33. Internationales SERC Kleinstschülerturnier, Schwenningen 05./06. Sept. 2015

16.09.2015 um 16:19 Uhr von Andreas
Beim diesjährigen 33. Internationalen SERC Kleinstschülerturnier 2015 in der Helios-Arena Villingen-Schwenningen traten zehn Mannschaften zum Wettstreit an. Gemeldet hatten sich neben den Gastgebern Schwenningen Wild Wings Future, Krefeld EV 81, EHC Bülach (CH), SC Bietigheim-Bissingen und Argovia Stars (CH) (alle Gruppe A), SC Bern Future (CH), EV Ravensburg, CSGSA Straßburg (F) und die Wanderers Germering. Die Eisbären Berlin Juniors mussten kurzfristig absagen und das Ersatzteam „Allstars Germany“ wurde gegründet. Es bestand aus Spielern der Freiburger Wölfe und der Schwenninger Wild Wings Future. Letztere fünf Teams bildeten die Gruppe B.
Im letzten Jahr belegten die Wanderers den 10. Platz von 12 Mannschaften.
Gespielt wurde in der Vorrunde, in der jeweiligen Gruppe im Modus Jeder-gegen-Jeden, zweimal 18 Minuten. Danach begann die Platzierungsrunde.

In das Turnier starteten die Kleinstschüler der Wanderers Germering gegen Bern (CH) erst in der Mittagszeit. Leider kamen die Wanderers sehr spät aus der Kabine und so blieb ihnen keine Zeit mehr um sich warmzulaufen. Die Gegner aus Bern dagegen nutzten die Eisfläche um sich ordentlich einzufahren. Beide Mannschaften starteten recht verhalten in die Partie. Auf Germerings Seite fielen vor allem Unsicherheiten und Stolpereien auf. Einige der Spieler hatten seit dem letzten Saisonende kein Eiskontakt mehr und dies war von Beginn an deutlich sichtbar.  In der vierten Minute nutzen die Wanderers einen schnellen Konter und den alleinigen Durchmarsch über das Feld, um den ersten Treffer der Begegnung zu erzielen (1:0). Bereits in der folgenden Minute gab es erste Unsicherheiten vor Germerings Tor und dies ließ nichts Gutes erahnen. Der Torschuss von Bern nach dem Wechselsignal zur siebten Minute wurde nicht gewertet. Knapp eine halbe Minute später setzten die Eidgenossen den ersten Akzent und glichen zum 1:1 aus. Eine Minute später legten die Gegner mit einem schnellen Konter nach (1:2) und jetzt machte sich das läuferische Defizit deutlich bemerkbar. Die mitgereisten Fans befürchteten Schlimmes. In Minute Zehn hielt Germerings Schlussmann sein Team mit einer schnellen Reaktion im Spiel, nachdem die Verteidiger ausgespielt waren und ein Berner Spieler ohne Bedrängnis abfeuern konnte. In der 13. Minute gelang es Bern scheinbar mühelos die Scheibe über das gesamte Spielfeld zu kontrollieren und erfolgreich abzuschließen. Das 1:3 lag auch schon vorher förmlich in der Luft. In der folgenden Minute konnte der Berner Goalie einen vielversprechenden Anlauf der Wanderers vereiteln und nur sechzig Sekunden später erhöhte Bern auf 1:4. Das Spiel wurde langsam immer schneller und auch etwas körperbetonter. Die Wanderers hatten sichtlich Mühe an der Scheibe zu bleiben. Nach gespielten 18 Minuten hatten die Spieler in der kurzen Pause etwas Zeit um durchzuschnaufen.
Nach dem Bully zur zweiten Halbzeit legten die Wanderers zwar gut los, konnten aber wieder nicht abschließen und punkten. Die gegnerische Mannschaft verwertete ihre Chancen gnadenlos. In Minute Zwanzig legte Bern zum 1:5 auf. Alle Bemühungen Germerings scheiterten an der etwas kompakteren Verteidigung  Berns oder aber am gutgelaunten Schlussmann. Die wenigen Möglichkeiten wurden einfach nicht mit Erfolg gekrönt. Den Schweizern schien fast jeder Anlauf zu gelingen und so zeigte die Tafel in der 26. Minute 1:6. In der 31. Minute eröffnete ein unnötiger Verteidigungsfehler die freie Schussbahn für Bern. Die nahmen dankbar an und netzten zum 1:7 ein. In der vorletzten Minute ließen sich die Wanderers durch einen sehr schnellen Wechsel überrumpeln und die Gegner erhöhten zum 1:8. Bei Germerings Spielern schien die Luft raus zu sein und in den letzten, knapp zwei Minuten fiel kein Tor mehr. Das läuferische Defizit und die Tatsache dass die Mannschaft bisher nicht zusammen auf dem Eis stand, ließ für den weiteren Turnierverlauf nichts Gutes erahnen. Auf Trainer Rudi Simm und seine junge Mannschaft wartet wohl noch ein hartes Stück Arbeit.

