Wanderers müssen zweimal auswärts ran

24.11.2015 um 19:44 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

In der bitteren Realität angekommen

Das dritte Wochenende in Folge muss das Team um Wanderers Coach Alfred Weindl ohne Punktgewinn auskommen. Am vergangenen Freitag zeigte man bei der Überraschungsmannschaft aus Moosburg eine ansprechende Leistung, hielt lange gut mit und musste sich erst zum Spielende geschlagen geben. Zwei Tage später im Heimspiel gegen den Höchstadter EC traf man auf einen qualitativ starken Gegner. Nach einigen unnötigen Unterzahlspielen verließ man letztlich auch hier als Verlierer das Eis. In beiden Partien musste man auf Christian Czaika und den bisher punktbesten Wanderer J.C. Cangelosi verzichten.

Am kommenden Freitag muss man nun beim TEV Miesbach antreten. Das Hinspiel konnten die Wanderers nach Toren von Cangelosi (2x), Koch und Schittenhelm mit 4:3 nach Verlängerung für sich entscheiden. In der Zwischenzeit haben sich die Miesbacher jedoch gefangen und grüßen mit 24 Punkten vom siebten Tabellenplatz. Maßgeblichen Anteil daran hat der Kanadier Justin Gvora, der seit Mitte Oktober die Kontingentstelle besetzt. Er folgt damit auf Nick Sandor, dessen Try-Out-Vertrag nicht verlängert wurde. Gvora hat in Grafing mit Kai Klimesch und Peter Meier gespielt. "Von den beiden haben wir positives Feedback bekommen“, sagt der Sportliche Leiter Stefan Moser. In der Saison 2013/14 spielte er in der Oberliga für den EHC Klostersee und kam in 14 Spielen auf sechs Tore und elf Assists.
Die bisher stärksten Scorer beim TEV sind Athanassios Fissekis (16 Punkte), Justin Gvora (14 Punkte) und Josef Kottmair (13 Punkte). Darüber hinaus hat man mit Kai Klimesch den bisher viertstärksten Goalie der laufenden Bayernligasaison im Tor stehen.
Miesbach gilt nicht gerade als das fairste Team der Liga. Stolze 24,79 Strafminuten muss man durchschnittlich pro Spiel hinnehmen. Trotzdem ist man bisher in sieben Spielen vor heimischen Publikum ungeschlagen. Ein schwieriges Unterfangen für die Wanderers.

Zwei Tage später muss die Mannschaft um Wanderers Kapitän Matthias Dosch erneut auswärts ran. Man ist beim aktuellen Tabellenführer ESC Dorfen zu Gast. Die Eispiraten um Trainer Heinz Feilmeier sind das Maß aller Dinge. Mit elf Siegen in 14 Ligapartien und durchschnittlich fast fünf Toren pro Spiel kontrolliert man aktuell das Geschehen in der höchsten bayerischen Eishockeyliga. Ein Garant für den Erfolg ist der tschechische Kontingentspieler Lukas Miculka, der bereits 32 Scorerpunkte auf seinem Konto verbuchen konnte. Unterstützt wird er von Trainersohn Tobias Feilmeier, der mit 17 Assists bester Vorlagengeber des ESC ist. Zudem hat man den stärksten Torhüter in den eigenen Reihen. Andreas Tanzer kassiert gerade einmal 1,62 Gegentore pro Spiel und macht seinen Ruf als "Stürmerschreck" alle Ehre. Im vergangenen Sommer tätigte man darüber hinaus mit Florian Fischer einen hervorragenden Transfer. Der erst 23-jährige Stürmer kam von den Erding Gladiators aus der Oberliga und kann nun auf 14 Tore und 5 Assists zurückblicken.
Das Hinspiel im Germeringer Polariom endete mit 2:4. Eispiraten-Trainer Feilmeier sprach aber nach dem Spiel bei der Pressekonferenz "von der besten Germeringer Leistung, die er in den letzten Jahren in der Bayernliga gesehen hat".

Aktuell trennen die Wanderers sechs Punkte vom angestrebten 10. Tabellenplatz. Die Gegner am kommenden Wochenende haben es in sich, verstecken wird man sich jedoch nicht. In der Hoffnung, dass Christian Czaika und J.C. Cangelosi wieder zur Verfügung stehen, wird man in beiden Spielen voll angreifen und alles in die Waagschale werfen, um endlich wieder zu punkten. Freuen würde man sich selbstverständlich wieder über die Unterstützung der Fans!