Wanderers Junioren zünden Feuerwerk beim letzten Heimspiel der Saison 2011/2012

10.03.2012 um 12:21 Uhr von Florian Hutterer

Wanderers Junioren  vs.  EHC Bad Aibling  10 : 4   (3:1, 3:2, 4:1)

Am Freitagabend, den 09. März 2012, empfingen die Junioren der Wanderers Germering die Spieler des EHC Bad Aibling auf heimischem Eis. Dass die Mannschaft in der laufenden Aufstiegrunde immer für eine Überraschung gut ist, hat sich bereits herumgesprochen und so ist es nicht verwunderlich, dass viele Fans den Weg ins Germeringer Polariom gefunden hatten.

Beide Teams agierten von Anfang an mit hoher Geschwindigkeit und enormer Laufbereitschaft. Jeder abgewehrte Angriff wurde sofort gekontert und das gegnerische Tor ins Visier genommen. Oft scheiterte der Spielaufbau schon in der neutralen Zone, kam der Puck aber dann doch in den jeweiligen Torraum, so hielt die Abwehr auf beiden Seiten den Raum für Torschüsse vehement zu. Erst während einer Strafzeit gegen die Gäste, nutzten die Wanderers das erste Überzahlspiel um die gegnerischen Verteidiger auszuspielen. Das erste Tor für die Gastgeber fiel am Anfang der 6. Minute (Torschütze Jeske, Ass. Schreiber, Schmidbauer).  Als der nächste Spieler aus Bad Aibling auf der Strafbank saß, schlugen die Germeringer erneut zu und hämmerten die Scheibe in der 9. Minute zum 2:0 in den Kasten (Torschütze Schreiber, Ass. May).
Die Gäste sammelten sich nach den Gegentreffern wieder und erhöhten ihrerseits den Druck auf das Tor der Wanderers. Über weite Strecken sah das Publikum tolle Zweikämpfe und erarbeitete Torchancen. In der 17. Minute des ersten Drittel erzielte der EHC Bad Aibling den Anschlusstreffer zum 2:1 (Torschütze Ahrens, Ass. Stuffler, Seiderer). Knapp zwei Minuten später kam die Antwort mit dem 3:1 (Torschütze Jeske, Ass. Schreiber). Dies blieb zugleich auch der Endstand des ersten Drittels.

Zum zweiten Durchgang kamen beide Mannschaften hochmotiviert aus den Kabinen und spielten auf unverändertem hohem Niveau weiter. Der Siegeswille schien ungebrochen, wollte doch jede Seite an diesem Abend das Eis als Gewinner verlassen. Die Zuschauer und Fans sahen attraktives Eishockey mit tollen Spielzügen. In der 25. Minute bauten die Germeringer Wanderers  ihre Führung mit dem 4:1 aus (Torschütze Jeske, Ass. Spiegl, Bukovan), um knapp drei Minuten später zum 5:1 zu erhöhen (Torschütze May, Ass. Jeske). Es schien der Abend des Mathias Jeske zu sein, denn in der 32. Minuten traf er erneut erfolgreich, auf Vorlage von Schmidbauer und May, das gegnerische Tor. Beim Stand von 6:1 leisteten sich die Wanderers Junioren allerdings ein paar Nachlässigkeiten, agierten zeitweise etwas nervöser und verloren ein ums andere Mal den Puck an den Gegner. Die Junioren aus Bad Aibling ihrerseits waren gehörig unter Druck. Nur so lässt sich der verzweifelte Versuch, die Germeringer auf etwas unfaire Weise vor bzw. hinter dem Tor zu stoppen, erklären. Das Foulspiel wurde handfest ausdiskutiert, wobei jedem Spieler noch ein Kollege zu Hilfe eilte. Daraufhin saßen beide Akteure jeder Mannschaft wegen unnötiger Härte auf der Strafbank. Jetzt war im Germeringer Spiel etwas der Wurm drin, der EHC Bad Aibling nutzte den offenen Raum, spielte konzentriert und mit Druck auf den Kasten der Wanderers. In der 37. Minute schaffte Bad Aibling mit einer tollen Einzelaktion den nächsten Treffer (Torschütze Stuffler), um dann in der letzten Minute des zweiten Spielabschnitts erneut erfolgreich abzuschließen (Torschütze Seiderer, Ass. Stuffler). Beim Stand von 6:3 ertönte das Signal zum Ende des Durchgangs. 
Wehrmutstropfen für Germering in diesem Abschnitt, war die Verletzung von Tobias Schedlbauer. Der Puck traf ihn so unglücklich am Arm, dass er seine Mannschaft in den verbleibenden zwei Spielen der Aufstiegsrunde vielleicht nicht mehr aktiv als Spieler unterstützen kann.