Wanderers Germering      vs.      Bern (CH)      1 : 8

Der nächste Gruppengegner Straßburg ist den Kleinstschülern aus Germering nach dem letztjährigen Turnier in keiner guten Erinnerung, bescherte er ihnen doch eine deutliche Niederlage (3:8). Mit großem Respekt und Zurückhaltung starten die Wanderers in ihre zweite Begegnung. Bereits in der ersten Minute prallten zwei Spieler aufeinander, so dass die Partie kurzzeitig unterbrochen werden musste. Glücklicherweise gab es keine Verletzungen und das Spiel wurde fortgesetzt. In der Anfangsphase erarbeiteten sich widererwartend die Wanderers mehrere Torchancen und scheiterten nur an Straßburgs Torhüter. Immer wieder nahmen die Germeringer das gegnerische Tor ins Visier und kamen besser ins Spiel. Schnelle Wechsel und erste gute Pässe waren noch kein Rezept den gegnerischen Schlussmann zu überwinden. Doch sorgten die zahlreichen vielversprechenden Angriffe der Wanderers für Spannung. Auch Straßburg kam besser ins Spiel und sorgte für so manche heikle Situation. Germering hielt tapfer dagegen. Trotz erarbeiteter und guter Torchancen wollte die Scheibe einfach nicht im Netz der Straßburger landen. Gut drei Minuten vor der Halbzeitpause fand der Puck den Weg über die Torlinie von Straßburg. Völlig überrascht waren nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Zuschauer. Mit dem neu erlangten Selbstbewusstsein wagten die Germeringer mehr Torschüsse und Anläufe gegen die Kontrahenten. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts standen sich die Spieler selbst im Weg und blockierten die direkte Linie zum gegnerischen Kasten. Bis zur Halbzeit blieb es beim 1:0 für die Wanderers.
Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit nutzten die Gegner aus Straßburg den Bullygewinn für einen schnellen Angriff und glichen nach 18 Sekunden im zweiten Abschnitt zum 1:1 aus. Scheinbar unbeeindruckt benötigten die Germeringer ebenfalls nur 19 Sekunden um wieder in Führung zu gehen (2:1). Beide Teams agierten nun auf Augenhöhe und sorgten für viel Arbeit auf Seiten der Goalies. Nicht selten landete die Hartgummischeibe in der Fanghand. Langeweile und Verschnaufen gab es nicht. Trotz Wechselproblemen, wie bereits letztes Jahr stolperten einige Spieler immer wieder über die hohe Spielfeldbegrenzung oder blieben daran hängen. Trotzdem gelang den Wanderers in der 26. Minute der nächste Punkt (3:1). Jetzt war Schwung in der Mannschaft und den folgenden Minuten legten die Germeringer noch dreimal nach (6:1). Während der letzten beiden Spielminuten erzielten sie noch drei Tore. Zwei Sekunden vor Schluss fiel der letzte Treffer zum 9:1 Endstand.
 
Wanderers Germering      vs.      Straßburg (F)      9 : 1

Dritter Kontrahent des Tages war der EV Ravensburg. Letztes Jahr belegten die Gegner den fünften Platz und hatten an diesem Turniertag bereits die ersten drei Spiele für sich entscheiden können. Entsprechend energisch gingen die Spieler ans Werk. Mit dem Scheibengewinn der Wanderers am Bullypunkt und einem blitzschnellen Anlauf hatte keiner gerechnet und nach 13 Sekunden zeigte die Tafel 1:0 für Germering. Darauf folgte ein schnelles Spiel mit energischen Angriffen. Das nächste Tor lag förmlich in der Luft. Zeit zum Verschnaufen und/oder Ausruhen blieb keinem Spieler. So schnell die Begegnung begonnen hatte, so schnell ging es weiter. In der siebten Minute legten die Wanderers zum 2:0 nach, indem sie die Gegner durch einen flinken Wechsel überrumpeln konnten. Zwei Minuten später fiel das 3:0 sehr zur Überraschung der Trainer und Zuschauer. Ravensburg schien unbeeindruckt zu sein und erzielte nur knapp eine halbe Minute später den ersten Anschlusstreffer (3:1). Nun war der EVR am Drücker und nicht nur einmal rettete das Wechselsignal die Wanderers vor dem nächsten Einschlag. In der 13. Minute legte Ravensburg nach und verkürzte auf 3:2. Die Partie drehte sich zugunsten der Würtemberger. Germering agierte unruhig und wurde in die Defensive gedrängt. In Minute Vierzehn nahmen zwei Wanderers ihrem eigenen Goalie unglücklich die Sicht und schafften so die Voraussetzung zum 3:3 von Ravensburg. Statt Aktion blieb den Kleinstschülern aus Germering nur noch Reaktion und so nahmen sie eine halbe Minute später auch noch das 3:4 des EVR hin. Ins Spiel kam keine Ruhe mehr und nur mit viel Glück fiel bis zur Halbzeitpause kein weiteres Tor.
Analog zum Spielbeginn waren es diesmal die Gegner, die mit dem Bullygewinn einen blitzschnellen Angriff erfolgreich verwerten konnten. Nur vier Sekunden nach dem Anpfiff erhöhte Ravensburg auf 3:5. Doch Germering gab nicht auf. Beide Teams drückten mächtig aufs Gas, gaben keine Scheibe verloren und kämpften um jeden Meter. In der 25. Minute verkürzten die Wanderers auf 4:5. Eine unglückliche Szene unterbrach den spannenden und schnellen Spielfluss. Ein Check in die Bande durch einen Germeringer Spieler sorgte auf dem Eis, unter den Trainern, und neben dem Eis, unter Eltern, für laute und hitzige Diskussionen. Das Spiel war eindeutig von beiden Teams zu körperbetont und aggressiv, dennoch sollte es bei einem Kleinstschülerturnier solche unschönen Szenen nicht geben. Möglicherweise unbewusst hielten sich die Germeringer etwas zurück, Ravensburg dagegen drehte scheinbar immer mehr auf. Bis zum Ende der 32. Minute netzte der EVR drei weitere Male ein (4:8). Der Anschlusstreffer zum 5:8 in der 34. Minute konnte die fast sichere Niederlage nicht mehr verhindern. Eine halbe Minute später kam die Antwort zum 5:9. Dabei blieb es auch in den verbleibenden beiden Minuten der Partie. Leider blieb durch die unschönen Szenen ein fader Nachgeschmack.

