Germering unterliegt Schneeballschlacht in Geretsried

04.02.2016 um 09:52 Uhr von Markus Degenhardt

Der ein oder andere Fan hatte wohl bereits schlimme Vorahnungen, als er den Wetterbericht für den gestrigen Mittwochabend begutachtete. Als die Partie mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen wurde, sah es jedoch zunächst danach aus, dass der Wettergott an diesem Abend ein Einsehen hatte. Bei regulären Bedingungen konnte der erste Spielabschnitt problemlos absolviert werden. Dennoch hatte die Mannschaft von Trainer Alfred Weindl lange Zeit Probleme in ihr Spiel zu finden und ließen die Hausherren das Spielgeschehen kontrollieren. Nicht unverdient leuchte nach der ersten Drittelpause eine 1:0-Führung für die „RiverRats“ auf der Anzeigetafel auf. Eine doppelte Überzahlsituation machte sich der Gastgeber in der sechsten Spielminute zunutze.

Zu Beginn des Mitteldrittels änderte sich die Wetterlage schließlich mehr und mehr. Ein leichter Schneefall wurde innerhalb von wenigen Minuten zu einem starken Schneegestöber und machte ein Weiterspielen unter regulären Bedingungen unmöglich. Deshalb entschied sich das Schiedsrichtergespann in der 30. Spielminute zu einer Spielunterbrechung, die zunächst 20 Minuten andauern sollte. Aus dieser wurden letztendlich rund eineinhalb Stunden, sodass die Partie um 22:15 Uhr in der 30. Spielminute fortgesetzt werden konnte. Trotz der langen Unterbrechung fanden die Wanderers nun besser in ihr Spiel. Nachdem der zweite Spielabschnitt torlos beendet wurde, folgte eine achtminütige Pause.

Nach dieser dauerte es nicht lange, bis die Wanderers den umjubelten Ausgleich markieren konnten. Ein Zuspiel von J.C. Cangelosi fand durch Nicholas Becker (43. Min.) den Weg hinter ESC-Torhüter David Albanese. Zum Leid der rund 40 mitgereisten Wanderers-Fans hatte der Ausgleich nur kurze Zeit bestand. Bei verdeckter Sicht kullerte die Hartgummischeibe durch die Schoner von Severin Dürr hinter die Torlinie und brachte Geretsried dadurch erneut in Führung. Zwar monierte Ersatz-Kapitän Markus Koch hoher Stock, das Schiedsrichtergespann sah den Treffer jedoch als regulär an. Nach dem erneuten Rückstand gelang es den Wanderers nicht mehr, die Partie noch einmal spannend zu machen, um so wichtige Punkte mit nach Germering zu entführen. Stattdessen setzten die Hausherren in Person von Ondrej Horváth nach einer Strafzeit der Gäste in der 56. Spielminute den 3:1 Schlusspunkt.

Trotz der Niederlage ging die Partie sicherlich in die Geschichtsbücher der Bayernliga ein. Durch die lange Unterbrechung dauerte es ganze 213 Minuten, bis die Begegnung regulär beendet werden konnte. Auch wenn die Wanderers nach der Niederlage in Geretsried nun den dritten Tabellenplatz belegen, ist der Klassenerhalt immer noch aus eigener Hand zu schaffen. Schließlich sind noch sechs Partien zu spielen und damit 18 weitere Punkte zu erkämpfen. Die nächste Möglichkeit weitere Zähler einzufahren, bekommt die Weindl-Truppe bereits am morgigen Freitagabend. Um 20:00 Uhr ist der EC Pfaffenhofen zu Gast im Germeringer Polariom. Gegen die „IceHogs“ wollen die Wanderers endlich den ersten Sieg in der aktuellen Spielzeit einfahren.