Heimsieg reicht nicht aus

14.02.2016 um 19:22 Uhr von Markus Degenhardt

Foto: Richard Langnickel

Direkter Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr möglich

Rund 350 Zuschauer sahen am Freitagabend im Polariom eine packende Partie zwischen den Wanderers Germering und dem EV Pegnitz. Für beide Mannschaften war die Partie äußerst richtungsweisend. Um weiterhin um die ersten beiden Tabellenplätze zu kämpfen, war die Mannschaft von Trainer Alfred Weindl regelrecht zum Siegen verdammt.

Die benötigten drei Punkte standen letztendlich auch auf dem Papier, mussten jedoch hart erkämpft werden. Im ersten Spielabschnitt sah es zunächst gut aus. Die Heimmannschaft hatte mehr von der Partie und wusste diese zu dominieren. Dementsprechend verdient gelang es US-Boy J.C. Cangelosi bereits in der 4. Spielminute ein Abpraller von EVP-Schlussmann Maximilian Müller zur 1:0 Führung zu verwandeln. Wie so oft in dieser Spielzeit hatte die Führung nur kurze Zeit bestand. Denn kaum weitergespielt glichen die Gäste aus, ohne selbst die Hartgummischeibe in das Tor fixiert zu haben. Nach einem Weitschuss der „IceDogs“ prallte der Puck von Timon Ewert ab und wurde freiliegend vom eignen Mann unglücklich über die Torlinie geschoben. Den alten Spielabstand wiederherstellen sollte dafür Martin Pfohmann kurz vor dem ersten Pausentee. In personeller Überzahl verwertete er einen Querpass von Markus Koch zum umjubelten 2:1. Zurück auf dem Eis fanden die Gäste etwas besser in ihr Spiel und konnten eine Strafzeit der Hausherren zum erneuten Ausgleich nutzen. Auch im zweiten Drittel wiederholte sich das Spielgeschehen. Wieder war es Martin Pfohmann, der kurz vor dem Ertönen der Pausensirene seine Farben abermals in Führung schoss. Statt in den letzten 20 Minuten frühzeitig die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen, wurde der Germeringer Anhang lange Zeit auf die Folter gespannt. Denn die Franken boten dem Gastgeber in den letzten 20 Minuten einen offenen Schlagabtausch und waren gerade in der Schlussphase drauf und dran den Ausgleich zu erzielen. Begünstigt durch zwei Strafzeiten bekamen neben der Wanderers-Defensive auch Timon Ewert alle Hände voll zu tun. Da die Gäste jedoch kein Mittel mehr fanden Ewert zu überwinden stand am Ende ein durchaus verdientes 3:2 auf der Anzeigetafel. Auf Grund der Heimniederlage von Geretsried gegen den EC Pfaffenhofen, konnten die Wanderers den Abstand auf die „RiverRats“ auf einen Zähler reduzieren.

Leider versäumte es die Eishockeyabteilung der Münchner Vorstädter zwei Tage später nachzulegen. Trotzt Bestbesetzung und rund 50 Auswärtsfans im Gepäck gelang es den Wanderers nicht in Pegnitz zu punkten und verloren am Ende mit 2:4. Wie so häufig in der Schlussphase der Saison fand man auf fremden Eis nicht in das gewohnte Spiel und überließ seinem Gegenüber die Partie. Auch die zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Quirin Reichel und Martin Pfohmann konnten keine Kehrtwende herbeiführen.

Durch den Last-Minute-Sieg der „RiverRats“ in Pfaffenhofen hat sich die Tabellensituation aus Sicht der Wanderers deutlich verschlechtert. Geretsried führt die Tabelle mit 18 Zählern an. Dahinter folgt Pfaffenhofen mit einem Punkt weniger. Der Abstand auf Tabellenplatz zwei beträgt für Kapitän Matthias Dosch und sein Team somit satte drei Punkte, wodurch ein Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist. Vielmehr ist man auf Schützenhilfe aus Pegnitz angewiesen und muss zeitgleich die verbleibenden zwei Partien allesamt in regulärer Spielzeit gewinnen.