Wanderers setzen ein Lebenszeichen

29.11.2015 um 21:20 Uhr von Markus Degenhardt

Punktgewinne in Miesbach und Dorfen
 
Nach drei punktlosen Spielwochenenden musste das Team um Wanderers Coach Alfred Weindl nun zweimal auswärts antreten. Fünf Ausfälle hatte man beim Freitagsspiel in Miesbach zu verkraften. Nico Rossi, Michael Schmidbauer, Marco Berger, Sven Schittenhelm und US-Boy J.C. Cangelosi konnten nicht für die Schwarz-Gelben auflaufen. Die Vorzeichen standen folglich alles andere als gut.
 
Doch im ersten Drittel zeigte man trotz neu zusammengewürfelten Reihen eine starke kämpferische Leistung und konnte somit mit einem leistungsgerechten 0:0 in die erste Pause gehen. Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Freudenmoment für die Wanderers. Nach nicht einmal zwei gespielten Minuten gelang Christian Czaika auf Vorlage von Benedikt May die 1:0 Führung für die Germeringer. Wenige Sekunden später musste eben jener wegen Beinstellen für zwei Minuten vom Eis. Das darauf folgende Überzahlspiel nutzten die Miesbacher in Person von Athanassios Fissekis zum schnellen Ausgleich. In der Folge neutralisierten sich die Kräfteverhältnisse wieder auf beiden Seiten. Es ging hin und her mit Torabschlüssen von beiden Mannschaften. Doch bis zum zweiten Pausentee zappelte der Puck nicht mehr im Netz, so dass es mit einem 1:1 Unentschieden wieder in die Kabine ging. Gut fünf Minuten waren im letzten Drittel gespielt, da nutzte Stephan Stiebinger eine Unachtsamkeit der schwarz-gelben Defensive zur 2:1 Führung für den TEV. Doch ganz nach dem Motto der Germeringer Sprechchöre "Wanderers geben niemals auf" steckte man nicht auf. Im zweiten Angriff nach dem unglücklichen Gegentor konnte Sven Goblirsch bereits wieder den umjubelten Ausgleich markieren. Bis zum Spielende konnte keine Mannschaft mehr das Spiel für sich entscheiden, so dass man nach 60 gespielten Minuten in die Verlängerung ging. Hier dauerte es gerade einmal 38 Sekunden, bis der kanadische Kontingentspieler Justin Gvora das Spiel mit seinem Tor zum 3:2 beenden konnte. Zum Spieler des Spiels auf Germeringer Seite wurde Benedikt May gewählt.
 
Zwei Tage später ging es für die Wanderers zum Tabellenführer nach Dorfen. Auch hier fehlten Alfred Weindl fünf Stammkräfte. Freuen konnte man sich jedoch auf das Comeback von US-Boy J.C. Cangelosi, der vor den Augen seiner Eltern wieder die Schlittschuhe für die Wanderers schnüren konnte. Die Germeringer erwischten einen schweren Start in das Spiel, weil man sich zahlreiche Unterzahlspiele leistete. Die erste nutzten die Eispiraten in Person von Daniel Kreß. Die nachfolgenden Powerplays konnte Dorfen nicht effektiv in Tore ummünzen, was zum einen an dem glänzend aufgelegten Severin Dürr im Wanderers Tor lag und zum anderen an dem laufintensiven und aggressiven verteidigen der Vorderleute. Kurz vor der Drittelsirene waren die Wanderers einmal in Überzahl und konnten das gleich für sich ausnutzen. Cangelosi stocherte den Puck in die Maschen des ESC. Das zweite Drittel war sehr ausgeglichen. Das Tempo erhöhte sich im Vergleich zu den ersten 20 Spielminuten und es gab gute Toraktionen für beide Mannschaften. Ein Treffer konnte jedoch niemand für sich verbuchen, so dass es mit 1:1 in die zweite Pause ging. Den besseren Start in den Schlussabschnitt war Germering vorbehalten. Nach nicht einmal drei gespielten Minuten schnappte sich Stefan Sohr die Scheibe, umkurvte das Tor von Simon von Fraunberg und schlenzte den Puck ins kurze Eck. Wenige Sekunden danach sollte das Spiel eine böse Wendung nehmen. Alexander Rauscher fuhr einen bösen Kniecheck gegen Wanderers Stürmer Sven Goblirsch, der verletzt auf dem Eis liegen blieb und wenig später mit der Trage vom Eis gebracht werden musste. Für Rauscher gab es eine absolut berechtigte 5 plus Spieldauerstrafe. Diese konnte Benedikt May für die Schwarz-Gelben zum 1:3 nutzen, nachdem Severin Dürr kurz davor einen Alleingang von Lukas Miculka noch parieren konnte. Kurz nach dem 1:3 leistete sich die Wanderers Defensive einen unnötigen Puckverlust, welchen Tobias Feilmeier zum 2:3 für Dorfen nutzen konnte. Zur Hälfte des letzten Drittels musste der tschechische Kontingentspieler Lukas Miculka eine 10 minütige Disziplinarstrafe wegen Meckerns hinnehmen. Ohne ihn fiel den Eispiraten nicht mehr viel ein, so dass das 2:4 von Benedikt May kurz vor Ende der Schlusspunkt dieses Spiels war.
 
Die Wanderers beenden das Wochenende also mit vier wichtigen Punkten. Es ist das Ergebnis der zuletzt wieder deutlich verbesserten Leistungen. Trotz Personalnot rückte man zusammen und zeigte in beiden Partien eine starke kämpferische aber auch spielerisch gute Leistung. Die beiden Goalies Timon Ewert und Severin Dürr waren wieder einmal der Schlüssel zum Erfolg. Am kommenden Wochenende bekommt man es mit Memmingen und Peißenberg zu tun.