Hat nicht sollen sein

03.11.2013 um 22:21 Uhr von Markus Degenhardt

Foto: Richard Langnickel

Die Wanderers müssen ihr erstes Null-Punkte-Wochenende hinnehmen. Einer 3:6 Pleite in Peißenberg folgte ein 0:3 im heimischen Polariom gegen Dorfen. Chancenlos war die Mannschaft von Trainer Sebastian jedoch in keinen der beiden Partien.

In Peißenberg startete man in das erwartet schwere Auswärtsspiel und lag nach zwei ärgerlichen Strafzeiten in der zehnten und elften Spielminute schnell mit 0:2 zurück. Aufgeben kam für die Jungs von Kapitän Christian Czaika dennoch nicht in Frage. Weiter setzte man immer wieder gefährliche Nadelstiche nach vorne, die prompt belohnt werden sollten. In Überzahl gelang Daniel Rossi der zwischenzeitlich verdiente 1:2 Anschlusstreffer, bevor Patrick Casaccio wenig später sogar der Ausgleich gelang. Lange sollte die Freude jedoch nicht halten. Eine Minute vor Drittelende nutzen die Eishackler einen Komplettaussetzer der Wanderers-Defensive gnadenlos aus und gingen erneut in Front. Auch im zweiten Spielabschnitt zeigte die Wanner-Truppe, die auch diesmal einige Ausfälle zu beklagen hatte, dass sie nicht ohne Absicht, zu punkten, nach Peißenberg gefahren ist. Zwar kamen die Gastgeber immer wieder gefährlich vor das Tor von Sebastian Reisinger, scheiterten jedoch gleich mehrmals am Pfosten oder am Wanderers-Schlussmann. Jubeln durften stattdessen wieder die rund 30 mitgereisten Wanderers-Fans. Michel Feike konnte einen clever gespielten Pass von Ryan Smith eiskalt im Tor des TSV unterbringen. Aber auch diesmal fanden die Hausherren schnell eine Antwort und konnten fast im direkten Gegenangriff durch Saliji den alten Spielabstand wiederherstellen. Die letzten 20 Minuten des Spiels gehörten erst einmal weitestgehend den Wanderers. Nochmal alle Kräfte wurden mobilisiert, um doch noch zumindest einen Punkt aus Peißenberg zu entführen. Einer im Lager der Eishackler hatte jedoch was dagegen: TSV-Stürmer Martin Hinterstocker konnte neun Minuten vor Ende über einen Konter das wohl vorentscheidende 3:5 erzielen, bevor er kurz vor Ende sogar noch für den 3:6 Endstand sorgte. Trainer Sebastian Wanner sah „kleine Fehler mit großen Auswirkungen“ sowie die spürbaren Ausfälle als möglichen Grund für die Niederlage.

Am Sonntag  sahen die Zuschauer im Polariom ein enges Spiel, welches bis zum Schluss reichlich Spannung bot. Bester Mann auf dem Eis war an diesem Abend wohl ganz klar Gäste-Torhüter Andreas Tanzer. Er ließ die Wanderers-Offensive 60 Minuten lang schier verzweifeln und hielt am Ende sogar die „Null“. Dabei war es erst einmal Sebastian Reisinger, der sich beweisen musste. Ein gefährlicher Angriff der Eispiraten verfehlte nur haarscharf das Gehäuse der Gastgeber. Aber auch die Wanderers hatten durch Ryan Smith und Harald Nuss zwei gute Chancen, im ersten Spielabschnitt den Führungstreffer zu erzielen. Stattdessen ging der ESC in einer Partie auf Augenhöhe in der 16. Spielminute in Führung. Auch nach dem Pausentee schenkten sich beide Mannschaften nichts. Sowohl Dorfen als auch Germering konnten sich an Torchancen nicht beklagen, trafen aber beide nicht das Netz. Auch zwei Alleingänge von Patrick Casaccio und einer von Martin Dürr brachten nicht den ersehnten Ausgleichstreffer. Auch in Überzahl konnte man Tanzer nicht überwinden. Ein Gewaltschuss von Mathias Jeske landete in der Fanghand des ESC-Schlussmanns. Im Schlussabschnitt versuchte man wie am Freitag noch einmal alles nach vorne zu werfen. An Tanzer war an diesen Abend jedoch nicht mehr vorbei zu kommen. Die Gäste, die ebenfalls eine kämpferische Leistung boten, bestraften die schlechte Chancenauswertung der Wanderers schließlich in Form des zweiten Treffers an diesen Abend. Christian Birk gelang in der 53. Spielminute das wohl entscheidende 0:2. Den Wanderers blieb am Ende nichts mehr anderes übrig, als kurz vor Schluss den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen. Aber auch das brachte an diesem Abend nicht mehr den gewünschten Erfolg. Stattdessen konnte Dorfen den Puck zum 0:3 in das leere Tor schieben.

Auf der anschließenden Pressekonferenz zollte Gästetrainer Vogl den Wanderers Respekt  und schätzte die Leistung der Germeringer hoch ein. „Das Spiel war eine harte Nuss, auf die wir uns aber eingestellt hatten.“, so Vogl weiter. Wanderers-Coach Sebastian Wanner trauerte dagegen den zahlreich vergebenen Chancen nach, durch die man nicht „unbedingt verlieren hätte müssen“.

Nichtsdestotrotz müssen die Wanderers ohne Punkte in die Länderspielpause gehen. Die Wanderers haben nun zwei Wochen Zeit, sich auf die nächsten beiden Spiele vorzubereiten. Weiter geht es am 15. November in Moosburg, bevor man zwei Tage später (18:00 Uhr) das Tabellenschlusslicht Regen im Polariom empfängt.