Es wird ernst für die Wanderers

22.12.2015 um 18:06 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Der Kampf um Platz 10 geht in die entscheidende Phase

Das Team um Wanderers Coach Alfred Weindl schaut auf ein eher durchwachsenes Spiel-Wochenende zurück. Im Heimspiel am letzten Freitag gegen den EC Pfaffenhofen brachte man beinahe keine spielfähige Mannschaft zusammen. Im Vergleich zur Vorwoche fielen mit Martin Pfohmann und Benedikt May zwei weitere Spieler aus. Darüber hinaus ging der ein oder andere Spieler grippegeschwächt aufs Eis. Dass man am Ende mit 3:6 verlor, war daher nicht allzu verwunderlich.
Zwei Tage später in Geretsried war zur Freude des Germeringer Anhangs Benedikt May wieder mit von der Partie. Dass er den Schwarz-Gelben im Freitagsspiel schmerzhaft fehlte, war schon an seinen ersten Spielaktionen zu erkennen. Nach 60 gespielten Minuten stand ein viel umjubelter 4:2 Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Becker und Cangelosi waren mit je drei Scorerpunkten die punktbesten Akteure. Doch auch Goalie Severin Dürr war wieder einmal ein starker und zuverlässiger Rückhalt.
In den beiden kommenden Begegnungen treffen die Wanderers auf Gegner, die gleichermaßen den 10. Tabellenplatz und die damit verbundene Qualifikation für die Zwischenrunde anvisieren.

Am Sonntag gastiert die Mannschaft um Wanderers Kapitän Matthias Dosch beim ESV Buchloe. Die Pirates haben nur einen Punkt Rückstand auf Germering und konnten am vergangenen Sonntag das Derby gegen den HC Landsberg vor heimischen Kulisse mit 6:3 für sich entscheiden. Herausragende Akteure bei den Freibeutern sind Daniel Huhn, Markus Rohde und Tobias Kastenmeier. Zudem hat man auf der Torhüterposition nochmal qualitativ nachgelegt. So gehört Torwart Stefan Horneber wieder zum Kader der Pirates. Der 29-Jährige hatte zuletzt pausiert und gibt nun sein Comeback im ESV-Trikot. Dafür nicht mehr für Buchloe auflaufen wird Sebastian Reisinger, der nun beim EV Lindau das Tor hütet.
Das Hinspiel in Germering konnte Buchloe bekanntlich mit 5:3 gewinnen. Allein um den Abstand auf Platz 11 auszubauen, braucht der EVG möglichst einen Sieg im Rückspiel..

Zwei Tage später, am für viele Eishockeyfans ungewohnten Dienstag, kommt der EV Pegnitz ins Germeringer Polariom. Die Ice Dogs spielen als Landesliga-Aufsteiger eine beachtliche Vorrunde, daher ist man absolut berechtigt noch im Kampf um Platz 10. Den höchsten Heimsieg der aktuellen Spielzeit landete man ausgerechnet gegen die Wanderers, nun will man auch im Rückspiel etwas Zählbares mitnehmen. Zu den Leistungsträgern zählen Anton Marsall, Sergej Hausauer und Nikolai Pleger. Nicht zu vergessen ist aber auch das EVP-Schwergewicht Markus Schwindl. Trotz seiner mittlerweile 40 Jahre ist er noch immer ein wichtiger Faktor im Pegnitzer Spiel. Vor einer guten Woche verstärkte man sich nochmal mit dem 22-jährigen Oberliga-Verteidiger Patrik Franz. Bei Franz handelt es sich um ein Eigengewächs des EHC Bayreuth, das seit dem Jahr 2008 in verschiedenen Mannschaften das Trikot der „Tigers“ getragen hat. Mit drei Scorerpunkten in vier Ligaspielen legte er einen durchaus gelungenen Einstand für die Ice Dogs hin. Mit Maximilian Müller steht darüber hinaus einer der besten Goalies der aktuellen Bayernligasaison im Tor.
Auch in dieser Partie möchten die Wanderers natürlich Revanche für die Hinspiel-Klatsche nehmen.

Im Germeringer Lager spricht man von den Wochen der Wahrheit. Jetzt geht es darum, die oftmals herausragenden Leistungen im Vorrundenentspurt nochmal abzurufen, um sich eine optimale Ausgangslage zu verschaffen. Man hat das Ruder selbst in der Hand und muss nun Stärke zeigen. Das man ein Team ist, hat man oft genug bewiesen. Ohne die Unterstützung der eigenen Fans geht es jedoch nicht, daher auch der wiederholte Appell an die Germeringer Eishockeyfreunde, die Mannschaft nach vorne zu schreien. Es wird in beiden Spielen heiß hergehen!