Zwei Punkte in letzter Minute vergeben

01.12.2013 um 22:07 Uhr von Markus Degenhardt

Der Puck wollte einfach nicht rein (Foto: Richard Langnickel)

Bereits vor dem Spiel in Lindau wusste man, dass es ein ganz schweres Wochenende für die Wanderers werden wird. Ein befürchtetes Null-Punkte-Wochenende blieb zum Glück aus. Dennoch ärgerte man sich im Wanderers-Lager über den späten Ausgleichstreffer beim Tabellenzweiten, der in letzter Sekunde zwei wichtige Punkte kostete.

Nach gerade einmal 89 Sekunden konnten die Hausherren bereits den Führungstreffer markieren. Doch auch die Wanderers erarbeiteten sich Torchancen und brachten den Tabellenzweiten immer wieder in Bedrängnis. Auszahlen sollte sich das wenig später, als Ryan Smith passgenau auf seinen Teamkollegen Martin Dürr auflegte, der Johansson keine Chance ließ. Spätestens im zweiten Spielabschnitt rissen jedoch die Hausherren die Partie an sich und kamen immer häufiger gefährlich nahe vor Wanderers-Schlussmann Sebastian Reisinger. Mit tollen Paraden hielt er seine Mannschaft immer wieder im Spiel und ließ den Angriff der Lindauer schier verzweifeln. Diese Verzweiflung  wusste einer zu nutzen. Christian Czaika verwandelte (32. Min.) einen Abpraller sicher im Kasten des EVL. Die Führung hatte jedoch nur wenige Minuten Bestand. Mit dem Schnee kam in der 38. Spielminute prompt der Ausgleich. Mit einem Mann mehr traf Cech zum 2:2. Auch in den letzten 20 Minuten bekam Reisinger allerhand zu tun. Doch die junge Wanner-Truppe spürte, dass ein Punktgewinn durchaus im Bereich des Möglichen lag.  Erst recht durch die erneute Führung. Matthias Jeske traf in Überzahl (47. Min.) von der blauen Linie und überwindete Johansson. Was jetzt gefragt war, waren Nerven. Dass diese vorhanden sind, zeigten die Jungs von Kapitän Christian Czaika bis kurz vor Schluss. Selbst zwei Unterzahlsituationen überstand man torlos und schnupperte förmlich an der Sensation. Diese war den Wanderers jedoch nicht vergönnt. Der Gastgeber nahm den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und erzielte 34 Sekunden vor dem Ertönen der Sirene durch Krohnfoth den Ausgleich. Ärgerlich für die Wanderers, die so kurz vor ihrem zweiten Auswärts-Dreier standen. Im darauf folgenden Penaltyschießen war selbst der Zusatzpunkt den Wanderers nicht mehr vergönnt. Zwei Matchbälle konnten nicht genutzt werden und so fuhr man mit einem Punkt zurück nach Germering. Trainer Sebastian Wanner ärgerte sich nach dem Spiel sichtlich über die Last-Minute-Niederlage: „Hätte mir vor dem Spiel jemand gesagt, wir holen in Lindau einen Punkt, hätte ich wahrscheinlich gut damit leben können. Unter diesen Umständen muss ich jedoch von zwei verlorenen Punkten sprechen.“

Eine Niederlage setzte es auch zwei Tage später zuhause gegen Höchstadt. Bis zum ersten Tor der Gäste sahen die Zuschauer im Polariom ein offenes Spiel. Danach zeigten die Franken ihre Klasse und zogen erst in Überzahl und dann in eigener Unterzahl mit 3:0 davon. Über mangelnde Chancen konnten sich die Wanderers jedoch nicht beklagen. Mehrere Alleingänge und zahlreiche Schüsse auf HEC-Schlussmann Schnierstein fanden nicht den Weg ins Tor. Allein im Mitteldrittel ließ man in Person von Ryan Smith, Patrick Casaccio und Christian Czaika gleich drei 100%-Möglichkeiten liegen. Deren Gegenüber Schnierstein ist jedoch kein Unbekannter. Der erst 24-jährige spielte bereits mehrere Jahre für den EHC 80 Nürnberg, wo er den Wanderers nicht nur in der Bayernliga des Öfteren das Leben schwer machte.  So auch an diesem Abend. Keinen einzigen Treffer ließ der Schlussmann der Alligatoren zu und so setzte Richard Stützt den Schlusspunkt in dieser Partie.

Leichter werden die Aufgaben für die Wanderers erstmal nicht. Kommendes Wochenende muss man gleich zweimal gegen den aktuellen Tabellenzweiten ECDC Memmingen ran. Das Heimspiel am Sonntag im Polariom beginnt wie gewohnt um 18:00 Uhr.