Wanderers machen sich selbst das Leben schwer

25.01.2015 um 21:01 Uhr von Markus Degenhardt

Foto: Richard Langnickel

Zwei Heimspiele standen für die Wanderers vergangenes Wochenende auf dem Programm. Mit mindestens einem Sieg hätten sich Kapitän Christian Czaika und sein Team eine komfortable Ausgangslage für die nächsten Spiele schaffen können.

Gut gefüllt war das Germeringer Polariom am Freitagabend gegen den TSV Peißenberg zum ersten Zwischenrundenheimspiel der Wanderers. Rund 450 Zuschauer sahen eine packende Partie, wobei Trainer Sebastian Wanner krankheitsbedingt auf Stürmer Benedikt May verzichten musste. Die Partie begann aus Sicht der Hausherren äußerst ungünstig. Denn nach nur 90 Sekunden konnte US-Boy Ryan Bohrer seine Wirbelwind-Qualitäten unter Beweis stellen. Im Alleingang tanzte er die Wanderers-Defensive regelrecht aus und schob die Hartgummischeibe zum 0:1 ein. Die Wanderers erholten sich schnell von ihrem frühen Schock. Kanadier Max Grassi kam in der 13. Spielminute aussichtsreich vor Gäste-Torhüter Felix Barth. Da er dabei allerdings unsanft gestört wurde, bekamen die Gastgeber eine zweiminütige Überzahlsituation zugesprochen. Diese wurde prompt genutzt! Der Kapitän höchst persönlich ließ das Netz zur Freude seiner Teamkollegen zappeln. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Nur einen Moment später, gelang es den Gästen den alten Spielabstand wiederherzustellen. Aber auch die Wanderers brauchten nicht lange, um den erneuten Ausgleich zu erzielen. Erneut nutzte die Mannschaft von Trainer Sebastian Wanner eine Powerplay-Situation und zeigte dort eine ungewohnte Effizienz. Diesmal war es Verteidiger Dominik Bahner, der ein Zuspiel von Christian Czaika und Daniel Rossi eiskalt hinter Barth versenkte. Stadionsprecher und Fans feierten noch lautstark den Ausgleich, als die Wanderers nur wenige Sekunden später für die nächsten Freudenschreie sorgten. Wie bereits beim ersten Zwischenrundenspiel in Dorfen belohnte sich die dritte Reihe für ihre kämpferische Leistung und erzielte erneut ein wichtiges Tor für ihre Farben. Benedikt Pfeil bekam den Puck von seinen Teamkollegen Stefan Sohr und Nico Rossi aufgelegt und schoss diesen aus spitzen Winkel (18. Min.) hinter die Torlinie. Mit einer 3:2 Führung im Rücken ging es schließlich in die Drittelpause und der ein oder andere Fan träumte bereits von einer erneuten Überraschung. Doch diesen Traum ließen die Gäste im Mitteldrittel unsanft platzen. Bereits kurz nach Wiederbeginn konnte Birkner den Ausgleich (22. Min.) für seinen TSV erzielen. Doch das nicht genug konnte der Gast durch Barth und wiederrum Bohrer das Ergebnis auf 3:5 aus Sicht der Wanderers erhöhen. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand versuchten die Wanderers im letzten Drittel noch einmal heran zu kommen, um vielleicht doch noch einen Punkt zu ergattern. Doch die Mannschaft von Trainer Randy Neal ließ in den letzten 20 Minuten keinen Torerfolg der Hausherren mehr zu und gewann schließlich die Partie. Trotz der Niederlage konnte Sebastian Wanner stolz auf die Leistung seiner Mannschaft sein. Denn über 60 Minuten bot man den favorisierten Gästen Paroli und war einem Punkterfolg lange Zeit sehr nah.

Mit der gleichen Leistung hätte man gegen den Sonntagsgegner Moosburg sicherlich drei Punkte einfahren können. Doch die Wanderers, die ohne Kanadier Max Grassi, dafür wieder mit Benedikt May und Martin Dürr aufliefen, konnten nicht an der Leistung von vor zwei Tagen anknüpfen. Stattdessen präsentierten sich die Hausherren phasenweise müde und ideenlos. EVM-Torhüter Hingel wurde an diesem Abend wahrlich nicht zu Glanztaten gezwungen, auch wenn er in dieser Partie als erstes hinter sich greifen musste. Eine doppelte Überzahl machten sich die Wanderers in der Mitte des Auftaktdrittels zu nutze. Benedikt May netzte die Scheibe mit einem kräftigen Schuss hinter Hingel ein. Nach der Führung bekamen die Zuschauer im Germeringer Polariom eine regelrechte Schonkost serviert. Vor allem im Mitteldrittel verlor die Mannschaft von Trainer Sebastian Wanner völlig den Faden und machten damit ihren Gegner unnötig stark. Moosburg nutze die Schwächephase gnadenlos aus. Mit zwei Toren drehten sie die Partie und gingen dadurch hochmotiviert in das Schlussdrittel. Nach dem Pausentee merkte man den Hausherren an, dass sie sich nicht kampflos ergeben wollten. Kurz nach Wiederbeginn hätte Moritz Lieb im Alleingang den Ausgleichstreffer erzielen können, doch Hingel blieb Sieger in diesem Duell. Kurz darauf erwies Stürmer Martin Dürr seiner Mannschaft einen Bärendienst. Mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe musste der Angreifer in der 47. Spielminute das Spiel vorzeitig beenden. Die Wanderers agierten dadurch fünf Minuten in Unterzahl und mussten in dieser das 1:3 hinnehmen. In den verbliebenen Minuten gelang dem Gastgeber lediglich der Anschlusstreffer durch Benedikt May, der sein zweites Tor an diesem Abend erzielte. Die Herausnahme von Torhüter Sebastian Reisinger kurz vor dem ertönen der Schlusssirene konnte auch nicht den gewünschten Ausgleich herbeiführen.

Trotz der zwei Niederlagen können die Wanderers Platz zwei immer noch erreichen. Dafür sind jedoch kommendes Wochenende dringend Punkte nötig! Kommenden Freitag haben die Wanderers gleich die beste Möglichkeit sich für die Niederlage gegen Moosburg zu revanchieren. Um 19:30 Uhr kommt es bereits zum Rückspiel in Moosburg. Am Sonntag, den 1. Februar gastiert der ESC Dorfen im Polariom. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr.