsried ist wie gewohnt um 20:00 Uhr.