Aufwärtstrend schlägt sich in Ergebnissen nieder

10.11.2010 um 12:40 Uhr von Florian Hutterer

Der spürbare Aufwärtstrend der Jugendmannschaft der Wanderers Germering wird nun auch auf der Ergebnistafel sichtbar. Nach dem ernüchternden Auftakt der Saison gegen den EHC München und der Heimniederlage gegen Pfaffenhofen konnte im Spiel gegen den ESC Ottobrunn der erste Punkt der Saison erkämpft werden. Mit 4:4 endete die Partie im Germeringer Polariom nachdem die Wanderers lange Zeit knapp geführt hatten. Zahlreiche unnötige Strafzeiten und damit verbundene Unterzahlsituationen kosteten aber letztendlich den eigentlich verdienten Sieg.

 
Zur vierten Partie der Saison am 19.11.2010 stand die SG Inzell/Berchtesgaden als Gegner auf dem Programm.

Die Wanderers nutzten die einzige Überzahlsituation im ersten Drittel, im Übrigen wegen eines Wechselfehlers verhängt, zur ersten Führung. Danach gelang es den Gästen phasenweise sich im Drittel der Germeringer fest zu setzen. Der Ausgleichstreffer kurz vor der ersten Drittelpause war trotz hervorragender Torwartleistungen nur eine Frage der Zeit.

Als die Gäste in der 23. Spielminute ihr spielerische Überlegenheit verwerteten und mit 1:2 in Führung gingen, kamen bei dem Einen oder Anderen Germeringer böse Vorahnungen auf. Doch schon zwei Minuten später gelang aus einer unübersichtlichen Situation im Drittel der Berchtesgadener der Ausgleich und wiederum zwei Minuten später die Führung durch einen sehenswerten Alleingang. Die jungen Wanderers waren mit dem Kopf schon beim Kabinentee als die Gäste einen Konter zum 3:3 Ausgleich verwerten konnten.

Das dritte Drittel startete mit der bis dahin ersten Strafzeit für die Wanderers, die jedoch ohne Folgen blieb. In der 46. Spielminute gingen die Gastgeber durch einen perfekt abgeschlossenen Tempogegenstoß in Führung. Im weiteren Spielverlauf gab es Chancen hüben wie drüben.

In der 55. Spielminute nahm das Spiel dann  eine unerwartete Wendung. Die bis dahin praktisch nicht geforderten Unparteiischen ahndeten zwei Fouls der Gäste in einem Spielzug nicht. Für seinen Körpereinsatz erhielt ein Germeringer in der gleichen Angriffssequenz jedoch eine Spieldauerstrafe. Die Proteste der Germeringer Bank wurden mit weiteren zwei Bankstrafen quittiert. Somit mussten sich die Wanderers für vier Minuten einer drei zu fünf Übermacht erwehren. Folgerichtig gelang den Gästen wiederum der Ausgleich und es sah so aus, als würde es wieder nichts mit dem ersten Sieg in einem Pflichtspiel seit dem Frühjahr 2009.

Doch 20 Sekunden vor Ende einer an Dramatik kaum zu überbietenden Begegnung erzielten die Germeringer mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, in dem allerhand Wut und Frust gebündelt waren, den viel umjubelten Siegtreffer zum 5:4.