Wanderers Germering      vs.      EV Ravensburg     5 : 9

Im letzten Gruppenspiel stand uns das Ersatzteam „Allstars Germany“ gegenüber. Die Kids, weil sie zum Teil Fans der Hauptstädter sind, hatten sich schon auf die Eisbären aus Berlin gefreut die jedoch leider, wie schon erwähnt, kurzfristig absagen mussten. Vielleicht haben wir in einem anderen Turnier noch einmal das Vergnügen.
Die Wanderers nutzten den Überraschungsmoment und gingen nach  21 Sekunden mit 1:0 in Führung. In der achten Minute legten die Kleinstschüler zum 2:0 nach. Die Angriffe der Wanderers waren vielversprechend im Ansatz, es fehlte aber oft an der letzten Konsequenz im Abschluss. Beide Teams wirkten in der Anfangsphase nahezu ebenbürtig. Im weiteren Verlauf erlangte Germering öfters Scheibenbesitz und wurde offensiver. Die fortwährenden Angriffe wurden aber auch immer wieder durch schnelle Konter und Schüsse der Allstars in Richtung des Wanderers Tores unterbrochen. Bis zur Halbzeit blieb es dann beim 2:0.
In der zweiten Spielhälfte spürte man die Motivation beider Mannschaften. In der 20. Spielminute hatten die Allstars mehr Erfolg im Abschluss und verkürzten mit ihrem ersten Treffer auf 2:1. Obwohl sich zwei Wanderers in die Schussbahn warfen landete die Scheibe im Germeringer Netz. In der 22. Minute stellte man den alten Abstand wieder her, nachdem die Scheibe doch noch ziemlich langsam den Weg über die gegnerische Linie fand (3:1). In Minute 25 nutzten die Allstars einen schnellen Wechsel zum Angriff. Glücklicherweise endete der gefährliche Torschuss in der Fanghand des Germeringer Schlussmanns. Die Partie blieb weiter spannend, beide Mannschaften wollten gewinnen. Entschieden war noch lange nichts. In der 30. Minute legten die Allstars nach einem blitzschnellen Konter zum 3:2 nach. Die Begegnung wurde immer spannender. Eine Minute später kam die Antwort. Die Scheibe blieb unter dem Goalie der Allstars Germany liegen und konnte im konsequenten Nachgang über die Torlinie geschoben werden (4:2). Keine halbe Minute später verkürzten die Kontrahenten wieder auf 4:3. Die Wanderers wirkten etwas unkonzentriert. Es war wie verhext, es gelang kein Treffer und alle Angriffe endeten erfolglos vor dem gegnerischen Tor. Etwa drei Minuten vor Spielende glichen die Allstars zum 4:4 aus. Die Wanderers waren stark unter Bedrängnis und konnten sich nicht mehr richtig freispielen. Die Reihen agierten unruhig, die Luft war raus und die Konzentration verloren. Dann kam es, wie es kommen musste. Nur 22 Sekunden vor Schluss erzielten die Allstars den Führungstreffer zum 4:5. Der Treffer zum 4:6, drei Sekunden vor Spielende, spielte dann auch keine Rolle mehr. Unglücklich verloren die Wanderers das spannende Spiel.

Wanderers Germering      vs.      Allstars Germany      4 : 6

Die Vorrunde beendeten die Wanderers Germering als Gruppenvierter und hatten somit das Vergnügen der spätesten Spielzeit des heutigen Tages und zusätzlich der frühesten Spielzeit am zweiten Turniertag.

In der letzten Begegnung des ersten Turniertages stand uns der ebenfalls Viertplatzierte der Gruppe A, die Schwenninger Wild Wings Future, gegenüber. In den Platzierungsspielen betrug die Spielzeit nun zweimal 15 Minuten (statt 2 x 18 Minuten in der Vorrunde).
Die Kids waren eigentlich schon fertig, da sich nach dem letzten anstrengenden Spiel gegen die Allstars Germany nach nur wenigen Minute Pause erneut antreten mussten.
In den ersten sechs Minuten hielten die Wanderers noch ordentlich dagegen, später dann schlichen sich immer mehr Fehler ein. Schwenningens Angriffe wurden immer gefährlicher. Überraschenderweise konnten die Germeringer in der siebten Minute das erste Tor der Begegnung 1:0. Zwei Minuten später glichen die Wild Wings zum 1:1 aus. In der 14. Minute punktete Schwenningen zwei weitere Male (1:3). Die Wanderers machten es den Kontrahenten mit andauernden Wechselfehlern sehr leicht. Zeitweise waren sogar nur zwei oder einmal drei Spieler auf dem Eis. Die Konzentration war weg, Wechselsignale wurden nicht wahrgenommen und die Kids wirkten stehend k.o.. Die kurze Halbzeitpause half leider auch nichts mehr.
Während die Wild Wings in der zweiten Spielhälfte insgesamt sechs Tore erzielen konnten, gelang Germering in der 22. Minute nur noch ein weiteres Tor. Das Spiel endete mit 2:8 und die Wanderers stolperten total kaputt (kurz vor 20:00 Uhr) in die Kabine.

