Teamwochenende auf Burg Schwaneck

27.10.2012 um 17:13 Uhr von Florian Hutterer

Am Wochenende vom 13. bis 14. Oktober 2012 ging es für die Kleinstschülerjahrgänge 2005, 2006 und 2007 in ihr Teamwochenende auf Burg Schwaneck in Pullach.

Nachdem unsere Nachwuchsspieler sich am P+R Westkreuz Samstag früh von ihren Eltern verabschiedet hatten, und die Eltern die Betreuer mit letzten Hinweisen hinsichtlich Gesundheitstipps und Schlaf- und Essverhalten ihrer Schützlinge ausgestattet haben, fuhren wir mit der S-Bahn inklusive Umsteigen nach Pullach.

In der S-Bahn wurden erste Schokobestände eliminiert und Trinkflaschen geleert - auf die ein und die andere Art und Weise. Die Kinder waren sichtlich gespannt was sie erwartet und tasteten sich mehr oder weniger behutsam erst mal gegenseitig ab. So oft war der Gegenüber ja noch nicht ohne Helm gesehen und wenn dann meist nur für die Dauer einer Umzieheinheit in der Garderobe. Wieder andere kannten sich noch gar nicht, weil sie noch unterschiedliche Trainingsgruppen besuchen. Auch die Betreuer Vroni, Josef und Stefan um den Trainer Matthias herum konnten nur ahnen, was ihnen noch alles bevor stand!

In Pullach angekommen wanderten die Wanderers Kinder, teils schwer beladen, in vorbildlicher Zweierreihe vom Bahnhof zur Jugendherberge. Durch das Tor von Burg Schwaneck marschierten - mit über soviel Eigenständigkeit - Stolz geschwellter Brust: Sven, Emil, Leon, Johanna, Maxi, Alexander, Benedikt, Jakub, Lucie, Daniel, Kimi, Hendrik und Basti. Als erstes ging es ans Betten beziehen. Alle zeigten guten Willen, mancher schaffte es sogar das Kissen in den Bezug zu stopfen, aber schließlich waren die Betten dann doch gemacht. Danach machten wir ein Kennenlernspiel und jedes Kind durfte etwas über sich erzählen - und im Endergebnis lag "Schnitzel mit Pommes" als Lieblingsessen knapp vor "Pizza" und "Spagetti".

Inzwischen war die Sonne ganz herauskommen und es ging erst mal daran die Burg zu erkunden. Dabei lag der Schwerpunkt ganz klar auf der Riesenrutsche, die von den beiden Vorrutschern Sven und Alexander erst mal trockengewischt wurde. Gut das ausreichend Wechselhosen im Rucksack waren! Danach ging es auf die Hängematten und unsere Gruppe war weit davon entfernt diese zur Entspannung zu nutzen... Nach einem Vormittags-Fußball-Kick gab es dann ENDLICH Mittagessen.

Und was waren die Mädels und Jungs jeder ein Stück größer als sie merkten dass sie sich alles und so viel und was sie wollen selber an der Essenausgabe abholen können! Die Damen hinter Theke lächelten zunächst über die kleinen Süßen und schüttelten kurze Zeit später den Kopf darüber, dass so kleine Leute so viel essen können! Danach mussten die Tische abgewischt werden, wo es von hochmotivierter Teilnahme bis zu den Wegschleichern alles gab.

Nachmittags ging es dann erst wieder auf die Spielwiese, wo Fussball, Tischtennis, Verstecken, Bumerang und auch Dosen werfen gespielt wurde. Und dann ab in den Wald. Verschiedene Stationen hatten Vroni und Matthias für die Kinder vorbereitet. Teamspiele die das Vertrauen untereinander fördern (sich mit geschlossenen Augen vom Mitspieler "über Stock und Stein" führen lassen), dem Wald lauschen, das Suchspiel "Was gehört in den Wald und was nicht", und natürlich die Riech-, Fühl- und Tast-Stationen. Abends noch mal den Essensaal unsicher gemacht, ne' Runde gekickert und dann Würstl am Stecken über dem Lagerfeuer gegrillt.

Danach war kollektives Zähneputzen angesagt und nach gefühlten 3 bis höchstens vier Taschenlampenschwenkern war der ganze Trupp nach so einem Tag in Null Komma nix im Tiefschlaf. Am nächsten Morgen bastelten die Kinder sich zunächst jeder eine Handpuppe - ein Monster - und spielten danach den ganzen Vormittag miteinander worauf sie gerade Lust hatten. Das ging von Blätterkrone basteln, über den Spielplatz, hin zum Kletterbaum, vorbei an den Versteckspielbüschen auf die große Spielwiese über die Bälle und Fluggeräte jeder Art flogen.

Nach dem Mittagessen - wo wir andächtig dem Chorgesang einer anderen Reisegruppe lauschen durften - machten wir uns auf die Heimreise. Pünktlich eine S-Bahn zu früh waren wir wieder in Westkreuz und ein super Wochenende ging zu Ende.

Und das Wichtigste war geschafft: Wir sind ein Team!