Germering weiß trotz Personalsorgen zu überzeugen

13.12.2015 um 21:37 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Wanderers entscheiden auch Derby-Rückspiel für sich

Am vergangenen Freitag pausierte der komplette Spielbertrieb in der Bayernliga. Lediglich das Nachholspiel EV Pegnitz gegen den ESV Buchloe wurde ausgetragen, welches die Icedogs mit 3:2 vor heimischen Publikum gewannen. Somit stand für Germering am Wochenende nur die Partie gegen den HC Landsberg auf dem Programm. Die Riverkings wollten Wiedergutmachung für die 2:4 Heimniederlage im Oktober betreiben. Doch am Ende kam alles anders...

Mit vier kompletten Sturmreihen und drei Verteidigungsreihen reisten die Riverkings an. Auf der anderen Seite fehlte den Wanderers mit Matthias Götz, Sven Schittenhelm und Matthias Dosch fast die komplette Defensive. Auch Christian Czaika, Sven Goblirsch und Nico Rossi standen für den Angriff nicht zur Verfügung. Umso mehr Verantwortung kam auf die verbleibenden Spieler der Schwarz-Gelben zu.
Das erste Drittel war geprägt von diskutablen Schiedsrichterentscheidungen, welche die Wanderers immer wieder in unnötige Unterzahlspiele zwang. Das 0:1 für Landsberg in der 13. Spielminute bei doppelter Überzahl war die logische Konsequenz. Doch das ein Spieldrittel 20 Minuten dauert, wusste Georg Critharellis effektiv für die Heimmannschaft zu nutzen. Im ersten Germeringer Powerplay fasste sich der Wanderers Verteidiger ein Herz und versenkte den Puck mit einem platzierten Handgelenkschuss im Landsberger Tor.
Das zweite Drittel war ausgeglichen mit leichten Vorteilen für den EVG. Martin Pfohmann und Benedikt May konnten letztlich nach sehenswerten Spielzügen das Ergebnis auf 3:1 für Germering hochschrauben. Ein vielversprechender Start ins letzte Drittel sollte ebenfalls den Münchner Vorstädtern vorbehalten sein. Nach nicht einmal drei gespielten Minuten konnte Daniel Rossi in doppelter Überzahl das 4:1 erzielen. Doch nicht einmal 120 Sekunden später brachte Dennis Tausend den HCL wieder auf Schlagdistanz. In der Folge mussten die Wanderers eine Druckphase der Lechstädter überstehen, ehe erneut Martin Pfohmann in der 47. Spielminute das 5:2 für Germering markieren konnte. Die Riverkings kamen noch ein paar Mal gefährlich vor das Tor von Timon Ewert, doch dieser brachte die Landsberger Stürmer ein ums andere Mal buchstäblich zur Verzweiflung. So gelang letztlich dem Germeringer Publikumsliebling Benedikt May drei Minuten vor Spielende das 6:2 per Empty-Net-Goal.
Eine beeindruckende Vorstellung der Wanderers Germering, die wieder einmal jeglichen Personalsorgen trotzten und zu Höchstleistungen bereit waren.

Am nächsten Wochenende stehen für die Wanderers wieder zwei Spiele auf dem Programm. Zuerst gastiert am Freitag der EC Pfaffenhofen im Germeringer Polariom. Mit den IceHogs hat man noch eine Rechnung offen, da man das Hinspiel mit einer ungewohnt schwachen Defensivleistung mit 2:5 verlor. Zwei Tage später reisen die Germeringer zum Freiluft-Spiel nach Geretsried. Hier gilt es den tschechischen Kontingentspieler Ondrej Horváth unter Kontrolle zu bringen, der im Hinspiel mit drei Toren und einen Assist ausschlaggebend dafür war, dass die Riverrats einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten.