Wenig erfreuliches Wochenende für Schülermannschaft

22.01.2011 um 12:07 Uhr von Florian Hutterer

Wenig Freude kam am vergangenen Wochenende, dem 15. und 16.01.2011, im Umfeld der Schülermannschaft der Wanderers Germering auf.

Im Samstagsspiel in Lindau am Bodensee wurde zunächst der Startschuss komplett verschlafen und so lag man schnell 0:2 zurück. Kurz vor der ersten Drittelpause und zu Beginn des zweiten Drittels kam man dann aber wieder auf 2:2 heran. Ein leichter Scheibenverlust der Wanderers im eigenen Drittel bescherte den Gastgebern  jedoch erneut die 3:2 Führung.

Nach zwei rüden Fouls gegen den Goalie der Germeriger und einen ihrer Verteidiger kurz vor dem Ende des zweiten Drittels, die durch die Schiedsrichter, die in dieser Phase des Spiels vollkommen überfordert schienen, nicht bzw. nur minimal geahndet wurden, verließen die Germeringer aus Protest das Eis. Die Pause tat zwar gut um die Gemüter zu beruhigen, der Faden war aber gerissen. So ging das Spiel am Ende mit 5:3 verloren.

 

Tags darauf wartet mit dem ESC Kempten eigentlich eine machbare Aufgabe auf die Wanderers. Dennoch tat man sich anfangs sehr schwer und geriet zunächst durch einen Penalty mit 0:1 in Rückstand. Doch bereits zwei Minuten später gelang durch einen verdeckten Schuss von der blauen Linie der Ausgleich. Zum Ende des ersten Drittels stand  es dann immerhin 3:1 für die Wanderers.

Im zweiten Drittel übten sich die Wanderers im Vergeben von 100-prozentigen Torchancen. Man beherrschte den Gegner nach Belieben, aber eben ohne zählbaren Erfolg.
Kurz vor Ende des zweiten Drittels wehrte der Goalie der Germeringer einen der seltenen Schüsse der Kemptener ab. Der abprallende Puk wurde von den Wanderers zum Gegenangriff aufgenommen. In der Vorwärtsbewegung der Wanderers fuhr ein Kemptner Angreifer am Tor der Wanderers vorbei und traf den Gäste-Torhüter derart mit dem Schläger am Kopf, dass dieser unmittelbar bewusstlos zu Boden ging. Die Schiedsrichter, die das Foul beobachtet hatten, zeigten zwar sofort eine Strafe an, ließen aber, obwohl der Torwart der Wanderers bewusstlos auf dem Eis lag, "Vorteil" laufen, für wen wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben.

Der Torwart der Wanderers wurde umgehend ins Krankenhaus nach Kempten gebracht wo er zwei Tage verbringen musste. Die schwere Gehirnerschütterung, die er sich nach diesem rüden Foul an der Grenze zur Tätlichkeit zuzog, bedeutet wohl das vorzeitige Saisonende für ihn. Warum die Schiedsrichter für dieses Vergehen - einer von ihnen übrigens vom Vortag bekannt - nach langer Debatte nur eine Spieldauerstrafe verhängten, ist ebenfalls ihr Geheimnis.

Spielerisch platzte im dritten Drittel bei den Wanderers endlich der Knoten und man erzielte noch sechs weitere Treffer zum 9:1 Endstand. Bis die Schluss-Sirene ertönte mussten die Wanderers noch weitere üble Fouls, insbesondere Ellenbogen-Checks gegen Kopf und Nacken, einstecken, die durch die überforderten Schiedsrichter übersehen oder nur minimal geahndet wurden.
Die Bilanz des Spiels fällt trotz des deutlichen Sieges düster aus, da zwei weitere Spieler langfristig verletzt ausfallen.