Ausrutscher verboten

24.02.2016 um 06:18 Uhr von Markus Degenhardt

Foto: Richard Langnickel

Wanderers wollen über Relegation den Klassenerhalt einfahren

Die Wanderers Germering haben sich vergangenen Sonntag in Pfaffenhofen selbst in Bredouille gebracht. Durch die schmerzhafte Niederlage ist ein Klassenerhalt aus eigener Kraft nur noch durch den Gewinn der Relegation zu schaffen. Um den Relegationsplatz nicht noch aus der Hand zu geben sind die Mannen um Trainer Alfred Weindl kommenden Freitag zu Hause gegen Geretsried regelrecht zum Siegen verdammt, zumindest jedoch mindestens genauso viele Punkte einzufahren als der Kontrahent aus Pegnitz, der vor heimischer Kulisse Pfaffenhofen empfängt. Denn auch bei Punktgleichheit haben die schwarz-gelben Farben die Nase auf Grund des gewonnen direkten Vergleichs vorne.

Gegen die „Riverrats“ traf man in aktuellen Spielzeit bereits insgesamt sechs Mal aufeinander. Neben einem Sieg in der Vorbereitung konnten auch beide Vorrundenpartien gewonnen werden. In der entscheidenden Phase der Saison sieht die Bilanz jedoch anders aus. Zwar gewann man das erste Aufeinandertreffen deutlich mit vier Toren Unterschied, Auswärts sah mein jedoch nur wenig Land und trat zweimal mit leeren Händen die Heimreise an. Den direkten Klassenerhalt hat sowohl Geretsried als auch Pfaffenhofen durch die Germeringer Niederlage bereits unter Dach und Fach. Ein Selbstläufer wird die Partie deshalb dennoch nicht. Denn die Mannschaft von Trainer Florian Funk möchte die Saison sicherlich mit einem Sieg beenden und den „IceHogs“ womöglich noch den ersten Tabellenplatz streitig machen. Nicht mitwirken wird dabei ESC-Kontingentspieler und interner Topscorer Ondrej Horváth (59 Punkte). Der gebürtige Tscheche kassierte in der letzten Begegnung eine Spieldauerdisziplinarstrafe und ist damit für die kommende Partie gesperrt. Vor allem Horváth brachte die Wanderers-Defensive in der jüngsten Vergangenheit immer wieder zur Verzweiflung. Wo das Tor steht, weiß auch der erst 18-jährige Jonas Köhler. Der Youngstar traf in der Abstiegsrunde bereits sieben Mal das gegnerische Gehäuse und legte fünf weitere Treffer auf.  In der Defensive gelang es dem ESC Andreas Hölzl aus der hauseigenen 1b-Mannschaft zu reaktivieren. Der ehemalige Germeringer ist nicht nur ein robuster Verteidiger sondern auch ein wertvoller Charakter für den Abstiegskampf. Im Tor sind die „Riverrats“ mit David Albanese ebenfalls gut aufgestellt, was er nicht nur gegen die Wanderers bereits mehrere Male unter Beweis stellte.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Weindl ist somit gewarnt, sich nicht erneut die Butter vom Brot nehmen zu lassen und im heimischen Polariom den Relegationseinzug einzufahren. In einer möglichen Relegation würden die Wanderers auf den Verlierer des Landesliga-Finales treffen. Hier duellieren sich die hochfavorisierten Erding Gladiators gegen die „Black Hawks“ aus Passau.

Im Kopf der Spieler wird bis Freitagabend jedoch nur die schwierige Aufgabe gegen Geretsried sein, um mit voller Konzentration und mit der Unterstützung seiner Fans den direkten Abstiegsplatz aus dem Weg zu gehen. Spielbeginn im Germeringer Polariom ist um 20:00 Uhr.