Wanderers Germering      vs.      Schwenningen Wild Wings Future     2 : 8

In Anbetracht der frühen Spielzeit am zweiten Turniertag (8:00 Uhr) gab es ein schnelles Pizzaessen in der Kabine. Viele Spieler bzw. Eltern hatten noch die Fahrzeit in die Jugendherberge nach Rottweil. Zum langen Tag und der späten Bettzeit kam noch ein Feueralarm (ca. 1:45 Uhr) hinzu. Alle Bewohner mussten auf Anweisung der Feuerwehr das Gebäude verlassen. An erholsamen Schlaf war nicht mehr zu denken. Nach der kurzen Nacht ging es um 6:30 Uhr schon wieder in Richtung Schwenningen.

Der frühe Gegner, Argovia Stars aus der Schweiz, wirkte etwas fitter und lief sich schon eine ganze Weile ein, bevor die Wanderers aus Germering auf die Eisfläche taumelten.
Vier Sekunden nach dem Anpfiff schlug die Hartgummischeibe im Kasten der Germeringer ein. Trotz des frühen Treffers versuchte man das Spiel aufzunehmen. Das Zusammenspiel der Eidgenossen wirkte deutlich besser, gute Kombinationen und ein genaues Paßspiel brachte die Wanderers oft in Bedrängnis. In der fünften und neunten Minute schlugen die Schweizer eiskalt zu und die Tafel zeigte 0:3. In der zwölften Minute rutschte die Scheibe erneut, sehr unglücklich, über Germerings Torlinie. In einem großen Durcheinander vor dem Tor hatte Germerings Goalie keine freie Sicht mehr, zusätzlich stand noch der Unparteiische im Weg der Spieler und das 0:4 konnte nicht mehr verhindert werden. Eine Minute später, nach dem Bully wg. einer Spielunterbrechung, benötigten die Argovia Stars nur wenige Sekunden um den Treffer zum 0:5 zu erzielen.
Germerings Anläufe wurden fast durchwegs im Keim erstickt und die Wanderers kamen nur selten vor das Schweizer Tor. Die kurze Halbzeitpause ändert auch nichts, die Mannschaft wirkte erschöpft und niedergeschlagen.
In der zweiten Spielhälfte konnte man wieder etwas dagegenhalten. Dennoch ließen die Eidgenossen den Germeringern kaum Platz für Angriffe. Nur wenige Male kamen die Reihen vor das gegnerische Tor und scheiterten an Verteidigern und dem reaktionsschnellen Torhüter. In der 30. Minute luden die Germeringer die Argovia Stars mit einem Fehlpass vor dem eigenen Tor förmlich ein. Dankbar nahmen die Rivalen an und netzten zum 0:6 ein. Knapp 30 Sekunden später rollte der Puck erneut über die Torlinie (0:7). Die Kleinstschüler aus Germering hatten dem nicht mehr viel entgegenzusetzen und waren nur noch bemüht die schnellen Angriffe abzuwehren. Zweieinhalb Minuten vor Spielende fiel das 0:8. In der letzten Spielminute führte ein schneller Wechsel der Gegner zum 0:9 und 19 Sekunden vor dem Ende fiel das 0:10. Müde und demotiviert verließ die Mannschaft das Eis. Auf Trainer und Betreuer wartete in der Kabine wohl ein Stückchen Arbeit, um das Team wieder aufzurichten.