Das letzte Drittel wurde über weite Abschnitte von Germering dominiert. Auffallend oft bewegten sich die Wanderers im gegnerischen Teil des Spielfeldes. Jeder Puckverlust endete aber in einem Konter durch Bad Aibling, deren Spieler dann schlagartig die Flucht nach vorne antraten und dem Germeringer Torhüter viel Arbeit bescherten. Trotzdem waren es immer wieder die Wanderers, die im Abschluss erfolgreich waren. In der 50. Minute zum 7:3 (Torschütze Hirner, Ass. Simm, Hait) und etwa anderthalb Minuten später zum 8:3 (Torschütze May, Ass. Schreiber, Jeske). Dann erneut eine unschöne Szene vor dem Tor der Gäste. Der Germeringer Spieler sah den Puck frei, der Bad Aiblinger Abwehrspieler dagegen nicht und wollte seinen Goalie schützen. Dabei gerieten die Beiden aneinander, vertraten ihre unterschiedlichen Meinungen mit vollem Körpereinsatz und wurden dann zum Abkühlen auf die Strafbank geschickt.
Den nächsten Treffer der Partie konnte wieder der EHC Bad Aibling erzielen. Zunächst scheiterten die Gäste am Torhüter Daniel Klein der Wanderers, die Scheibe prallte jedoch unglücklich ab und im Nachschuss gelang doch noch das langersehnte Tor (Torschütze Ahrens, Ass. Spohn, Seiderer). Die Anzeigetafel zeigte knapp sechs Minuten vor Spielende ein 8:4.
Angefeuert durch das Publikum nahm der „Wanderers-Zug“ jedoch wieder ziemlich schnell an Fahrt auf. In der 57. Minute fiel der neunte Treffer für Germering (Torschütze Simm, Ass. Jeske, May) und nur etwa 50 Sekunden später, unter euphorischen Jubel der Zuschauer, das 10:4 (Torschütze Hait, Ass. Berger). Dem hatte der EHC Bad Aibling nichts mehr entgegenzusetzen und so blieb es bis zum Spielende bei dem Stand von 10 zu 4 Toren für die Wanderers Junioren.

Die Strafzeiten machten deutlich wie sehr beide Seiten in dieser Begegnung gekämpft haben (Germering 20 Minuten, Bad Aibling 28 Minuten und eine Disziplinarstrafe), trotz alledem war es ein wirklich sehenswertes Eishockey-Spiel.
Die Zuschauer im Polariom feierten zu Recht ihre Heimmannschaft. Diese wiederum hatte sich auf dieses letzte Heimspiel gut vorbereitet und bedankte sich bei Trainern, Betreuern und den vielen Helfern während der gesamten Saison mit kleinen Aufmerksamkeiten.

In der laufenden Aufstiegsrunde müssen die Junioren noch zweimal auswärts antreten und selbst wenn ab nächster Woche die „eisfreie Zeit“ in der Germeringer Eissporthalle beginnt, bleibt es weiterhin spannend. Über lautstarke Unterstützung bei den Auswärtsspielen würde sich die Mannschaft bestimmt sehr freuen.