Aufstiegsrunden-Kandidaten ärgern

01.01.2014 um 15:47 Uhr von Markus Degenhardt

Foto: Richard Langnickel

Die Aufstiegsrunde ist für die Wanderers inzwischen in weite Ferne gerückt, dennoch können sie dieses Wochenende den Kampf und die begehrten Plätze beeinflussen. Denn mit dem TSV Peißenberg und den Eispiraten Dorfen haben es die Wanderers an diesem Wochenende gleich mit zwei Aufstiegsrunden-Anwärtern zu tun. Beide Mannschaften haben aktuell 39 Punkte auf ihrem Konto, wobei Dorfen ein Spiel weniger auf dem Buckel hat. Jedes Wochenende heißt es für beide Teams, über dem Strich zu bleiben. Denn die Verfolger Höchstadt (ebenfalls 39 Pkt.) und Moosburg (36 Pkt.) sind ihnen stets auf den Fersen.

Die Formkurve des Freitagsgegners ist aktuell leicht nach unten gerichtet: Nur zwei der letzten fünf Begegnungen konnten die Eishackler für sich entscheiden. Auch das letzte Spiel gegen Schlusslicht Haßfurt konnte die Mannschaft von Trainer Rudi Sternkopf erst in den Schlussminuten als Sieg verbuchen. Leichter wird die Aufgabe für die Wanderers deshalb nicht. Die Peißenberger werden im Polariom alles geben, um weiterhin im Play-Off-Rennen zu bleiben. Aufpassen müssen die Wanderers am Freitagabend vor allem auf die drei Topscorer des TSV. Mit Florian Barth (36 Pkt.), Sebastian Buchwieser (35. Pkt.) und Martin Hinterstocker (34 Pkt.) stellen die Gäste einige Topstürmer der Liga. Die Wanderers sind also gewarnt, wollen jedoch zu Hause wie zuletzt gegen Sonthofen ihren Fans eine sehenswerte und hoffentlich erfolgreiche Partie bieten. Denn auch für die Mannschaft von Trainer Sebastian Wanner ist in der Tabelle noch einiges möglich. Der Abstand zu den Dragons Mitterteich beträgt lediglich zwei Punkte und auch die IceHogs aus Pfaffenhofen sind mit vier Punkten Abstand in erreichbarer Nähe. Schafft man es in den verbleibenden Vorrundenspielen beispielsweise noch auf Platz 11, so käme man in die vermeintlich leichtere Abstiegsgruppe und entgeht dem gefrusteten Neunten. „Wir werden am Freitag alles versuchen, das Eis als Sieger zu verlassen, auch wenn wir wissen, dass beide Aufgaben an diesem Wochenende nicht einfach werden. Beide Mannschaften haben gute Einzelspieler und werden durch den Kampf um Platz 8 alles geben.“, so der Trainer. Deshalb hofft man im Wanderers-Lager auf zahlreiche Unterstützung seines Anhangs. Denn was gibt es Schöneres als mit einem Bayernliga-Heimspiel in das neue Jahr zu starten? Spielbeginn am Freitagabend ist um 20:00 Uhr.

Am Sonntag rollt der Wanderers-Bus dann schließlich nach Dorfen. Der Gastgeber hat, wie der Freitagsgegner, eine ähnliche Ausgangslage, muss jedoch noch zum Nachholspiel gegen den ERC Regen antreten. Erinnert man sich das an das Hinspiel im Germeringer Polariom, hat man keine guten Erinnerungen an diese Partie. Trotz zahlreicher Torchancen verzweifelte man schier an ESC-Goalie Andreas Tanzer und musste sich am Ende zwar knapp, aber auch ohne einmal selbst getroffen zu haben, geschlagen geben. Neben einem starken Schlussmann haben die Eispiraten auch in der Offensive einiges geboten. Allen voran steht in der internen Scorerwertung Christian Birk mit 37 Punkten auf der Pole-Position. Dahinter folgt Kanadier Jarret Granberg, der eine eingebaute Torgarantie besitzt. 20 Tore in 20 Spielen ist seine aktuelle Bilanz und legte dabei auch noch neun weitere Tore auf. Außerdem stellen die Dorfner einige weitere Bayernliga-erfahrende Spieler und haben mit Spielertrainer Thomas Vogl auch höherklassige Erfahrung in ihren Reihen. Wer als Favorit in diese Partie geht, ist somit klar. Los geht die Partie in der Ferne bereits um 17:00 Uhr und bietet somit eine optimale Gelegenheit, seine Lieblingsmannschaft auch im nahegelegenen Dorfen (ca. 80 km) zu unterstützen. 

Das Lazarett der Wanderers lichtet sich derweil ein wenig. Wieder mit dabei sein werden Matthias Dosch sowie am Sonntag wieder Michel Feike, der nach seiner Matchstrafe in Waldkraiburg noch gesperrt bleibt. Definitiv nicht mit von der Partie sein wird der verletzte Patrick Casaccio sowie Kapitän Christian Czaika, der erst in der nächsten Woche wieder ins Training einsteigen wird. Ein Fragezeichen steht derweil noch hinter dem erkrankten Sebastian Reisinger.