Wanderers Germering      vs.      Argovia Stars (CH)      0 : 10
 
Mit dem SC Bietigheim stand der letzte Gegner des Turniers auf dem Plan. Die mitgereisten Fans waren gespannt, wie gut die Wanderers nach der deutlichen Schlappe des morgendlichen Spiels, in die Partie starten würden. Die vierte Reihe punktete in ihrem ersten Einsatz (4. Minute) völlig unerwartet und bescherte den Wanderers die Führung (1:0). Zweieinhalb Minuten später konterte Bietigheim mit dem 1:1. Der Germeringer Verteidiger entfernte sich zu weit vom eigenen Tor. Den gegnerischen Pass erwischte er nicht und so eröffnete sich für die Rivalen eine freie Schussbahn. Am Ende der siebten Minute ließen die Germeringer erneut viel zu viel Raum und schon landete der Puck im Gehäuse (1:2). Die Reihen beider Mannschaften wirkten ziemlich ausgeglichen und ebenbürtig, einzig der erste Germeringer Block hatte deutlich mehr Mühe mit den Kontrahenten. In Minute Zehn stellten die Wanderers wieder den Gleichstand her (2:2). Der Schuss schlug genau über der Schulter des Goalies ein und passte genau unter die Latte. Drei Minuten später wurde endlich auch die erste Reihe der Wanderers für ihre Arbeit mit dem Treffer zum 3:2 belohnt. Die Führung hielt nur eine Minute, denn der Puck prallte unglücklich von der Schiene des Germeringer Torhüters ab und landete genau im Eck des eigenen Kastens (3:3). In der 18. Minute kämpfte die dritte Reihe der Wanderers richtig hart und konnte dreißig Sekunden vor Halbzeit erfolgreich zum 4:3 abschließen. Die kurze Pause kam genau richtig, um wieder Luft zu bekommen.
Bietigheim wirkte nach der Pause deutlich offensiver, jedoch begannen die Wanderers alle Kräfte zu mobilisieren. Die Zuschauer sahen gute Spielzüge und tolle Torchancen beider Seiten. Der Kampf wurde immer spannender. In der 26. Minute fiel leider der Ausgleich (4:4). In den folgenden Minuten geriet das Spiel etwas ins Stocken. Spielunterbrechungen wg. Verletzungen auf beiden Spielfeldern nahmen dem Spiel den Fluss. Spielstopps verhinderten den ein oder anderen Torschuss, was aus Sicht der Mannschaft sehr ärgerlich war. In Minute 31 fischte der Germeringer Schlussmann einen gefährlichen Schuss souverän mit der Fanghand raus und hielt so seine Mannschaft im Spiel. Zwei Minuten später wurde ein Gegenspieler des Feldes verwiesen, da er ohne Unterlass versuchte die Scheibe unter dem Goalie der Wanderers hindurchzuarbeiten. Trotz Spielunterbrechung lief die Uhr weiter und die Spieler wurden um wertvolle Spielzeit gebracht. Dass beide Teams den Sieg wollten, wurde immer deutlicher. Zwei Sekunden vor Ende der vorletzten Minute erzielten die Bietigheimer das 4:5 und Germering sah seine Felle davonschwimmen. Aufgeben war nicht drin und nach einer unglaublich spannenden Minute erzielten die Wanderers, acht Sekunden vor Spielende, den verdienten Ausgleich (5:5).
Die Partie musste im Penalty-Schießen entschieden werden.  
Zwei von drei Germeringern konnten punkten, dagegen Bietigheim nur einmal.
Durch tolle Reaktion und mit starken Nerven, gewann Germerings Torhüter das Penalty-Schießen für seine Mannschaft.
Mit diesem tollen Spiel schafften die Wanderers einen versöhnlichen Turnierausgang.

Wanderers Germering      vs.      SC Bietigheim      6 : 5  n. P.

Die Wanderers aus Germering beendeten das Turnier mit dem achten Platz.

Aus unserer Sicht war es ein tolles Turnier, auch wenn es zu früh in der Saison stattfand. Einige Kinder standen nach der Sommerpause zum ersten Mal wieder auf dem Eis.
Ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren und die vielen Helfer der Schwenninger Wild Wings Future, die es geschafft haben dieses großartige Turnier auf die Beine zu stellen.
Wir würden uns über ein Wiedersehen freuen!
(af)


Gruppeneinteilung:
 
Gruppe A   Gruppe B
     
Schwenninger WW Future   Bern (CH)
Kefeld e.V.   Allstars Germany
EHC Bülach (CH)   EV Ravensburg
SC Bietigheim   CSGSA Straßburg (F)
Argovia Stars (CH)   Wanderers Germering


Spielplan und Ergebnisse:
 
Spielnr. Heimmannschaft   Gastmannschaft      
               
(1. Spieltag)          
1   Schwenninger WW Future vs Krefeld e.V. 3 : 8
2   Bern (CH) vs Allstars Germany 13 : 3
3   EHC Bülach (CH) vs SC Bietigheim 25 : 4
4   EV Ravensburg vs Straßburg (F) 10 : 2
5   Schwenninger WW Future vs Argovia Stars (CH) 4 : 5
6   Bern (CH) vs Wanderers e.V. Germering 8 : 1
7   Krefeld e.V. vs EHC Bülach (CH) 9 : 6
8   Allstars Germany vs EV Ravensburg 3 : 9
9   SC Bietigheim vs Argovia Stars (CH) 2 : 9
10   Straßburg (F) vs Wanderers e.V. Germering 1 : 9
11   Schwenninger WW Future vs EHC Bülach (CH) 4 : 7
12   Bern (CH) vs EV Ravensburg 9 : 7
13   Krefeld e.V. vs SC Bietigheim 13 : 0
14   Allstars Germany vs Straßburg (F) 20 : 1
15   EHC Bülach (CH) vs Argovia Stars (CH) 3 : 3
16   EV Ravensburg vs Wanderers e.V. Germering 9 : 5
17   Schwenninger WW Future vs SC Bietigheim 12 : 5
18   Bern (CH) vs Straßburg (F) 34 : 0
19   Krefeld e.V. vs Argovia Stars (CH) 7 : 2
20   Allstars Germany vs Wanderers e.V. Germering 6 : 4
21   Schwenninger WW Future vs Wanderers e.V. Germering 8 : 2
22   SC Bietigheim vs Straßburg (F) 14 : 0
               
(2. Spieltag)          
23   Argovia Stars (CH) vs Wanderers e.V. Germering 10 : 0
24   Allstars Germany vs SC Bietigheim 4 : 3
25   Schwenninger WW Future vs Straßburg (F) 19 : 0
26   frei   frei      
27   Krefeld e.V. vs EV Ravensburg 12 : 2
28   Bern (CH) vs EHC Bülach (CH) 4 : 9
29   Argovia Stars (CH) vs Allstars Germany 8 : 0
30   Wanderers e.V. Germering vs SC Bietigheim 6 : 5  n.P.
31   Argovia Stars (CH) vs Straßburg (F) 23 : 1
32   Allstars Germany vs Schwenninger WW Future 2 : 7
33   EV Ravensburg vs Bern (CH) 1 : 9
34 Finale Krefeld e.V. vs EHC Bülach (CH) 8 : 4


Platzierungen:
 
1. Krefeld e.V.
2. EHC Bülach (CH)
3. Bern (CH)
4. EV Ravensburg
5. Argovia Stars (CH)
6. Schwenninger WW Future
7. Allstars Germany
8. Wanderers e.V. Germering
9. SC Bietigheim
10. Straßburg (F)

(Alle Angaben ohne Gewähr)