Zwei Heimspiele stehen an

10.11.2015 um 18:55 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Wanderers wollen 0-Punkte-Wochenende vergessen machen

Nach vier erfolgreichen Wochenenden musste die Mannschaft um Wanderers Coach Alfred Weindl den ersten Rückschlag hinnehmen. Sowohl gegen Buchloe als auch gegen Pegnitz ging man als Verlierer vom Eis. In beiden Partien hatte man mit erheblichen Personalsorgen zu kämpfen. Neben Martin Pfohmann, Sven Goblirsch und Michael Schmidbauer, fehlten am Sonntag in Pegnitz mit Markus Koch und Sven Schittenhelm zwei wichtige Stützen in der Abwehr. Doch trotz der vorherrschenden Umstände zeigte man im Heimspiel gegen die Pirates über 50 Minuten eine starke, kämpferische Leistung. Lediglich in den letzten Minuten musste man zwei spielentscheidende Gegentore hinnehmen. Zwei Tage später beim EVP tat man sich von Anfang an deutlich schwerer. Nach 60 gespielten Minuten stand eine deutliche 2:7 Niederlage auf der Anzeigetafel.
Am kommenden Wochenende wollen die Germeringer in ihren zwei Heimspielen wieder neu angreifen und auf Punktejagd gehen.

Zuerst sind am Freitag die Islanders aus Lindau Gast in Germeringer Polariom. Den Ligastart hat man sich am Bodensee sicherlich anders vorgestellt. Mit 13 Punkten rangiert man aktuell auf dem 8. Tabellenplatz, mit genau einem Punkt mehr als die Wanderers.
Zwei schmerzhafte Abgänge musste man im vergangenen Sommer verkraften. Varian Kirst verließ als Top-Torhüter der Bayernliga den Verein in Richtung Hamburg. Darüber hinaus schloss sich der drittbeste Scorer Tobias Feilmeier dem ESC Dorfen an. Als Neuzugänge konnte man Marko Babic (Erding Gladiators), Steffen Kirsch (EV Füssen) und Bayernliga-Wandervogel Fabian Sing (EV Moosburg) präsentieren. Der erst 24-jährige Babic hat bereits 101 Scorerpunkte in 141 Bayernliga-Spielen vorzuweisen und darüber hinaus Spiele in der Oberliga absolviert. Steffen Kirsch stammt aus dem Nachwuchs des EV Ravensburg, wo er neben der Junioren-Bundesliga auch 19 mal in der heutigen DEL 2 zum Einsatz kam. Vor seinem Wechsel nach Lindau ging er für den Oberligisten EV Füssen auf Torejagd. Neben all den neuen Kräften setzt man beim EVL jedoch auch auf Kontinuität. Von der letztjährigen Meistermannschaft konnte die deutsch-tschechische Fraktion um Zdenek Cech, Martin Sekera, Michal Mlynek und Lubos Sekula weiterverpflichtet werden. Alle vier zählen zu den absoluten Leistungsträgern der Lindauer.

Zwei Tage später gastiert der EHC Waldkraiburg in der Münchner Vorstadt. Die 0:1 Heimniederlage gegen Peißenberg war die fünfte Niederlage in Folge und bedeutet den Sturz unter den „Strich“ in der Tabelle. Auf Grund der anhaltenden Verletzungsmisere wurde inzwischen sogar das Saisonziel neu definiert. Mit Platz 10 und der damit verbundenen Qualifikation für die Zwischenrunde will man die bislang so enttäuschend laufende Saison noch retten. Mit Max Kaltenhauser, Michael Trox, Martin Hagemeister und Kontingentspieler Jakub Marek fehlen aktuell vier Top-Leute im Sturm. Dazu kommt, dass man sich bei den Löwen von den Verteidigern Andreas Andrä und Christian Mitternacht mehr erhofft hat, als sie bisher gezeigt haben. Zu den Punktbesten zählen in der jetzigen Spielzeit Lukas Wagner (16 Scorerpunkte) und der erst 19-jährige Nico Vogl (13 Scorerpunkte), der aus dem eigenen Nachwuchs stammt. Darüber hinaus stellt Waldkraiburg mit Patrick Vetter und Fabian Birk das letztjährig beste Torhüter-Duo der vierthöchsten deutschen Eishockeyliga. Erfahrung ins Team bringt Stürmer Timo Borrmann, der vor der Saison von den Blue Devils Weiden in die Industriestadt wechselte. In knapp 200 Oberliga-Spielen konnte er 160 Scorerpunkte auf seinem Konto verbuchen. Aber auch Andreas Paderhuber, Martin Führmann und Daniel Hämmerle wissen wo das Tor steht und werden daher trotz der aktuellen Situation voll angreifen.

Schaut man nur auf die Namen, warten auf die Wanderers Germering zwei übermächtige Gegner. Doch man konnte in dieser Saison bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass man mit Spitzenmannschaften mithalten kann. Nach sechs Spielen Sperre wird Martin Pfohmann wieder für die Germeringer auf Torejagd gehen können. Auch mit Rückkehrern aus dem Lazarett ist zu rechnen.